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Umschulung

Eine Umschulung richtet sich üblicherweise an Menschen, die bereits einen Beruf erlernt haben und nun eine Aus- oder Weiterbildung absolvieren möchten, die von der erlernten Berufstätigkeit abweicht. Sinn und Zweck dieses Unterfangens ist es, den Umschüler für eine neue Tätigkeit zu qualifizieren. Wer also aus unterschiedlichsten Gründen seinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben kann oder möchte, ist ein guter Kandidat für eine Umschulung.

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Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Umschulung?

Wer in seinem aktuellen Beruf nicht mehr glücklich ist, diesem aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nachgehen kann oder aufgrund der schlechten Arbeitsmarktlage arbeitslos ist, wird früher oder später auf die Möglichkeit einer Umschulung aufmerksam gemacht. Dabei handelt es sich um eine berufsbildende Maßnahme, die dem deutschen Berufsbildungsgesetz unterliegt und den Teilnehmern eine Qualifikation für eine neue Berufstätigkeit bieten soll. Es geht also darum, dass Menschen, die bereits berufstätig sind beziehungsweise waren eine zweite fundierte Ausbildung erhalten.

Grundsätzlich sind Umschulungen stets von Weiterbildungen beziehungsweise Fortbildungen abzugrenzen. Letztere widmen sich dem Ausbau der bereits vorhandenen Kenntnisse und bilden somit gewissermaßen eine Fortsetzung der bereits abgeschlossenen Ausbildung. Bei einer Umschulung ist dies dahingegen nicht der Fall, da dem Umschüler ein vollkommen neues Tätigkeitsfeld eröffnet werden soll.

Umschulungsangebote – Welche Umschulung ist die richtige?

Wer sich dazu entschließt, beruflich noch einmal ganz von vorne anzufangen und einen neuen Beruf trotz seines mitunter fortgeschrittenen Alters zu erlernen, sollte sich zunächst die Frage stellen, welche Richtung er künftig einschlagen möchte. Kaufmännische, technische und medizinische Berufe haben jeweils ihren Reiz und können auch per Umschulung erlernt werden. Der betreffende Abschluss wird so gewissermaßen über Umwege erreicht, was jedoch kein Problem darstellt. Mitunter können erfolgreiche Umschüler ihre vorhandenen Fähigkeiten und Erfahrungen aktiv einbringen und auch nach dem Neustart aktiv nutzen.

Schon eine relativ kurze Recherche präsentiert zahlreiche Umschulungsangebote unterschiedlichster Anbieter, so dass man gewissermaßen die Qual der Wahl hat. Die Umschulung soll die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen und ist daher von immenser Bedeutung für die weitere berufliche Laufbahn. Dass bei der Wahl der richtigen Maßnahme verschiedene Faktoren Berücksichtigung finden sollten, ist daher eine absolute Selbstverständlichkeit. Zunächst ist es ratsam, die persönlichen Interessen und Stärken zu ergründen. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt darf man ebenfalls nicht außer Acht lassen, schließlich will man im Anschluss an die Bildungsmaßnahme im Beruf Fuß fassen.

Voraussetzungen für eine Umschulung

Von besonderem Interesse sind für angehende Umschüler die Voraussetzungen, an die eine Umschulung gekoppelt ist. Grundsätzlich muss man dabei anmerken, dass die Voraussetzungen vom jeweiligen Beruf abhängen. Zudem können von Anbieter zu Anbieter unterschiedliche

Wenn es um die Voraussetzungen für eine Umschulung geht, muss man demnach zwischen den formalen Zulassungskriterien und den Bedingungen für eine Förderung durch das Arbeitsamt oder die Rentenversicherung differenzieren. Dabei ist jedoch zu beachten, dass kein Rechtsanspruch auf eine Umschulung besteht und folglich selbst dann eine Ablehnung erfolgen kann, wenn man eigentlich die Voraussetzungen erfüllt. Gegebenenfalls ist daher die Überzeugungskraft des angehenden Umschülers gefragt, wenn es um die Förderung der Maßnahme geht.

Zugleich sollte man die persönlichen Voraussetzungen für eine Umschulung nicht außer Acht lassen. Wichtig ist es, dass man bereit ist, noch einmal die Schulbank zu drücken und in einem neuen Beruf von vorne zu beginnen. Für Berufserfahrene kann dies eine große Herausforderung sein. Umschüler sollten folglich nicht nur vom lebenslangen Lernen reden, sondern dieses leben und zu ihrer Philosophie machen.

Wie läuft eine Umschulung ab?

Menschen, die eine Umschulung in Angriff nehmen möchten, können zum Zweck der Berufsfindung eine ausführliche Beratung beim Arbeitsamt in Anspruch nehmen. Bei dieser Gelegenheit lassen sich auch Fragen zur Finanzierung klären. Grundsätzlich ist es dringend anzuraten, sich selbst auf eigene Faust im Vorfeld schlau zu machen. So zeigt man Eigeninitiative und kann zudem wichtige Impulse geben, die der Sachbearbeiter berücksichtigt. Aus diesem Grund ist es ratsam, selbst nach geeigneten Umschulungen zu recherchieren und die individuellen Wünsche im Förderantrag beim Amt zu nennen. Spätestens wenn die schriftliche Zusage vorliegt, sollte man den jeweiligen Träger kontaktieren und sich um einen Platz in der gewünschten Umschulungsmaßnahme bemühen. Da viele Umschulungen dual konzipiert sind, ist zudem die Suche nach einem Praxisträger erforderlich. Angehende Umschüler können so in einem Unternehmen erste praktische Erfahrungen in dem betreffenden Beruf sammeln und vielleicht auch wichtige Kontakte knüpfen.

