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Umschulung zum Postboten

Die Umschulung zum Postboten qualifiziert die Teilnehmer nicht nur für die einfache Briefzustellung, sondern macht sie zu vielseitig ausgebildeten Fachkräften für die Logistik. Angesichts des Booms, den die Branche gegenwärtig erlebt, kann sich so ein interessantes und vielversprechendes Tätigkeitsfeld für Menschen ergeben, die sich aus unterschiedlichen Gründen beruflich neu orientieren müssen. Briefzusteller und Paketboten werden nicht nur bei der Deutschen Post gebraucht, so dass sich grundsätzlich gute Berufsaussichten ergeben.Umschulung

Berufsbild Postbote – Der Beruf Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen

Eine genaue Auseinandersetzung mit dem Berufsbild ist für angehende Postboten unabdinglich und verschafft ihnen schon vor der Ausbildung beziehungsweise Umschulung einen Eindruck von den Tätigkeiten, die im späteren Arbeitsalltag auf sie zukommen. Zunächst stellt sich natürlich die Frage, wie man Postbote wird. In Deutschland existiert mit der Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen eine staatlich anerkannte Berufsausbildung, die in zwei Jahren bewältigt werden kann. Optional kann man die Ausbildung verlängern und so innerhalb von drei Jahren den Abschluss als Kaufmann für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen erlangen.

Für Postzusteller ergeben sich üblicherweise facettenreiche Aufgaben, wie zum Beispiel:

  • Planung von Zustellrouten
  • Auftragsannahme
  • Sortieren von Sendungen
  • Vorbereitung und Durchführung von Zustellungen
  • Kundenberatung

Sämtliche Post-, Paket- und Kurierdienste haben Bedarf an entsprechend qualifizierten Fachkräften. Darüber hinaus können sich in der Logistik sowie Unternehmen mit großer hauseigener Versandabteilung Berufschancen ergeben. Entsprechend qualifizierte Fachkräfte sind dann je nach Einsatzbereich beispielsweise für die Planung von Zustellrouten, die Paket- und Briefzustellung oder den Sendungstransport zuständig.

Was verdient man als Postbote?

GehaltAls Verbraucher hat man immer wieder Kontakt zu Angehörigen des Berufs Briefzusteller und kann sich somit zumindest ein ungefähres Bild von den Aufgaben und Tätigkeiten machen. Was Paket- und Briefzusteller verdienen, entzieht sich dahingegen der Kenntnis der meisten Verbraucher. All diejenigen, die sich zum Postboten umschulen lassen möchten, wollen aber natürlich wissen, was man als Postbote verdient. Die Berufserfahrung, Qualifikationen sowie der konkrete Tätigkeitsbereich sind diesbezüglich ausschlaggebend, so dass die Verdienstmöglichkeiten grundsätzlich vom Einzelfall abhängen. Nichtsdestotrotz lässt sich das durchschnittliche Gehalt bei 18.000 Euro bis 26.500 Euro brutto im Jahr einordnen.

Die Umschulung zum Postzusteller

Um den Beruf des Postzustellers zu erlernen, absolviert man üblicherweise eine staatlich anerkannte Berufsausbildung nach dem deutschen Berufsbildungsgesetz. Diese erfolgt im dualen System und findet somit im Betrieb sowie der Berufsschule statt. Umschulungen können ebenfalls in dieser betrieblichen Form erfolgen oder alternativ auch als Vollzeit-Lehrgänge über Bildungsträger daherkommen. Inhaltlich ergeben sich keine Unterschiede, schließlich ist der Berufsabschluss als Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen stets das Ziel der betreffenden Maßnahmen.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Umschulung zum Postboten

Zwei Jahre muss man grundsätzlich für die Umschulung zum Brief- und Paketzusteller einplanen. Sofern diese nicht betrieblich, sondern über einen privaten Bildungsanbieter erfolgen soll, darf man auch die Kosten nicht außer Acht lassen. Bei einem solchen mehrjährigen Lehrgang in Vollzeit fallen insgesamt durchaus Gebühren in Höhe von mehreren Tausend Euro an. Oftmals besteht für Umschüler aber die Möglichkeit einer Förderung, so dass die Kosten übernommen werden, während man zugleich finanzielle Unterstützung zum Lebensunterhalt erhält. Wer arbeitslos ist, kann beim Arbeitsamt einen Bildungsgutschein beantragen und so die Umschulung bezahlt bekommen. Sind gesundheitliche Gründe für die berufliche Umorientierung verantwortlich, ist dahingegen die Rentenversicherung der richtige Ansprechpartner.

Zu guter Letzt geht es um die Voraussetzungen für die Umschulung zum Postzusteller. Grundsätzlich ist für die Ausbildung keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Angehende Fachkräfte für Postdienstleistungen sollten allerdings mathematisches Grundwissen, ein gewisses Organisationsgeschick sowie Interesse an EDV mitbringen.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Fachkräfte für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen

WeiterbildungNach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung beziehungsweise Umschulung kann man darauf aufbauend den Kaufmann für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen machen. Darüber hinaus ergeben sich für entsprechende Fachkräfte noch viele weitere Möglichkeiten zur Weiterbildung. Einzelne Seminare aus den Bereichen Speditionswesen, Sekretariat und Büromanagement können für zusätzliche Qualifikationen sorgen. Darüber hinaus bieten sich auch die folgenden Aufstiegsweiterbildungen an:

Berufstätige Briefzusteller, die bevorzugt neben dem Beruf studieren möchten, um einen deutlichen Karrieresprung zu machen, können an der einen oder anderen Hochschule ein berufsbegleitendes Studium oder Fernstudium aufnehmen. Der Bachelor oder auch Master in einem der folgenden Studiengängen dürfte für Fachkräfte aus dem Post-Bereich von besonderem Interesse sein: