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Weiterbildung Mediation

Eine Weiterbildung Mediation ist über verschiedene Bildungseinrichtungen möglich und kann beispielsweise als Kompaktausbildung, Seminar, Abendkurs oder auch Fernstudium daherkommen. Kennzeichnend für all diese Weiterbildungen ist die Tatsache, dass sie der fachlichen Qualifizierung von Mediatoren dienen. Unter Mediation versteht man das strukturierte und professionelle Vermitteln zwischen mehreren Parteien in einer Konfliktsituation. Mediatoren treten somit als Außenstehende in einen Konflikt ein und tragen durch ihre unabhängige Position maßgeblich zur Lösungsfindung bei. Eine professionelle Mediation kann demnach dafür sorgen, dass Konflikte nicht eskalieren und stattdessen Lösungsprozesse einsetzen, die für alle Beteiligten akzeptabel und zielführend sind.berufsqualifizierung

Mediator/in werden – Die Mediationsausbildung

Der Beruf des Mediators erscheint vielen Menschen überaus sinnvoll, da er maßgeblich zur Harmonie beiträgt und selbst in verfahrenen Situationen immer wieder Konfliktlösungen herbeiführen kann. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass viele Menschen den Wunsch haben, Mediator/in zu werden. Auf der Suche nach einer adäquaten Mediationsausbildung muss man allerdings feststellen, dass Mediator kein klassischer Ausbildungsberuf ist. Nichtsdestotrotz existieren zahlreiche Ausbildungsangebote, die den Teilnehmern unter anderem die folgenden Inhalte näherbringen:

  • Grundlagen der Mediation
  • Kommunikationsmodelle
  • Methoden der Mediation
  • Verhandlungen nach dem Harvard-Konzept
  • unterschiedliche Settings in der Mediation
  • Verhandlungsführung
  • Verhandlungsmanagement
  • Visualisierung
  • Moderation
  • Konflikttheorie
  • Recht in der Mediation
  • Rollenverständnis
  • Supervision
  • Intervision

Nach einer solchen Mediationsausbildung verfügt man als Mediator über umfassende Kompetenzen. Im Idealfall erhält man mit dem erfolgreichen Abschluss die Zertifizierung beziehungsweise Lizenzierung beispielsweise durch den Bundesverband Mediation e.V..

Welche Voraussetzungen muss man als Mediator erfüllen?

Wer ernsthaft Mediator werden und aus diesem Grund eine entsprechende Ausbildung absolvieren will, muss den jeweils geltenden Voraussetzungen natürlich besondere Aufmerksamkeit schenken. Die formalen Kriterien variieren je nach Aus- und Weiterbildung, während im Bereich der Soft Skills durchaus allgemeingültige Aussagen getroffen werden können. Als Mediator sollte man in erster Linie kommunikationsstark sein und über eine gut ausgebildete Rhetorik verfügen. Weiterhin kommt es auf die eigene Konfliktkompetenz an. Selbst in schwierigen Situationen sollte man stets einen klaren Kopf behalten, allen beteiligten Parteien gut zuhören und die Sache strategisch angehen. Darüber hinaus darf man nie seine Rolle als überparteilicher Außenstehender verlassen. Folglich muss man stets eine gewisse Distanz wahren und darf sich emotional nicht in die Streitigkeiten der Klienten hineinziehen lassen.

Die Kosten der Mediationsausbildung

Die Kosten für die Mediationsausbildung können je nach Form, Umfang, Anbieter und Teilnehmerzahl sehr stark variieren, so dass es kaum allgemeingültige Angaben geben kann. Diejenigen, die die Mediation erlernen wollen, möchten vorab aber dennoch in Erfahrung bringen, was finanziell auf sie zukommt. Hierzu ist es ratsam, mit den verschiedenen Anbietern Kontakt aufzunehmen und sich so direkt nach den Gebühren zu erkundigen. In der Regel ergibt sich so eine Spanne zwischen 1.500 Euro und mehr als 7.000 Euro.

Möglichkeiten der Weiterbildung zum Mediator

WeiterbildungAll diejenigen, die Mediatoren werden wollen, suchen zunächst zwar häufig nach einer entsprechenden Ausbildung, doch im Grunde genommen handelt es sich vielmehr um eine Weiterbildung in Sachen Mediation. Insbesondere für Rechtsanwälte erscheint dies als sinnvolle Zusatzqualifikation, schließlich sind entsprechende Kenntnisse in ihrem Beruf häufig gefragt. Nicht immer muss es in Konfliktsituationen zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen, denn nicht selten kann eine professionelle Mediation viel bewegen. Juristische Fachkenntnisse sind in diesem Zusammenhang natürlich ebenfalls von großem Vorteil.

Selbstverständlich bietet sich eine Weiterbildung Mediation nicht nur für Juristen an, sondern kann vielen anderen Berufsgruppen ebenfalls als sinnvolle Fortbildung erscheinen. Wer eine Qualifikation als Mediator anstrebt, kann in der Regel auf die folgenden Weiterbildungsformen zurückgreifen:

  • Seminar
  • Wochenendkurs
  • Bildungsurlaub
  • Fernkurs
  • Studium

Die Weiterbildung zum Mediator per Fernstudium

Besonders vielversprechend und interessant erscheint für Berufstätige die Weiterbildung zum Mediator per Fernstudium. Flexibel und berufsbegleitend können sie so Mediation studieren und an der einen oder anderen Hochschule ein Master-Fernstudium Mediation absolvieren.

Fortbildung für Mediatoren

Auch für qualifizierte Mediatoren machen weitere Fortbildungen immer wieder Sinn, denn auf diese Art und Weise können sie ihre Kompetenzen erweitern und zugleich ihr Wissen aktualisieren. In Anbetracht der Tatsache, dass sich die Gesetzeslage durchaus ändern kann, ist es sinnvoll, nach einer geeigneten Fortbildung für Mediatoren Ausschau zu halten.

Mediator – Karriere und Gehalt

GehaltMediatoren werden im juristischen Umfeld ebenso wie in der Wirtschaft vielfach gebraucht und finden dort vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten vor. Darüber hinaus ergeben sich auch im privaten Umfeld interessante Aussichten. Als selbständiger Mediator kümmert man sich beispielsweise um Streitigkeiten zwischen Nachbarn oder widmet sich der Trennungs- und Scheidungsmediation. Je nach Vorbildung, Berufserfahrung, Qualifikation und Einsatzbereich bewegt sich das durchschnittliche Gehalt in der Mediation zwischen 24.000 Euro und 58.000 Euro brutto im Jahr.