Was kostet eine Umschulung?Fragen

Private Bildungsträger sind naturgemäß keine Wohlfahrtsvereine und erheben daher nicht unwesentliche Gebühren, die grundsätzlich vom Lehrgangsteilnehmer zu tragen sind. Im Falle einer Umschulung können so durchaus Kosten von mehreren Tausend Euro entstehen, die wohl nur die wenigsten Menschen aus eigener Tasche bezahlen können. Vor allem wenn die Umschulung die Arbeitslosigkeit beenden soll, sind üblicherweise keine finanziellen Reserven vorhanden, die die Finanzierung der Umschulungskosten sicherstellen könnten.

Wer bezahlt die Umschulung?

Ist eine Umschulung angebracht, weil man aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund einer schlechten Lage auf dem Arbeitsmarkt seinem ursprünglichen Beruf nicht mehr nachgehen kann, muss diese in der Regel nicht privat finanziert werden. Angehende Umschüler müssen sich allerdings aktiv um eine Finanzierung bemühen und sind diesbezüglich bei der Arge oder Rentenversicherung an der richtigen Adresse. Welche Stelle konkret zuständig ist, ergibt sich aus dem Einzelfall und muss gegebenenfalls zunächst in Erfahrung gebracht werden.

Wann zahlt das Arbeitsamt die Umschulung?

Um bei bestehender Arbeitslosigkeit oder im Falle einer drohenden Arbeitslosigkeit die Finanzierung einer geplanten Umschulung zu klären, ist in der Regel das Arbeitsamt die richtige Adresse. Eine Kostenübernahme durch das Jobcenter beziehungsweise die ARGE hängt von der Notwendigkeit der Umschulung ab und geht mit einer verpflichtenden Beratung durch das Amt einher. Daher sollte man sich möglichst frühzeitig um einen Beratungstermin kümmern. Dann können Qualifizierungsdefizite festgestellt und der Förderantrag gestellt werden.

Wann übernimmt die Rentenversicherung die Kosten der Umschulung?

In einigen Fällen kann eine Übernahme der Umschulungskosten auch durch die Rentenversicherung erfolgen. Wer aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf nicht mehr ausüben kann und aus diesem Grund eine Erwerbsminderungsrente bezieht, sollte sich hinsichtlich der Finanzierung einer Umschulung an die gesetzliche Rentenversicherung wenden. Diese hat ebenfalls Interesse an der beruflichen Wiedereingliederung und ist zudem dem sechsten Sozialgesetzbuch nach zu Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben verpflichtet, sofern keine andere Stelle zuständig ist.

Wie lange dauert eine Umschulung?

Die Kostenübernahme ist natürlich ein wichtiger Aspekt, doch auch die Dauer einer Umschulung ist für die meisten Menschen von großem Interesse. Oftmals wünschten sich angehende Umschüler eine möglichst kurze Dauer, weil sie rasch in den Arbeitsalltag zurückkehren und beruflich Fuß fassen möchten. Grundsätzlich gilt es dabei zu bedenken, dass die Fähigkeiten und Kenntnisse einer kompletten Berufsausbildung vermittelt werden müssen und eine Umschulung daher nicht in ein paar Wochen abgeschlossen sein kann.

Die meisten Ausbildungen dauern üblicherweise drei Jahre, während Umschulungen in der Regel lediglich zwei Jahre in Anspruch nehmen. Die Verkürzung ergibt sich aus der Tatsache, dass Umschüler in fast allen Fällen bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen haben. Die Vorkenntnisse finden somit Berücksichtigung, obgleich ein neuer Beruf erlernt wird.

Umschulung in Teilzeit

Zum Teil kann eine berufliche Umschulung auch in Teilzeit absolviert werden, was natürlich Einfluss auf die Dauer hat. Während die Vollzeit-Variante in der Regel 24 Monate dauert, müssen Umschüler in Teilzeit mit einer dreijährigen Dauer rechnen. Auch wenn die Maßnahme so mehr Zeit in Anspruch nimmt, ist dies eine gute Option für all diejenigen, die aus privaten oder auch gesundheitlichen Gründen ansonsten keine Umschulung machen könnten.

Umschulungsberufe Liste

Sie wollen eine Umschulung absolvieren, wissen aber nicht als was? In einem solchen Fall kann eine Liste eine Orientierungshilfe sein und Interessierten einen Überblick über die möglichen Umschulungsberufe verschaffen. Hier auf stzgd.de sind Sie diesbezüglich an der richtigen Adresse und können sich bequem über die wichtigsten Umschulungen informieren. Unabhängig davon, ob Sie Wissenswertes über Umschulungen aus dem sozialen Bereich suchen oder Interesse an anderen Berufsfeldern haben, werden Sie hier fündig. Unsere Umschulungsberufe-Liste präsentiert Umschulungen mit Zukunft, die die perfekte Basis für eine zweite Karriere schaffen. Wer sich beruflich umorientieren will oder muss, sollte vorab umfassende Informationen sammeln und seine Wahl gut überdenken, schließlich soll die Umschulung den Startschuss für den beruflichen Neuanfang geben.

