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Umschulung Wachschutz, Wachdienst und Security

Wer sich per Umschulung für den Wachschutz, Wachdienst beziehungsweise den Security-Bereich qualifizieren möchte, stellt sich einer anspruchsvollen und zugleich sehr verantwortungsvollen Aufgabe. Sicherheitsfachkräfte können Objekte, Werte oder auch Personen schützen und zuweilen in brenzlige Situationen kommen, in denen ein kühler Kopf gefragt ist. So geht es nicht nur darum, präventive Maßnahmen zu planen und durchzuführen sowie Präsenz zu zeigen, sondern auch darum, in akuten Gefahrensituation schnell und adäquat zu handeln. Durch ihre Arbeit leisten Sicherheitsfachkräfte einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit und Ordnung und sind so gewissermaßen der private Gegenpol zur Polizei.

Menschen mit großem Sicherheitsbewusstsein, die einen beruflichen Neustart wagen wollen und zu diesem Zweck eine Umschulung für den Wachdienst in Angriff nehmen möchten, stoßen unweigerlich auf die Fachkraft für Schutz und Sicherheit. Dabei handelt es sich um den betreffenden Ausbildungsberuf, der genau auf den Wachdienst vorbereitet und alle erforderlichen Kompetenzen vermittelt. Über zahlreiche Bildungseinrichtungen kann man aber auch an Lehrgängen teilnehmen, die mitunter nur wenige Tage in Anspruch nehmen und für eine entsprechende Qualifizierung sorgen sollen. Dabei sollte abschließend eine entsprechende Sachkundeprüfung abgelegt werden, denn diese bildet die Basis für die professionelle Durchführung von Bewachungstätigkeiten. Wenn es um eine Umschulung zum Wachmann geht, muss man somit zwischen Lehrgängen zum Erwerb der Sachkunde und Umschulungen zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit differenzieren.Umschulung

Die Umschulung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Wer die betreffende Sachkundeprüfung mit Erfolg ablegt, verfügt über die grundlegende Qualifikation für den Wachdienst. Einem anerkannten Berufsabschluss entspricht dies jedoch nicht, weshalb auch nicht von einer richtigen Umschulung die Rede sein kann. Anders sieht dies bei der Fachkraft für Schutz und Sicherheit aus, denn dabei handelt es sich um einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. All diejenigen, die bereits eine erste Ausbildung abgeschlossen und/oder umfassende Berufserfahrung gesammelt haben und nun in den Security-Bereich wechseln wollen, können mit der Umschulung die ideale Basis schaffen. Während der Ausbildung beziehungsweise Umschulung geht es im Wesentlichen um die folgenden Inhalte:

  • Sicherheitskonzepte
  • Erste Hilfe
  • Sicherheitstechnik
  • Gefahrenabwehr
  • rechtliche Grundlagen
  • Kommunikation
  • Betriebswirtschaftslehre

Das breit gefächerte Spektrum an Inhalten wird der großen Verantwortung, die Sicherheitsdienste tragen, gerecht und sorgt für eine umfassende Qualifizierung. Fachkräfte für Schutz und Sicherheit sind somit nicht nur bloß Wachmänner, sondern verfügen über vielfältige Kompetenzen.

Voraussetzungen für die Umschulung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit

FragenAngehende Fachkräfte für Schutz und Sicherheit, die bislang in einem anderen Bereich tätig waren und nun den Wachdienst als Betätigungsfeld für sich entdeckt haben, erhalten im Zuge einer entsprechenden Umschulung die Gelegenheit, sich dementsprechend zu qualifizieren. Zunächst müssen sie allerdings einige Voraussetzungen erfüllen. Erst einmal sollte ein Schulabschluss vorhanden sein. Weiterhin müssen Interessenten an einer solchen Qualifizierung ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen sowie ihre Mobilität und gesundheitliche Eignung nachweisen.

Neben den formalen Kriterien spielen auch persönliche Voraussetzungen eine entscheidende Rolle. So bedarf es der Bereitschaft zu Schichtdiensten sowie einer großen Selbstsicherheit. Als Wachmann wird man zuweilen mit Gefahrensituationen konfrontiert, die Courage und ein besonnenes Vorgehen erfordern.

Dauer der Umschulung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Die klassische Berufsausbildung für Sicherheitskräfte nimmt drei Jahre in Anspruch und erfolgt in dualer Form. Der schulische Teil der Ausbildung im Wach- und Sicherheitsgewerbe findet als Blockunterricht in Landesfachklassen statt. Umschüler absolvieren dahingegen eine zweijährige Qualifizierungsmaßnahme mit einem Umfang von 2.160 theoretischen Unterrichtseinheiten. Am Ende gilt es dann die IHK-Prüfung zu bestehen.

Selbstverständlich wird im Zuge der Umschulung für Wachleute nicht nur die Theorie behandelt. Wachleute benötigen im beruflichen Alltag vor allem praktische Kompetenzen, die ebenfalls vermittelt werden müssen. Hier nimmt das in die 24 Monate dauernde Umschulung integrierte Praktikum eine führende Rolle ein. Währenddessen haben angehende Sicherheitsfachkräfte die Gelegenheit, das Wach- und Sicherheitsgewerbe kennenzulernen und sich intensiv mit ihrem künftigen Tätigkeitsfeld auseinanderzusetzen. Ebenfalls erwähnenswert ist die Tatsache, dass mehrmals im Jahr die Möglichkeit besteht, die Umschulung aufzunehmen. An einigen Einrichtungen starten entsprechende Lehrgänge beispielsweise alle sechs Monate, so dass einem raschen beruflichen Neustart nichts im Wege steht.

Kosten der Umschulung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Angehende Sicherheitsfachkräfte, die eine Umschulung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit anstreben, müssen nicht nur die Voraussetzungen erfüllen, sondern auch die Kosten stemmen können. Bei privaten Bildungsanbietern können durchaus Gebühren von 15.000 Euro und mehr anfallen. Gleichzeitig kann man durch den Lehrgang in Vollzeit keinem anderen Job nachgehen und folglich nicht seinen Lebensunterhalt verdienen. Die Kosten können somit enorm sein. Es besteht allerdings die Möglichkeit einer Förderung durch die Agentur für Arbeit, sofern die Maßnahme nach AZAV zertifiziert ist. Mit Bildungsgutschein muss man so keine Gebühren zahlen und erhält zudem Hilfe zum Lebensunterhalt.

Berufschancen und Verdienstmöglichkeiten in den Bereichen Wachdienst und Security

Nachdem alle Rahmenbedingungen der Umschulung geklärt sind, sollten sich Interessenten intensiv mit dem Berufsbild auseinandersetzen. Wer eine zweite Karriere starten will, sollte schließlich wissen, worauf er sich einlässt. Angesichts des besonderen Arbeitsalltags trifft dies auf den Wachdienst ganz besonders zu. Als Wachmann beziehungsweise Wachfrau kümmert man sich um den Schutz von Personen, Objekten, Anlagen und Werten. Das Tätigkeitsspektrum reicht von der Prävention bis hin zur akuten Gefahrenabwehr. Beschäftigungsmöglichkeiten ergeben sich vor allem in den folgenden Bereichen:

  • Bahnhöfe
  • Flughäfen
  • Facility Management
  • Verkehrsbetriebe
  • Unternehmen des Werte-, Objekt- und Personenschutzes
  • Sicherheitsberatung

GehaltDas durchschnittliche Gehalt bewegt sich im Allgemeinen zwischen 20.000 Euro und 32.000 Euro brutto im Jahr. Die Verdienstmöglichkeiten können jedoch stark schwanken.