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Umschulung zum Werbekaufmann

Die Umschulung zum Werbekaufmann beziehungsweise zur Werbekauffrau übt auf viele Menschen eine große Faszination aus. Jeder Mensch wird im alltäglichen Leben mit Werbung in unterschiedlichsten Formen konfrontiert. Wer das Ganze nicht nur aus Konsumentensicht betrachtet, sondern sich selbst als Werbemacher verwirklichen will, möchte mitunter die Gelegenheit nutzen, wenn ohnehin eine berufliche Neuorientierung ansteht und sich so zum Werbekaufmann umschulen lassen. Bevor man sich auf die Suche nach geeigneten Qualifizierungsmaßnahmen begibt, sollte man sich vergegenwärtigen, dass das Berufsbild des Werbekaufmanns nicht mehr existiert. Der Werbekaufmann wurde in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2006 durch den Kaufmann für Marketingkommunikation abgelöst. Wer heute mittels Umschulung den Quereinstieg in die spannende Werbebranche schaffen will, konzentriert sich somit auf die Umschulung zum Kaufmann für Marketingkommunikation.Umschulung

Die Umschulung zum Kaufmann für Marketingkommunikation

Die Umschulung zur/zum Kauffrau/-mann für Marketingkommunikation ist eine echte Alternative zur klassischen Berufsausbildung und richtet sich an Erwachsene, die eine zweite Karriere in Angriff nehmen möchten. Gesundheitliche Probleme oder auch eine schlechte Lage auf dem Arbeitsmarkt für den ursprünglichen Beruf können eine Umschulung erforderlich machen. Wer dabei einerseits einen kaufmännischen Beruf erlernen und andererseits Werbeexperte werden möchte, trifft mit der Umschulung zur Kauffrau für Marketingkommunikation die richtige Wahl. Im Zuge dessen werden vor allem die folgenden Inhalte behandelt:

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Buchführung
  • Personalwesen
  • Kommunikation
  • Marketing
  • Vertrieb
  • Projektmanagement
  • rechtliche Grundlagen
  • Marktforschung

Ebenso wie die Berufsausbildung endet auch die Umschulung mit dem anerkannten IHK-Abschluss. Folglich müssen erfolgreiche Umschüler keine Bedenken hinsichtlich der Anerkennung ihres Berufsabschlusses haben und können so als Marketingkommunikationskaufleute noch einmal durchstarten.

Voraussetzungen für die Umschulung zur Marketingkommunikationskauffrau

FragenZunächst stellt sich natürlich die Frage, welche Voraussetzungen man für die Umschulung zum Werbekaufmann beziehungsweise Kaufmann für Marketingkommunikation erfüllen muss. Interesse an kaufmännischen Tätigkeiten sowie medialen Themen sollte auf jeden Fall vorhanden sein, schließlich soll der Beruf den persönlichen Neigungen und Wünschen entsprechen. Dies ist die Basis dafür, dass man in dem Beruf glücklich wird und eine erfolgreiche zweite Karriere starten kann. Kreativität, Kommunikationsstärke und Sorgfalt sind weitere Bedingungen für eine erfolgreiche Laufbahn als Marketingkommunikationskaufmann. Darüber hinaus spielen die formalen Zulassungsbedingungen zu der Umschulungsmaßnahme ebenfalls eine zentrale Rolle. Wichtig zu wissen ist, dass sich Umschulungen vorrangig an Menschen richten, die bereits einen anderen Beruf erlernt haben oder umfassende Berufserfahrungen sammeln konnten. Dass ein Schulabschluss vorhanden ist, wird im Allgemeinen ebenfalls vorausgesetzt.

Dauer der Umschulung zum Kaufmann für Marketingkommunikation

Die duale Ausbildung zum Kaufmann für Marketingkommunikation nach dem Berufsbildungsgesetz, kurz BBiG, dauert drei Jahre. Wer dahingegen eine entsprechende Umschulung in Angriff nimmt, kann den betreffenden Abschluss bereits nach zwei Jahren erreichen. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass sich Umschulungsmaßnahmen üblicherweise an berufserfahrene Erwachsene richten, während Jugendliche direkt nach der Schule eine klassische Berufsausbildung aufnehmen. Somit muss man für die Umschulung zur Marketingkommunikationskauffrau 24 Monate in Vollzeit einplanen. Währenddessen absolvieren die angehenden Kaufleute einen außerbetrieblichen Lehrgang, der durch praktische Einheiten in Unternehmen aus der Medienbranche ergänzt wird.

Kosten für die Umschulung zum Marketingkommunikationskaufmann

Nimmt man die Dienste einer privaten Bildungseinrichtung in Anspruch, muss man auch die damit verbundenen Kosten tragen. Dies gilt nicht nur für Weiterbildungen, sondern unter anderem auch für die Umschulung angehender Kaufleute für Marketingkommunikation. Nicht selten erheben die Anbieter entsprechender Qualifizierungsmaßnahmen Gebühren im fünfstelligen Bereich. Wer ganztags an einer Umschulung teilnimmt, kann außerdem keinem Job nachgehen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Die gesamten Kosten setzen sich somit aus den Lehrgangsgebühren sowie den laufenden Lebenshaltungskosten zusammen. In zwei Jahren kann sich dies ganz schön summieren, so dass eine Umschulung nicht selten zur Kostenfrage wird. Nichtsdestotrotz ist eine Umschulung zur Marketingkommunikationskauffrau auch ohne großes Vermögen möglich, sofern man seitens der Agentur für Arbeit oder der Rentenversicherung eine Zusage über die Förderung der Maßnahme erhält. Dabei können nicht nur die Umschulungskosten übernommen, sondern auch finanzielle Hilfen zum Lebensunterhalt gewährt werden.

Berufsbild Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation

Der Berufswahl sollte man auch in Zusammenhang mit einer Umschulung viel Aufmerksamkeit schenken, schließlich stellt man so die Weichen für den weiteren beruflichen Werdegang. Kaufleute für Marketingkommunikation kümmern sich um die Entwicklung, Planung und Durchführung von Werbekampagnen und Marketingmaßnahmen. Auch die Kontrolle der Ergebnisse obliegt ihnen und vervollständigt das Berufsbild. Gute Karrierechancen ergeben sich für Marketingkommunikationskaufleute in den folgenden Bereichen:

  • Werbeagenturen
  • Verlage
  • Public Relations
  • Eventagenturen
  • Kommunikationsberatung
  • Marketing-Abteilungen

Verdienstmöglichkeiten für Kaufleute für Marketingkommunikation

Die konkreten Verdienstmöglichkeiten, die sich für Kaufleute für Marketingkommunikation ergeben, hängen von der Berufserfahrung, Qualifikation und Position ab. Im Allgemeinen kann man von einem durchschnittlichen Gehalt zwischen 18.000 Euro und 36.000 Euro brutto im Jahr ausgehen.