Umschulung wegen Krankheit

BehinderungFür die meisten Menschen steht fest, dass eine Umschulung immer dann angezeigt ist, wenn man arbeitslos oder konkret von Arbeitslosigkeit bedroht ist und aus diesem Grund eine Qualifikation erwerben will, die die Chancen auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig verbessert. Darüber hinaus ist eine Umschulung wegen Krankheit aber keineswegs eine Seltenheit, denn es kommt immer wieder vor, dass Menschen aus gesundheitlichen Gründen ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit nicht mehr nachgehen können. Das Leben nimmt für die Betroffenen eine dramatische Wendung, denn einerseits sind sie mehr oder weniger schwer erkrankt und andererseits verlieren sie ihre Existenzgrundlage. Eine Umschulung kann dann neue Perspektiven eröffnen und die Basis für die berufliche Wiedereingliederung schaffen, schließlich verheißt die Erwerbsunfähigkeitsrente keine rosigen Zukunftsaussichten.

Besonders zu beachten ist bei einer Umschulung aus gesundheitlichen Gründen, dass das Arbeitsamt in der Regel nicht für die Finanzierung zuständig ist. Stattdessen muss man sich an die gesetzliche Rentenversicherung oder Berufsgenossenschaft wenden. Im Zuge dessen muss man sich unter anderem einem Gutachten unterziehen, das die Arbeitsfähigkeit des Antragstellers feststellen soll. Dabei geht es vor allem darum, inwiefern die gesundheitlichen Beeinträchtigungen diesen an der Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit hindern.

Grundsätzlich ist eine Umschulung für gesundheitlich beeinträchtigte Menschen eine große Chance, weiterhin für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können und einen geeigneten Beruf zu erlernen.

Umschulung nach einem Burnout

Kann der erlernte Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden, ist die Rentenversicherung üblicherweise der Leistungsträger, der die Umschulungskosten übernimmt. Oftmals sind psychische Erkrankungen wie ein Burnout oder Depressionen dafür verantwortlich, dass eine berufliche Neuorientierung erforderlich ist. Zugunsten der beruflichen Teilhabe kann in solchen Fällen eine Kostenübernahme durch die Rentenversicherung erfolgen.

Berufliche Rehabilitation und Umschulung

Der Grund für eine Umschulung ist oftmals die Tatsache, dass man seinen bisherigen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann. Um dennoch weiterhin einer Erwerbstätigkeit nachgehen und selbst für seinen Lebensunterhalt aufkommen zu können, erscheinen Umschulungen als vielversprechende Perspektiven. Zunächst sollte man gegebenenfalls aber eine berufliche Rehabilitation in Betracht ziehen. Diese wird üblicherweise über die gesetzliche Rentenversicherung oder Unfallversicherung finanziert und umfasst verschiedene Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Dabei kann es sich beispielsweise auch um eine Umschulung handeln, wobei auch Anpassungsweiterbildungen und Arbeitshilfen zum Leistungskatalog der beruflichen Rehabilitation gehören.

Umschulung nach der Reha – Ist das möglich?

Bei gesundheitlichen Problemen, die die Teilhabe am Arbeitsleben behindern, wird oftmals zunächst eine Rehabilitationsmaßnahme in die Wege geleitet, um die bestehenden Hindernisse zu beseitigen und die Rückkehr in den Ursprungsberuf zu ermöglichen. Leider kommt es immer wieder vor, dass eine Rehabilitationsmaßnahme ihr Ziel verfehlt und keine Abhilfe schafft. In einem solchen Fall ist auch nach der Reha eine Umschulung möglich. Der zuständige Sachbearbeiter bei der gesetzlichen Rentenversicherung ist diesbezüglich der richtige Ansprechpartner.

Umschulung Rentenversicherung – Welche Berufe?

Welche Berufe im Rahmen einer Umschulung über die Rentenversicherung ergriffen werden können, lässt sich pauschal gar nicht sagen, weil hier verschiedene Faktoren eine Rolle spielen. Grundsätzlich ist man dabei auf keine bestimmten Berufsfelder festgelegt, denn der Rentenversicherung geht es als Trägerin von Umschulungsmaßnahmen in erster Linie darum, die berufliche Rehabilitation von Erwerbsgeminderten zu fördern. Welche Berufe konkret gefördert werden, hängt immer vom jeweiligen Einzelfall ab. Dies ist auch verständlich, wenn man bedenkt, dass die Intention einer Umschulung durch die Rentenversicherung als berufliche Rehabilitation darin besteht, Erwerbsgeminderten eine Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen.

Gesundheitliche Probleme sorgen leider nicht selten dafür, dass man seinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben kann. In einem solchen Fall spricht man von einer Erwerbsminderung, die durch die Rentenkasse verrentet wird. Nicht nur die Rentenversicherung, sondern auch der Betroffene selbst hat aber häufig den Wunsch, wieder erwerbstätig zu werden. Eine Umschulung kann neue Perspektiven erschließen und den Weg in einen Beruf ebnen, in dem die vorhandenen Beeinträchtigungen keine Rolle spielen. Um welche Berufe es sich dabei handeln kann, lässt sich pauschal aber nicht beantworten. Die psychischen und physischen Fähigkeiten sind in diesem Zusammenhang ausschlaggebend und variieren von Fall zu Fall.

Wann gibt es eine Umschulung durch die Rentenversicherung?

In bestimmten Fällen ist nicht das Arbeitsamt als Kostenträger zuständig, da es eine Umschulung durch die Rentenversicherung gibt. Laien erschließt sich oftmals nicht, wann welcher Träger zuständig ist. Dabei kann es helfen, sich ein wenig in die Thematik einzulesen und näher mit den Fördermöglichkeiten für Umschulungsmaßnahmen zu befassen.

Die Rentenversicherung hat im Allgemeinen ein großes Interesse an der beruflichen Rehabilitation und fördert daher in vielen Fällen Umschulungen. Auf diese Art und Weise kann der Versicherer aktiv werden, um zu verhindern, dass durch die anhaltende Arbeitslosigkeit des Versicherten langfristig Beiträge ausfallen. Darüber hinaus kommt es bei Langzeitarbeitslosen nicht selten zu einer frühzeitigen Verrentung, wodurch der Rentenversicherung Kosten entstehen würden. Nicht zu vergessen ist außerdem, dass nicht selten gesundheitliche Gründe einer weiteren Tätigkeit im bisherigen Beruf entgegenstehen und die Rentenkasse so Erwerbsminderungsrente zahlen muss. Allein um diesen ökonomischen Nachteilen zu begegnen, engagiert sich die Rentenversicherung sehr stark in Sachen Umschulung.

Wer Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben gemäß SGB VI in Anspruch nehmen möchte, kann eine Umschulung durch die Rentenversicherung erhalten, wenn er mindestens 15 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat und aufgrund gesundheitlicher Probleme erwerbsgemindert ist.

Umschulung durch das Arbeitsamt beziehungsweise die Arbeitsagentur

Für viele Menschen kommt nur eine Umschulung durch das Arbeitsamt beziehungsweise durch die Arbeitsagentur infrage, weil eine solche Maßnahme ohne Förderung durch diesen Kostenträger nicht finanzierbar wäre. In Anbetracht der Tatsache, dass neben den Lehrgangsgebühren der Umschulung auch die laufenden Lebenshaltungskosten finanziert werden müssen, ist dies auch nicht verwunderlich. Häufig streben Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit Bedrohte eine Umschulung an, so dass in der Regel nicht von großen finanziellen Reserven ausgegangen werden kann. Durch eine Umschulungsmaßnahme kann man aber eine neue Perspektive entwickeln und so einen beruflichen Neustart hinlegen. Dass das Arbeitsamt in diesem Zusammenhang finanzielle Unterstützung bietet, erscheint somit angemessen.

Voraussetzungen für eine Umschulungsförderung durch das Arbeitsamt

Umschulungsmaßnahmen gelten grundsätzlich als besondere Weiterbildung, so dass dabei die Vorgaben zur Förderung der Weiterbildung durch die Arbeitsagentur gelten. Für Interessenten an einer Umschulung ist wichtig zu wissen, dass es sich um eine sogenannte Kannleistung handelt. Das Amt muss eine entsprechende Förderung folglich nicht gewähren, da kein gesetzlicher Anspruch darauf besteht. Folglich erfolgt stets eine Einzelfallentscheidung durch den zuständigen Sachbearbeiter. Üblicherweise werden jedoch im Allgemeinen ein Mindestalter von 18 Jahren sowie eine abgeschlossene Ausbildung vorausgesetzt. Zudem muss eine Arbeitslosigkeit bestehen oder akut drohen. Besteht zudem keine Aussicht auf eine erneute Beschäftigung in dem Beruf, hat man gute Chancen auf die Bewilligung einer Umschulung. Da dies stets mit einer Einzelfallentscheidung einhergeht, lassen sich allgemeingültige Voraussetzungen aber nicht benennen.

Beantragung der Förderung einer Umschulung durch die Arbeitsagentur – Was ist zu beachten?

Menschen, die sich umschulen lassen möchten und im Zuge dessen auf finanzielle Unterstützung durch das Arbeitsamt angewiesen sind, sollten zunächst ein Beratungsgespräch bei dem zuständigen Sachbearbeiter der Arbeitsagentur in Anspruch nehmen. Bei dieser Gelegenheit kann man sein Anliegen vorbringen und beim Arbeitsamt erörtern, welche Möglichkeiten bestehen. Dabei macht es Sinn, sich gut vorzubereiten, um die eigenen Pläne darzulegen. Auf diese Art und Weise kann der Antragsteller seine Eigeninitiative und Motivation direkt unter Beweis stellen. Im Anschluss an das Gespräch, in dessen Rahmen man den Sachbearbeiter am besten von der Sinnhaftigkeit überzeugen konnte, muss man einen entsprechenden Antrag stellen, über den dann im Einzelfall entschieden wird.

Welche Leistungen umfasst eine Umschulungsfinanzierung durch das Arbeitsamt?

Der Umfang der Umschulungsförderung durch das Arbeitsamt im Falle eines positiven Entscheids ist ebenfalls sehr wichtig. Grundsätzlich können durch die finanzielle Unterstützung der Arbeitsagentur die folgenden Kosten einer Umschulung abgedeckt werden:

  • Lehrgangsgebühren
  • Lebensunterhalt
  • Unterkunft
  • Kinderbetreuungskosten
  • Fahrtkosten

Ob und in welchem Umfang die einzelnen Kostenpunkte der Umschulung übernommen werden, hängt vom Einzelfall ab und lässt sich nicht pauschalisieren.

Umschulung Arbeitsamt Berufe

Welche Umschulungen bietet das Arbeitsamt an? Diese Frage beschäftigt viele Menschen, die sich beruflich noch einmal neu orientieren wollen oder müssen und dabei auf eine Förderung des Arbeitsamtes setzen. Im Vorfeld des Gesprächs mit dem Sachbearbeiter wollen angehende Umschüler oftmals in Erfahrung bringen, welche Optionen ihnen zur Verfügung stehen. Eine Liste von Berufen, die das Arbeitsamt im Rahmen einer Umschulung fördert, kann es allerdings nicht geben, denn grundsätzlich kommen hier alle anerkannten Berufe infrage. Aufgrund der Vielzahl an Berufsabschlüssen lässt sich die Frage, welche Umschulungen vom Arbeitsamt angeboten werden, pauschal nicht beantworten. Die Voraussetzungen und Kenntnisse des Umschülers spielen dabei ebenso wie die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt eine entscheidende Rolle. Dementsprechend sollten Interessenten an einer Umschulung das Gespräch mit ihrer Arbeitsagentur suchen und so individuell erörtern, ob und inwiefern Umschulungsmöglichkeiten existieren.

