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Umschulung zur Kinderpflegerin

Die Umschulung zur Kinderpflegerin reizt viele Menschen, die gerne mit Kindern zusammen sind und sich auf diese Art und Weise auch beruflich verwirklichen möchten. Eine solche Umorientierung erscheint beispielsweise für Frauen, die nach einer längeren Familienphase ins Berufsleben zurückkehren wollen, als interessante Option, ihre praktischen Erfahrungen im Umgang mit (Klein-)Kindern beruflich zu nutzen. Wer diesen Wunsch hat, sollte auch nach Umschulungen zum Sozialassistenten beziehungsweise Sozialhelfer Ausschau halten.Umschulung

Der Beruf Kinderpfleger/in

In einigen Bundesländern Deutschlands existiert der anerkannte Ausbildungsberuf Kinderpfleger. Dabei handelt es sich um pädagogische Hilfskräfte, die Erziehern zur Hand gehen und dem Sozialassistenten entsprechen. Diese finden in den folgenden Bereichen Beschäftigungsmöglichkeiten vor:

  • Privathaushalte
  • Kindergärten
  • Kinderheime
  • Ferienheime
  • Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
  • Familienberatung

Die Kernkompetenz von Kinderpflegern besteht in der Betreuung und Pflege von Säuglingen und Kindern. Üblicherweise übernehmen sie die familienergänzende Säuglings- und Kinderpflege, wobei sie mitunter nicht nur elternergänzend, sondern auch elternersetzend tätig werden. Im Fokus stehen im Zuge dessen Kinder zwischen 0 und 10 Jahren. Konkrete Aufgaben von Kinderpflegern beziehungsweise Sozialassistenten sind unter anderem:

  • Versorgung und Pflege von Säuglingen und Kleinkindern
  • Beaufsichtigung einer Kindergruppe
  • Begleitung einer Spielgruppe
  • Durchführung von spielerisch-pädagogischen Angeboten
  • Unterstützung der Sprachentwicklung
  • Hausarbeiten in Zusammenhang mit der Kinderbetreuung

Gehalt als KinderpflegerinGehalt

Angehende Kinderpfleger wollen sich einerseits einen Überblick über die Tätigkeiten verschaffen, die sie erwarten, und andererseits auch mehr über das Einkommen erfahren. Das durchschnittliche Gehalt eines Kinderpflegers liegt zwischen 16.500 Euro und 24.000 Euro brutto jährlich.

Der Unterschied zwischen Kinderpflegerin und Erzieherin

Wer sich mit dem Berufsbild des Kinderpflegers auseinandersetzt, entdeckt mitunter zunächst keine großen Unterschiede zum Erzieher, so dass sich die Frage stellt, inwiefern sich die beiden Berufe voneinander abheben. Bei näherer Betrachtung werden die Unterschiede zwischen einer Kinderpflegerin und einer Erzieherin allerdings deutlicher. Kinderpfleger werden als pädagogische Ergänzungskräfte tätig und arbeiten üblicherweise mit Erziehern im Team zusammen, ohne jedoch selbst leitende Aufgaben zu übernehmen. Die Verantwortung liegt somit bei den Erziehern, während Kinderpfleger unterstützend aktiv werden. Die Erzieherin steht somit hierarisch über der Sozialassistentin.

Die Umschulung zum Kinderpfleger

Um die professionelle Kinderpflege zu erlernen, ist grundsätzlich der Besuch einer Berufsfachschule erforderlich. Die schulische Ausbildung vermittelt umfassende Kenntnisse unter anderem in den folgenden Bereichen:

  • Sozialkunde
  • Erziehungslehre
  • naturwissenschaftliche Erziehung
  • Bewegungserziehung
  • Gesundheitslehre
  • musisch-kreative Erziehung

Mithilfe der so erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten gilt es dann, die staatliche Abschlussprüfung gemäß der Verordnung des jeweiligen Bundeslandes zu meistern. Dies gilt ebenfalls für Umschulungsmaßnahmen, die als Vorbereitung auf den Ausbildungsabschluss dienen.

Voraussetzungen und Kosten der Kinderpfleger-Umschulung

Die Kinderpflege-Ausbildung setzt formal mindestens einen Hauptschulabschluss voraus, so dass auch Umschüler zumindest mit diesem Abschluss aufwarten können müssen. Weiterhin sollten Freude am Umgang mit Kindern und Interesse an pädagogischen Themen vorhanden sein, schließlich handelt es sich dabei um den Kern der Säuglings- und Kinderpflege. Kommunikative Fähigkeiten, Einfühlungsvermögen und ein gewisses organisatorisches Geschick gehören ebenfalls zu den Voraussetzungen, die die Basis für eine erfolgreiche Umschulung schaffen.

Die Kosten der Umschulung hängen davon ab, ob man die Qualifizierungsmaßnahme an einer staatlichen Schule oder über einen privaten Bildungsanbieter absolviert. Neben etwaigen Lehrgangsgebühren fallen zudem die gewöhnlichen Lebenshaltungskosten an, die auch während der Umschulung finanziert werden müssen. In der Regel ist eine Umschulung zur Kinderpflegerin daher nur möglich, wenn das Arbeitsamt einer entsprechenden Förderung zustimmt. Eine ausführliche Beratung ist daher absolute Pflicht für angehende Umschüler.

Dauer der Umschulung zur Kinderpflegerin in Teilzeit und Vollzeit

Die Ausbildung zum Kinderpfleger dauert zwischen zwei und drei Jahren. Da es sich um eine schulische Ausbildung handelt, ist die Dauer der Umschulung entsprechend einzustufen. In vielen Fällen besteht auch der Wunsch, die Kinderpfleger-Umschulung in Teilzeit zu absolvieren. Auf diese Art und Weise kann man sich weiterhin der Familie widmen und zugleich einen neuen Beruf erlernen. Dass sich die Umschulungsdauer so verlängert, dürfte klar sein.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Kinderpfleger

WeiterbildungNach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung beziehungsweise Weiterbildung als Kinderpfleger kann man in diesem Beruf Fuß fassen und sich voll und ganz der Säuglings- und Kinderpflege widmen. Im Laufe der Zeit entwickelt man den Wunsch, sich in einzelnen Bereichen fortzubilden oder weitere Qualifikationen zu erlangen. Das berufsbegleitende Studium der Pädagogik kann dabei ebenso wie die Weiterbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin, Fachwirtin für Erziehungswesen oder Betriebswirtin für Sozialwesen eine vielversprechende Option sein. Auch einzelne Seminare und Lehrgänge sollte man nicht außer Acht lassen.