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Umschulung zum Altenpflegehelfer/-in

Pflegenotstand und Fachkräftemangel sind Schlagworte, die den großen Personalbedarf in der Pflege deutlich machen und somit auf eine äußerst kritische Situation angesichts des demografischen Wandels in der deutschen Bevölkerung hinweisen. So ist es nicht verwunderlich, dass Qualifizierungen für die Altenpflege, wie zum Beispiel die Umschulung zum Altenpflegehelfer, hoch im Kurs stehen bei all denjenigen, die sich umorientieren und nach neuen Zukunftsperspektiven suchen. Wer gerne mit Menschen zusammenarbeitet, einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen und sich außerdem gute Berufsaussichten sichern möchte, trifft mit dieser Umschulung eine gute Wahl.Umschulung

Beruf Altenpflegehelfer/in – Ausbildung, Tätigkeiten und Berufsaussichten

Der Beruf Altenpfleger/in ist allgemein bekannt, während der Helfer in der Altenpflege eher ein Schattendasein führt. Dabei handelt es sich aber ebenfalls um einen überaus wichtigen Beruf im Bereich der Altenpflege. Allerdings wird dieser Gesundheitsfachberuf nur in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen durch das jeweilige Landesgesetz geregelt. Folglich existieren entsprechende Ausbildungsmöglichkeiten nicht in allen Bundesländern. Die einjährige Ausbildung besteht aus 700 bis 750 Unterrichtsstunden an einer Altenpflegeschule und 850 bis 900 Stunden praktische Ausbildung. Abschließend findet vor der zuständigen Stelle die staatliche Prüfung statt, deren Bestehen mit der staatlichen Anerkennung als Altenpflegehelfer/in einhergeht.

Altenpflegehelfer bieten Altenpflegern sowie Gesundheits- und Krankenpflegern professionelle Unterstützung im Zuge der Betreuung und Pflege kranker, behinderter, pflegebedürftiger und alter Menschen. Das Tätigkeitsfeld ist folglich sehr ähnlich, wobei Helfer in der Altenpflege üblicherweise keine große Verantwortung tragen und in erster Linie die ihnen zugewiesenen Tätigkeiten ausführen. In vielen Fällen konzentriert sich die Arbeit der Altenpflegehilfe somit auf die Grundpflege und elementare Versorgung. Angesichts des großen Bedarfs an Pflegepersonal erwarten Altenpflege-Helfer ebenso wie Altenpfleger in den folgenden Bereichen vielversprechende Berufsaussichten:

  • Pflegedienste
  • Altenheime
  • Behindertenwohnheime
  • Pflegeeinrichtungen
  • Krankenhäuser
  • Reha-Einrichtungen
  • Altenbetreuungsdienste
  • Hospize

Das Gehalt als Altenpflegehelfer

Gehalt

Menschen, die sich mit der Berufswahl befassen, wollen naturgemäß vorab auch mehr über die finanzielle Seite des angestrebten Berufes erfahren. Folglich ist das durchschnittliche Gehalt für all diejenigen, die eine Ausbildung oder Umschulung zum Altenpflegehelfer in Angriff nehmen wollen, ein wichtiges Thema. Üblicherweise kann man hier von einem Einkommen in Höhe von rund 19.000 Euro bis 26.000 Euro brutto jährlich ausgehen.

Die Umschulung zur Altenpflegehelferin

Die Altenpflege ist ein Tätigkeitsfeld, dass auch immer wieder Quereinsteiger für sich entdecken. So ist es nicht verwunderlich, dass die Umschulung für die Altenpflegehilfe sehr gefragt ist und Interessierten im Rahmen einer Umschulungsmaßnahme die Chance bietet, eine erste relevante Qualifikation zu erwerben. Diese vermittelt unter anderem die folgenden Inhalte:

  • Pflegestufen
  • Hauswirtschaft
  • Krankheiten
  • Pflegebedürftigkeit
  • Alltagsgestaltung
  • Ernährung
  • Behindertenpflege
  • Schwerstkrankenpflege

Auch als Altenpflegehelfer verfügt man somit über umfassende Kompetenzen und ist im Anschluss an eine entsprechende Umschulung für den fordernden Arbeitsalltag in der Pflege gerüstet.

Voraussetzungen, Kosten und Dauer der Altenpflegehelfer-Umschulung

FragenDie Ausbildung und somit auch die Umschulung zum/zur Altenpflegehelfer/in nimmt ein Jahr in Anspruch und erfolgt an entsprechenden Berufsfachschulen. Die Tatsache, dass ein Hauptschulabschluss für die Zulassung ausreicht, bewegt viele Menschen dazu, zunächst die Helfer-Umschulung zu machen, denn für die Ausbildung als Altenpfleger gilt ein mittlerer Bildungsabschluss als Voraussetzung.

Umschüler müssen sich natürlich auch Gedanken über die Finanzierung der Qualifizierung machen. Einerseits können Schul- und Prüfungsgebühren anfallen, während andererseits die Lebenshaltungskosten ebenfalls gesichert werden müssen. Aus diesem Grund kommt eine Umschulung in der Regel nur infrage, wenn diese von der Arbeitsagentur befürwortet und auch gefördert wird.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Altenpflegehelfer

Unabhängig davon, ob man eine Erstausbildung oder Umschulung zur Altenpflegehelferin absolviert hat, besteht oftmals der Wunsch beruflich weiter voranzukommen. So wollen Absolventen nicht mehr nur den Altenpflegern zur Hand gehen und diese im Arbeitsalltag unterstützen, sondern stattdessen selbst mehr Verantwortung übernehmen und als Altenpfleger tätig werden. Hierzu besteht die Möglichkeit, sofern die Abschlussprüfung in der Altenpflegehilfe mindestens „befriedigend“ abgeschlossen wurde. In einem solchen Fall kann man nach zwei weiteren Jahren Aus- beziehungsweise Weiterbildung die Qualifikation als staatlich anerkannter Altenpfleger erlangen und darauf die weitere Karriere aufbauen.