Umschulung – Wie viel Geld oder Gehalt bekommt man?

Finanzielle Aspekte spielen bei einer Umschulung ebenfalls eine nicht unwesentliche Rolle. In erster Linie geht es natürlich darum, sich neue berufliche Perspektiven zu erarbeiten, aber auch während der Maßnahme muss man leben und ist folglich auf regelmäßige Einnahmen angewiesen. Aus diesem Grund stellt sich immer wieder die Frage, wie viel Geld man während einer Umschulung bekommt. Handelt es sich um eine außerbetriebliche Umschulung wird kein Gehalt gezahlt, so dass man einzig und allein auf die Förderung des Arbeitsamtes angewiesen ist. Das Amt übernimmt im Falle einer Förderung die Lehrgangskosten und leistet zudem finanzielle Unterstützung zum Lebensunterhalt. Währenddessen gibt es dann weiterhin Arbeitslosengeld. Zusätzlich können mitunter noch weitere Leistungen, wie zum Beispiel für die Kinderbetreuung, Fahrtkosten sowie Kosten für auswärtige Unterkunft und Verpflegung, gewährt werden.

Wie viel Geld man während einer Umschulung vom Arbeitsamt bekommt, lässt sich demnach nicht pauschal beziffern und hängt vom Einzelfall ab. Allerdings sind die genannten Leistungen nur möglich, wenn die betreffende Umschulung gefördert wird.

Umschulung ohne Arbeitsamt – Ist das möglich?

Ein gesetzlicher Anspruch auf Förderung einer Umschulung gegen das Arbeitsamt besteht nicht, so dass die entsprechende Entscheidung stets Ermessenssache ist. Dies führt zuweilen dazu, dass Menschen, die eine Umschulung machen möchten, eine Absage von der Arbeitsagentur erhalten. Dann stellt sich natürlich die Frage, ob eine Umschulung ohne Arbeitsamt möglich ist. Grundsätzlich kann dies bejaht werden, denn es steht jedem frei, sich für einen entsprechenden Lehrgang anzumelden und so einen weiteren Berufsabschluss anzustreben. Ob dies in der Praxis tatsächlich umsetzbar ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Die Finanzierung ist im Falle einer Umschulung ohne Arbeitsamt eine große Hürde. Die Lehrgangskosten können zuweilen sehr hoch sein und auch die laufenden Lebenshaltungskosten müssen finanziert werden. Ohne ein dickes finanzielles Polster ist eine Umschulung ohne Arbeitsamt folglich kaum finanzierbar.

Was ist eine betriebliche Umschulung?

Vom Arbeitsamt geförderte Umschulungen finden zumeist in schulischer Form statt und werden durch Praxisphasen ergänzt. Alternativ kann man aber auch eine betriebliche Umschulung absolvieren, die an die klassische duale Berufsausbildung angelehnt ist. Im Betrieb erlernt man als Umschüler so die praktischen Fähigkeiten, während in der Berufsschule die relevante Theorie unterrichtet wird. Der Berufsschulunterricht ist dabei nicht verpflichtend, doch die Teilnahme ist dringend anzuraten, schließlich muss man am Ende der Umschulung die betreffende Abschlussprüfung bestehen und sollte daher die verfügbaren Möglichkeiten zur Vorbereitung wahrnehmen. Kennzeichnend für eine betriebliche Umschulung ist zudem die Tatsache, dass kein Schulgeld fällig und stattdessen eine Ausbildungsvergütung gezahlt wird. Da diese häufig nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, können Umschüler gegebenenfalls Unterhaltsleistungen in Anspruch nehmen und sollten sich diesbezüglich mit dem Leistungsträger in Verbindung setzen.

Umschulung – Wer zahlt?

Wenn es um die Finanzierung der Umschulungskosten geht, stellt sich die Frage nach dem jeweils zuständigen Leistungsträger. Je nach Situation zahlt entweder das Arbeitsamt oder die Rentenversicherung. All diejenigen, die bei keinem der Träger die Förderbedingungen erfüllen, müssen gegebenenfalls tief in die Tasche greifen und die Kosten selbst übernehmen.

Umschulung mit 40 oder 50

Im Alter von 40 oder 50 Jahren denken die meisten Menschen nicht an das Thema Berufsorientierung und befassen sich eher mit der Berufswahl ihrer Kinder. Wer aber nicht dem Nachwuchs unter die Arme greifen will, sondern sich selbst neu orientieren möchte oder muss, fragt sich, ob eine Umschulung mit 40 oder 50 Jahren noch sinnvoll ist. Dass man sich in diesem Alter schwerer tut, einen grundlegenden Jobwechsel zu vollziehen, lässt sich nicht von der Hand weisen und liegt vor allem daran, dass man in seinem bisherigen Berufsleben einer anderen Tätigkeit nachgegangen ist. Ist dies aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund schlechter Aussichten auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr möglich, steht eine Umschulung zur Debatte.

Mit 40 oder 50 Jahren gehört man längst noch nicht zum alten Eisen und kann für viele Unternehmen ein interessanter Mitarbeiter sein. Vor allem angesichts des gestiegenen Renteneintrittsalters macht auch ein später Neuanfang absolut Sinn.

