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Fachhochschulreife nachholen

Menschen, die die Fachhochschulreife nachholen und auf diese Art und Weise einen höheren Bildungsabschluss erlangen möchten, müssen dazu nicht mehr an eine allgemeine Schule zurückkehren, was für Erwachsene ohnehin nicht zur Debatte steht. Stattdessen können diese die Möglichkeiten des zweiten Bildungsweges nutzen, der sich speziell an Erwachsene und auch Jugendliche, die die Schulpflicht erfüllt haben, richtet. In Anbetracht der Tatsache, dass der Schulabschluss ein wichtiger Baustein für die gesamte Karriere darstellt, macht es Sinn, gegebenenfalls nachträglich diesen Abschluss in Angriff zu nehmen. All diejenigen, die ihre Schulzeit ohne Fachhochschulreife beendet haben und nun mitunter ein berufsbegleitendes Studium an einer Fachhochschule ins Auge fassen, sollten somit ihre Chance nutzen und die Fachhochschulreife nachholen.fernstudium_beruf

Fachhochschulreife – Was ist das?

Zunächst stellt sich die Frage danach, wie die Fachhochschulreife überhaupt einzuordnen ist. Wissenswert ist, dass es sich um einen gehobenen Bildungsabschluss handelt, der zu einem grundständigen Studium an einer Fachhochschule berechtigt. Zuweilen kann auch an einigen Universitäten die Zulassung zum Bachelor erfolgen. Wer die Fachhochschulreife mit dem Ziel anstrebt, anschließend zu studieren, tut folglich gut daran, sich eingehend mit den Zulassungsbedingungen des gewünschten Studienganges zu befassen. Bei dieser Gelegenheit muss man folgendermaßen differenzieren:

  • allgemeine Fachhochschulreife
    Die allgemeine Fachhochschulreife wird durch das Zeugnis der Fachhochschulreife bescheinigt und befähigt zu einem Fachhochschulstudium.
  • fachgebundene Fachhochschulreife
    Auch das Zeugnis der fachgebundenen Fachhochschulreife geht mit einer Studienberechtigung für Fachhochschulen einher, wobei diese lediglich für einen bestimmten Fachbereich gilt.

Neben der allgemeinen Hochschulreife, dem klassischen Abitur, sowie dem fachgebundenen Abitur in Form der fachgebundenen Hochschulreife ist die Fachhochschulreife eine weitere Möglichkeit, innerhalb des deutschen Schulsystems eine Hochschulzugangsberechtigung zu erlangen. All diejenigen, die Interesse an diesem Bildungsabschluss haben, sollten zudem wissen, dass in diesem Zusammenhang umgangssprachlich vielfach vom Fachabitur die Rede ist.

Fachhochschulreife nachholen – Die Möglichkeiten des zweiten Bildungsweges

Üblicherweise erlangen Schüler die Fachhochschulreife auf dem Gymnasium, an der Gesamtschule, im Zuge der Sekundarstufe II, an der Fachoberschule, Berufsoberschule oder auch parallel zur Berufsausbildung an einer Fachschule. Speziell für Erwachsene, die die Fachhochschulreife nachmachen wollen, hält der zweite Bildungsweg verschiedene Optionen bereit. Im Zuge dessen absolviert man aber lediglich den schulischen Teil und muss den berufsbezogenen Teil beispielsweise durch ein entsprechendes Praktikum nachweisen. Wer das Fachabitur berufsbegleitend nachholt, muss sich darum jedoch nicht kümmern.

Die Fachhochschulreife am Kolleg nachmachen

Wer die Fachhochschulreife nachholen möchte, bekommt vielerorts an Kollegschulen die Gelegenheit dazu. Diese tragen oftmals die zusätzliche Bezeichnung „Institut zur Erlangung der Hochschulreife“ und bieten auch Lehrgänge zur Fachhochschulreife an. Ansonsten kann man auch einen Abitur-Lehrgang in Angriff nehmen und nach gegebener Zeit die Fachhochschulreife (schulischer Teil) beantragen. Anschließend erfolgt dann eine entsprechende Feststellung, nach der das gewünschte Zeugnis ausgestellt wird. Kennzeichnend für ein Kolleg ist, dass es sich um eine Einrichtung des zweiten Bildungsweges handelt, die auf Präsenzunterricht setzt. In Vollzeit können Erwachsene so das Fachabitur nachholen und sich voll und ganz diesem Bildungsziel widmen.

Die Fachhochschule an der Abendschule nachholen

Vielerorts existieren Abendschulen, an denen man den einen oder anderen Schulabschluss nachmachen kann. Auf diese Art und Weise haben auch Berufstätige die Gelegenheit, das Fachabitur nachzumachen und an den regelmäßigen Präsenzen teilzunehmen, schließlich finden diese nachmittags beziehungsweise abends und somit nach Feierabend statt. Gemeinsam mit Gleichgesinnten drückt man so noch einmal die Schulbank und opfert einen großen Teil seiner Freizeit für das Bildungsziel Fachabitur.

Die Fachhochschulreife per Fernstudium nachmachen

Regelmäßige Präsenzen am Kolleg oder an der Abendschule bieten ohne Frage viele Vorteile, doch für Menschen mit beruflichen und/oder familiären Verpflichtungen können die festen Termine ein Nachteil sein. In solchen Fällen bietet es sich an, sich an eine Fernschule zu wenden und dort die Fachhochschulreife per Fernstudium nachzumachen. Mehr Flexibilität geht nicht, wodurch eine bestmögliche Vereinbarkeit mit dem Beruf gewährleistet wird.

Voraussetzungen für die Fachhochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg

FragenAufgrund der Tatsache, dass man vorab gegebenenfalls Vorkurse besuchen kann, ist es nicht so entscheidend, welchen Schulabschluss man vorweisen kann, wenn man die Fachhochschulreife nachholen möchte. Der Hauptschulabschluss sollte allerdings schon vorhanden sein. Einrichtungen des zweiten Bildungsweges setzen zudem üblicherweise eine abgeschlossene Berufsausbildung und/oder eine mehrjährige Berufserfahrung voraus.

Dauer des Nachholens der Fachhochschulreife

Wie lange es dauert, die Fachhochschulreife nachzuholen, lässt sich pauschal nicht sagen. Die zur Auswahl stehenden Bildungsformen und auch die persönlichen Bedingungen sind einfach zu unterschiedlich. Grundsätzlich kann man hier von einer Dauer zwischen einem und bis zu vier Jahren ausgehen. Dieser weit gefasste Zeitraum verdeutlicht die enorme Flexibilität, die sich Interessierten auf dem zweiten Bildungsweg bietet. In Vollzeit oder auch in Teilzeit neben dem Beruf kann man so sein Fachabi nachmachen und darauf seinen weiteren Werdegang aufbauen.

Kosten für den nachträglichen Erwerb der Fachhochschulreife

Zu guter Letzt sind auch die Kosten für das Nachholen der Fachhochschulreife für Interessenten überaus relevant. Staatliche Einrichtungen erheben kein Schulgeld und können dementsprechend kostenlos besucht werden, was man von privaten Bildungseinrichtungen nicht behaupten kann. Hier fallen zum Teil recht hohe Lehrgangsgebühren an, wodurch sich für das Fachabitur auf dem zweiten Bildungsweg Kosten von bis zu 5.000 Euro ergeben können.