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Umschulung zum/zur Industriekaufmann/-frau

Die Umschulung zum/zur Industriekaufmann/-frau erfreut sich großer Beliebtheit, was unter anderem in der allgemeinen Popularität des Berufsbildes begründet ist. Jedes Jahr beginnen in Deutschland Tausende Schulabgänger die dreijährige Ausbildung und erlernen den Beruf von der Pike auf. Menschen, die sich zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn für einen anderen Beruf entschieden haben und nun umschwenken wollen, können an einer entsprechenden Umschulungsmaßnahme teilnehmen und so gewissermaßen nachträglich eine angepasste Ausbildung durchlaufen.Umschulung

Berufsbild Industriekaufmann

Unabhängig davon, ob es um eine Ausbildung oder Umschulung geht, sollte man der Berufswahl stets ausreichend Aufmerksamkeit schenken, denn diese gibt vor, in welchen Bereichen man künftig beruflich tätig sein kann. Industriekaufleute verfügen über eine kaufmännische Ausbildung und sind daher grundsätzlich für alle kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Aufgaben gewappnet, so dass sie in praktisch allen Bereichen der Wirtschaft Beschäftigungsmöglichkeiten vorfinden. Wie die Berufsbezeichnung bereits vermuten lässt, liegt der Fokus dabei bei Anwendungen aus der Industrie. Zu den üblichen Funktionsbereichen, in denen Industriekauffrauen und –männer zu finden sind, gehören unter anderem:

  • Einkauf
  • Produktion
  • Rechnungswesen
  • Materialwirtschaft
  • Personalwesen
  • Marketing und Vertrieb

Um ihren Aufgaben gerecht zu werden und den Ansprüchen der Unternehmen zu genügen, müssen Industriekaufleute neben kaufmännischem Know-How auch fundierte Fremdsprachenkenntnisse bieten können. Die Globalisierung ist für die Betriebe eine enorme Herausforderung, so dass sie sprachlich und fachlich qualifizierte Mitarbeiter benötigen.

Gehalt für Industriekaufleute

GehaltInsbesondere wenn es um eine Umschulung geht, legt man im Allgemeinen größten Wert auf gute Berufsaussichten. Darüber hinaus spielen die Finanzen ebenfalls eine entscheidende Rolle, denn durch die Tätigkeit als Industriekaufmann will man einerseits den eigenen Unterhalt sichern und sich andererseits einen angenehmen Lebensstandard erarbeiten. Das durchschnittliche Gehalt als Industriekaufmann ist folglich für Umschüler von großem Interesse. In der Regel liegt das Einkommen von ausgebildeten Industriekaufleuten je nach Berufserfahrung und Position zwischen 21.500 Euro und 36.000 Euro brutto im Jahr.

Die Umschulung zum Industriekaufmann

Inhaltlich entspricht die Umschulung zum Industriekaufmann der betreffenden Ausbildung, schließlich müssen auch Umschüler die entsprechenden Kompetenzen erwerben, um die Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer erfolgreich zu bestehen. Mitunter kann auch die Handwerkskammer als prüfende Stelle infrage kommen, wobei die Zuständigkeit in der Regel bei der IHK liegt.

Wichtige Inhalte der Ausbildung beziehungsweise Umschulung zum Industriekaufmann sind unter anderem die folgenden Themen:

  • Geschäftsprozesse
  • Arbeitsorganisation
  • Marketing und Kommunikation
  • Finanzierung und Investition
  • Rechnungswesen
  • Personalwesen
  • kaufmännische Steuerung und Kontrolle

Die klassische Berufsausbildung für Industriekaufleute findet in dualer Form im Betrieb sowie der Berufsschule statt. Eine duale Umschulung ist ebenfalls möglich, wobei vielfach auch schulische Umschulungsmaßnahmen mit Praxisphasen angeboten werden.

Umschulung zum Industriekaufmann – Dauer und Kosten

Die Unterschiede zwischen der dualen Form und der eher schulischen Umschulung bei einem Bildungsträger werden auch bezüglich der Kosten und Dauer deutlich. Eine duale Ausbildung wird im Allgemeinen vergütet, während für eine Umschulung in einer privaten Bildungseinrichtung zum Teil hohe Gebühren fällig werden. Wer arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, kann dem Arbeitsamt gegenüber die Notwendigkeit der Umschulung deutlich machen und so eine Förderung erhalten.

In Zusammenhang mit der Umschulungsdauer für angehende Industriekaufleute existieren ebenfalls zum Teil deutliche Unterschiede. Die betriebliche Variante in dualer Form nimmt für gewöhnlich drei Jahre in Anspruch und entspricht vom Aufbau her so der gewöhnlichen Ausbildung. Die vom Arbeitsamt geförderten Umschulungen über diverse Bildungsträger nehmen dahingegen zwei Jahre in Anspruch.

Voraussetzungen für die Umschulung zum Industriekaufmann

Zu guter Letzt muss noch sichergestellt werden, dass der Interessent die Voraussetzungen für die Industriekaufmann-Umschulung erfüllt. Grundsätzlich ist rechtlich keine bestimmte Vorbildung vorgesehen. Da sich solche Maßnahmen an Menschen mit Erstberuf richten, müssen angehende Umschüler in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen können. Weiterhin sollte Interesse an kaufmännischen Themen vorhanden sein, da diese den weiteren Werdegang prägen werden.

Weiterbildungsmöglichkeiten als Industriekaufmann

WeiterbildungWer ausgebildeter Industriekaufmann und mit seiner gegenwärtigen beruflichen Lage unzufrieden ist, kann natürlich ebenfalls über eine Umschulung nachdenken. Für Industriekaufmänner und –frauen kommen neben kaufmännischen auch andere Umschulungen infrage, die vollkommen neue Perspektiven eröffnen. Alternativ kann es mitunter auch sinnvoll sein, eine Weiterbildung Industriekaufmann berufsbegleitend in Angriff zu nehmen. Auf diese Art und Weise kann man eine berufliche Veränderung aktiv herbeiführen und zugleich weiterhin die vorhandenen Kenntnisse nutzen. Interessante Fortbildungen für Industriekaufleute können unter anderem sein:

  • Industrie-Betriebswirt/in
  • Geprüfte/r Fachwirt/in für Marketing
  • Fachkaufmann/-frau für Vertrieb
  • Geprüfte/r Fachwirt/in für Logistiksysteme
  • Geprüfte/r Personalfachkauffrau/-mann
  • Betriebswirt/in für Rechnungswesen
  • Betriebswirt/in für Personalwirtschaft
  • Betriebswirt/in für Logistik
  • Betriebswirt/in für Produktionswirtschaft
  • Betriebswirt/in für Absatz/Marketing
  • Betriebswirt/in für allgemeine Betriebswirtschaft
  • Geprüfte/r Industriefachwirt/in