Das lebenslange Lernen muss entsprechend gelebt werden, indem man auch in fortgeschrittenem Alter offen für Neues bleibt und bereit ist, sich gegebenenfalls beruflich grundlegend zu verändern. Dies ist ohne Frage ein schwerer Schritt, aber mit 40 oder 50 Jahren ist man noch zu jung, um sich mit einer permanenten Arbeitslosigkeit oder Erwerbsunfähigkeit abzufinden. Um etwas Neues zu lernen, ist es ohnehin nie zu spät. Eine Umschulung ist selbstverständlich eine große Herausforderung, aber wer sich dieser stellt und nicht den Kopf in den Sand steckt, wird mit neuen Perspektiven belohnt und kann auch in dieser Phase seines Berufslebens Erfolge feiern. Menschen, die die 40 oder 50 bereits überschritten haben, sollten nicht den Fehler machen, sich am bisherigen Beruf festzuklammern. Falls dieser keine Zukunft mehr bietet, muss man auch loslassen können und bereit für Neues sein. Eine Umschulung schafft die ideale Basis für einen beruflichen Neubeginn und ist in jedem Alter eine tolle Chance.

Welche Möglichkeiten zur Finanzierung einer Umschulung gibt es?

Bafög - FörderungWenn es um die Finanzierung einer Umschulungsmaßnahme geht, denken die meisten Menschen sofort an eine Förderung durch das Arbeitsamt. In vielen Fällen ergibt sich auch die Möglichkeit, entsprechende finanzielle Unterstützung zu erhalten. Allerdings ist dies nicht zwingend der Fall, so dass es vom Einzelfall abhängt, ob die gewünschte Umschulung über die Arbeitsagentur finanziert wird oder nicht. Darüber hinaus existieren aber noch weitere Möglichkeiten zur Finanzierung, wodurch angehende Umschüler nicht ausschließlich auf das Wohlwollen ihres Sachbearbeiters bei der Arbeitsagentur angewiesen sind. Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang, dass das Arbeitsamt immer dann als Träger solcher Maßnahmen infrage kommt, wenn eine akute oder drohende Arbeitslosigkeit vorliegt. Im Falle einer Erwerbsunfähigkeit liegt die Zuständigkeit dahingegen bei der Rentenversicherung. Folglich kann eine Förderung gegebenenfalls vom Rentenversicherer getragen werden.

Leider kommt es aber auch immer wieder vor, dass eine Umschulung weder von der Arbeitsagentur noch von der Rentenversicherung finanziert wird. Besteht für die Träger kein Anlass, fördern sie die Umschulung auch nicht. Viele Menschen haben aber auch ohne Erwerbsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit den Wunsch, sich beruflich zu verändern und zu diesem Zweck umschulen zu lassen. In solchen Fällen gilt es dann, Alternativen zur Finanzierung zu finden. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang unter anderem der Bildungsgutschein als Option. Ansonsten muss man wohl oder übel selbst tief in die Tasche greifen und seine Ersparnisse dafür opfern. Oftmals ist aber nicht ausreichend Geld vorhanden, so dass mitunter ein Kredit aufgenommen werden muss. Man sollte es sich jedoch immer gut überlegen, ob man sich für eine Umschulung wirklich verschulden möchte.

In Zusammenhang mit der Umschulungsfinanzierung lohnt es sich zuweilen auch, direkt mit dem Anbieter in Kontakt zu treten. Dieser kennt die Möglichkeiten und kommt Selbstzahlern möglicherweise auch entgegen, indem er beispielsweise eine Ratenzahlung akzeptiert.

Umschulung – Welche Berufe werden gefördert?

Wer in Zusammenhang mit der Finanzierung einer Umschulung auf eine Förderung durch die Arbeitsagentur oder Rentenversicherung setzt, stellt sich oftmals die Frage, welche Berufe überhaupt gefördert werden. Eine pauschale Antwort darauf kann es allerdings nicht geben, denn dies hängt stets vom Einzelfall ab. Grundsätzlich kommen für eine geförderte Umschulung alle nach dem Berufsbildungsgesetz anerkannten Ausbildungsberufe infrage. Weiterhin muss der jeweilige Träger die Umschulung für sinnvoll befinden und darin echte Zukunftsperspektiven für den Umschüler sehen. Ist dies der Fall, stehen die Chancen für eine finanzierte Umschulung gar nicht schlecht. Es schadet aber natürlich nicht, wenn sich der angehende Umschüler selbst gut informiert und im Gespräch mit dem Sachbearbeiter gut argumentieren kann.

Umschulung direkt nach der Ausbildung

Da sich Umschulungen an Menschen richten, die einen Erstberuf erlernt haben und darin keine Zukunft sehen, kann eine solche Maßnahme grundsätzlich auch direkt nach der Ausbildung erfolgen. Ob dies auch sinnvoll ist, muss im Einzelfall entschieden werden.

Umschulung auch ohne Ausbildung?

Da sich Umschulungen an Menschen richten, die bereits einen Erstberuf erlernt haben, wird im Allgemeinen eine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt. Folglich scheint eine Umschulung ohne Ausbildung ausgeschlossen zu sein. Lediglich in wenigen Ausnahmefällen kann man auch ohne Ausbildung im Erstberuf eine Umschulung absolvieren. Diesbezüglich sollte man das Gespräch mit dem Berater bei der Agentur für Arbeit suchen.

Ist eine Umschulung mit Hauptschulabschluss möglich?

Diejenigen, die eine Umschulung in Erwägung ziehen und beruflich noch einmal neu anfangen möchten beziehungsweise müssen, fragen sich, welche Voraussetzungen für eine solche Maßnahme gelten. Grundsätzlich kann man diesbezüglich nicht pauschalisieren, weil die Voraussetzungen für eine Umschulung vom jeweiligen Beruf sowie den Vorgaben des Bildungsanbieters abhängen. Um sich einen Überblick über die jeweiligen Bedingungen verschaffen zu können, ist es erforderlich, zwischen den formalen Voraussetzungen und Förderbedingungen des jeweiligen Leistungsträgers zu differenzieren.

Viele Menschen treibt dabei die Frage um, ob sie eine Umschulung machen können, obwohl sie lediglich über den Hauptschulabschluss verfügen. Dies kann man ganz klar bejahen, wobei es gewisse Einschränkungen geben kann. Ein Beruf, der einen höheren Bildungsabschluss voraussetzt, steht so nicht zur Debatte. In den meisten Berufen existieren jedoch keine formalen Bedingungen bezüglich der Vorbildung, wodurch die Zulassungsbedingungen des jeweiligen Bildungsträgers ausschlaggebend sind.

Umschulung mit Bildungsgutschein über die Arge finanzieren

zuschuss

Angehende Umschüler, die eine solche Maßnahme aufgrund einer akuten oder drohenden Arbeitslosigkeit ins Auge fassen, haben im Allgemeinen gute Chancen, dass die Finanzierung über einen Bildungsgutschein der Arge sichergestellt wird.

Wie bekomme ich eine Umschulung?

Um die gewünschte Umschulung zu bekommen, ist zunächst eine eingehende Beratung beim Arbeitsamt beziehungsweise bei der Rentenversicherung notwendig. Schon im Vorfeld sollte man sich passende Argumente zurechtlegen, um den Sachbearbeiter von der Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit zu überzeugen.

Gibt es ein Recht auf Umschulung?

Umschulungen gelten üblicherweise als so genannte Kann-Leistungen, was bedeutet, dass man keinen rechtlichen Anspruch auf eine Umschulung geltend machen kann. Stattdessen gilt es, das Amt davon zu überzeugen, dass die Maßnahme Sinn macht und die Basis für eine weiterhin konstante Berufstätigkeit schafft.

Wo und wie beantragt man eine Umschulung?

Wer eine Umschulung beginnen möchte, stellt zunächst einen entsprechenden Antrag beim jeweils zuständigen Träger. Doch vielen Menschen ist zunächst gar nicht klar, wo sie die Umschulung konkret beantragen müssen. Wenn eine Arbeitslosigkeit besteht oder akut droht und gleichzeitig eine Anstellung im erlernten Beruf nicht mehr möglich ist, wendet man sich an die Arbeitsagentur. Diese entscheidet dann über eine Förderung der Maßnahme. Menschen, die ihren erlernten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können, dadurch erwerbsgemindert sind und mindestens 15 Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, können gegebenenfalls eine Umschulung über die Rentenversicherung erhalten und somit dort den betreffenden Antrag stellen.

Wo finde ich einen Antrag auf Umschulung?

Nicht nur das Wo, sondern auch das Wie ist ein wichtiger Punkt im Rahmen der Antragstellung und beschäftigt viele angehende Umschüler. Da es scheinbar für jede Formalität spezielle Formulare gibt, begibt man sich auf die Suche nach einem Antragsformular für die angestrebte Umschulung. Während bei der Rentenversicherung ein Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben der erste Schritt ist, erfolgt beim Arbeitsamt zunächst eine persönliche Beratung beim zuständigen Sachbearbeiter. Im weiteren Verlauf erfolgt dann gegebenenfalls die Beantragung der Umschulung. Hierzu ist ein formeller Antrag für die Förderung der Umschulung erforderlich, bei der der Sachbearbeiter gerne hilft. Angehende Umschüler müssen sich also nicht selbst auf die Suche nach dem richtigen Antrag begeben, sondern können im Zuge eines ausführlichen Beratungsgesprächs alle Fragen klären und anschließend die erforderliche Antragstellung vornehmen.

Ist eine Umschulung nach der Elternzeit möglich?

Die Geburt eines Kindes stellt das eigene Leben vollkommen auf den Kopf. Dies trifft oftmals auch auf den beruflichen Werdegang der Mutter zu, die sich zunächst voll und ganz um ihr Kind kümmert und nach der Elternzeit wieder ins Berufsleben einsteigen möchte. Im erlernten Beruf ergibt sich aber mitunter keine Möglichkeit mehr auf eine Anstellung, weil sich beispielsweise der Arbeitsmarkt zwischenzeitlich verändert hat oder sich die Arbeitszeiten in keinster Weise mit dem Familienleben vereinbaren lassen. In solchen Fällen stellt man sich die Frage, ob eine Umschulung auch direkt nach der Elternzeit möglich ist. Grundsätzlich kann man dies bejahen, so dass es sich auf jeden Fall lohnt, einen Beratungstermin beim Arbeitsamt zu vereinbaren. Mitunter besteht sogar die Möglichkeit, die Umschulung in Teilzeit zu absolvieren, was jungen Eltern ganz besonders entgegenkommen dürfte. Die Bewilligung der Förderung für eine Umschulung ist allerdings immer eine Einzelfallentscheidung, weshalb man diesbezüglich nicht verallgemeinern kann.

Welches Gehalt beziehungsweise welche Vergütung bekomme ich während der Umschulung?

Gehalt

Für angehende Umschüler spielen die Finanzen eine zentrale Rolle. Durch die Umschulung will man sich bessere Verdienstmöglichkeiten verschaffen, doch auch während der Maßnahme muss der Lebensunterhalt finanziert werden. Weiterhin verursachen Umschulungen Kosten, die ebenfalls getragen werden müssen. Es stellt sich also die berechtigte Frage, ob und in welchem Umfang man eine Vergütung als Umschüler erhält. Im Rahmen einer betrieblichen Umschulung wird eine kleine Ausbildungsvergütung gezahlt, während außerbetriebliche Umschulungen mit erheblichen Lehrgangsgebühren einhergehen. Wurde der Antrag auf eine Umschulung vom jeweiligen Träger bewilligt, ist einerseits die Kostenübernahme gesichert, während das Amt andererseits für den Lebensunterhalt aufkommt. So gibt es in der Regel währenddessen Arbeitslosengeld.

Welche Umschulung lohnt sich wirklich?

Welche Umschulung lohnt sich wirklich? Diese Frage stellen sich viele Menschen immer wieder aufs Neue, wenn ein beruflicher Neustart ansteht. Einerseits ist klar, dass man im bisher ausgeübten Beruf keine Zukunft mehr hat, andererseits weiß man aber einfach nicht, wohin die Reise karrieretechnisch gehen soll. Im Fokus stehen dabei ganz klar die Zukunftsaussichten, schließlich geht es im Rahmen einer Umschulung vor allem darum, neue Perspektiven zu entwickeln.

Persönliche Wünsche spielen bei der Entscheidungsfindung natürlich eine Rolle, doch oftmals kommt es vor allem auf die wirtschaftliche Situation und die Prognosen in dem jeweiligen Bereich an. Wer zukunftsorientiert denkt, schafft bei der Wahl einer Umschulung beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche zweite Karriere. Wenn es um Umschulungen geht, die sich wirklich lohnen, sind unter anderem die folgenden Berufe eine Überlegung wert:

  • Altenpfleger/in
  • Erzieher/in
  • Mechatroniker/in
  • Fachinformatiker/in

Die beste Umschulung kann es aber nicht geben, so dass die genannten Umschulungen nur exemplarisch für besonders lohnenswerte und zukunftsorientierte Qualifizierungen stehen können.

Die Top 10 Umschulungsberufe mit Zukunft

Eine berufliche Neuorientierung ist ein weitreichender Schritt, der gut bedacht werden sollte, schließlich gibt die Umschulung die Richtung des weiteren beruflichen Werdeganges vor. Insbesondere wer aufgrund einer schlechten Wirtschaftslage in dem betreffenden Tätigkeitsfeld nicht mehr in seinem bisherigen Beruf arbeiten kann und schlichtweg keinen Job mehr findet, will sich im Zuge einer Umschulung natürlich Perspektiven für die Zukunft erschließen. Wenn es darum geht, sich einen Überblick über den Bereich der Umschulungen zu verschaffen, kann die nachfolgende Auflistung mit zehn der aussichtsreichsten Umschulungen für die Zukunft eine große Hilfe sein.

Umschulung wegen Alter abgelehnt

Menschen, die trotz ihres fortgeschrittenen Alters eine Umschulung absolvieren wollen, um weiterhin am Arbeitsleben teilhaben zu können, stoßen bei den Leistungsträgern nicht selten auf taube Ohren. So wird eine Umschulung oftmals wegen des Alters abgelehnt, was angesichts des angehobenen Renteneintrittsalters paradox erscheint. Einerseits soll man immer länger arbeiten, andererseits bleibt vielen Menschen eine Umschulung verwehrt, weil sie angeblich zu alt sind. Arbeitslosigkeit oder gesundheitliche Einschränkungen machen jedoch eine Neuorientierung erforderlich, so dass Betroffene oftmals gar nicht wissen, was sie tun sollen.

Wird eine Umschulung wegen Alter abgelehnt, sollte man nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern vielmehr kämpfen. Dass sich dies lohnt, zeigt unter anderem ein Urteil des Sozialgerichts Koblenz vom 30. August des Jahres 2005 (Az.: S 3 RI 131/04). Demnach darf eine Umschulung nicht wegen des Lebensalters abgelehnt werden. Wird das fortgeschrittene Alter als Grund für eine Ablehnung angeführt, ist dies folglich nicht zulässig. Betroffene sollten dies deutlich machen und sich gegebenenfalls rechtlichen Beistand suchen, um die Umschulung zu erkämpfen. Zunächst kann man aber auch einfach Widerspruch einlegen und das Gespräch mit dem Leistungsträger suchen. Bevor man den Rechtsweg beschreitet, sollte man dem Sachbearbeiter verdeutlichen, dass die Maßnahme vielversprechende Perspektiven bietet und somit absolut Sinn macht.

Umschulung abgelehnt, was nun?

Viele Menschen, die voller Hoffnung auf einen Neuanfang einen Antrag auf eine Umschulung beim Arbeitsamt stellen, erleben zunächst eine bittere Enttäuschung und erhalten seitens der Behörde eine Ablehnung. In einer solchen Situation darf man jedoch nicht resignieren, sondern sollte aktiv werden, um doch noch die Chance auf eine Umschulung zu erhalten. Zunächst sollten Betroffene das Gespräch mit dem zuständigen Sachbearbeiter suchen und diesem die persönliche Lage darlegen. Gegebenenfalls kann eine neue Formulierung des Antrags sinnvoll sein. In anderen Fällen gilt es, die Berufswahl zu überdenken. Außerdem ist es mitunter auch eine Überlegung wert, den Antrag bei einem anderen Träger zu stellen. War die Stelle, bei der der erste Antrag gestellt wurde, nicht zuständig, war eine Ablehnung schließlich bereits vorprogrammiert. Wenn die angestrebte Umschulung von der Arbeitsagentur abgelehnt wurde, ist mitunter die Rentenversicherung der zuständige Träger und trifft als solcher eine positive Entscheidung.