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Weiterbildung in der Verwaltung

Eine Weiterbildung in der Verwaltung zielt in erster Linie auf einen beruflichen Aufstieg innerhalb des öffentlichen Dienstes ab. Wer beispielsweise für eine Behörde tätig ist und die nächste Stufe auf der Karriereleiter erklimmen möchte, wird oftmals mit einem umfassenden Anforderungsprofil konfrontiert, das neben einer gewissen Berufserfahrung auch verschiedene Qualifikationen vorsieht. Die Ausbildung dient lediglich als Basis, weshalb es diese durch Weiterbildungen zu ergänzen gilt. Unabhängig davon, auf welcher Ebene man tätig ist, ist eine Weiterbildung in der Verwaltung folglich immer die richtige Wahl. Allerdings stellt sich die Frage, für welche Weiterbildung man sich denn entscheiden soll, denn die Auswahl ist riesig.

Private Anbieter, Einrichtungen der Erwachsenenbildung, Verwaltungsinstitute und auch Hochschulen sind zuweilen lohnende Adressen bei der Suche nach einer passenden Weiterbildung in der Verwaltung. Unterschiedlichste Lehrgänge werden hier offeriert, so dass Interessierte möglicherweise den Überblick verlieren könnten. Um dem entgegenzuwirken, ist eine gewisse Recherche erforderlich. Zuvor sollten sich Interessierte jedoch fragen, was sie mithilfe einer Weiterbildung erreichen wollen. Wer dies im Hinterkopf hat, kann vollkommen unpassende Qualifizierungen direkt ausfiltern und sich die Suche nach der richtigen Weiterbildung erheblich vereinfachen. Erfahrungsberichte anderer Teilnehmer in Kombination mit dem ausführlichen Informationsmaterial des jeweiligen Anbieters schaffen dann die Grundlage für die Entscheidungsfindung.berufsqualifizierung

Seminare und andere Fortbildungen für den öffentlichen Dienst

Seminare und andere Qualifizierungsmaßnahmen mit dem Fokus Verwaltung findet man bei verschiedenen Anbietern. Die meisten Menschen aus dem öffentlichen Dienst haben jedoch einen Angestelltenlehrgang im Sinn. So ist beispielsweise ein Aufstieg vom Verwaltungsfachangestellten zum Verwaltungsfachwirt möglich. Seminare zu einzelnen Themen, wie zum Beispiel dem Besoldungsrecht, Kindergeld oder der Beamtenversorgung, haben ebenfalls ihre Daseinsberechtigung und sensibilisieren die Teilnehmer für einzelne Bereiche, die innerhalb der Verwaltung relevant sind.

seminarAuf der Suche nach der passenden Weiterbildung in der Verwaltung muss man allerdings differenzieren. Zunächst spielt es eine wesentliche Rolle, ob man Beamter oder Angestellter im öffentlichen Dienst ist. Außerdem ist hier zwischen dem technischen und nicht technischen Dienst zu differenzieren. Weiterhin macht der jeweilige Dienstgrad einen Unterschied. Im öffentlichen Dienst gibt es die folgenden Laufbahngruppen:

  • einfacher Dienst
  • mittlerer Dienst
  • gehobener Dienst
  • höherer Dienst

Auch diejenigen, die mit dem höheren Dienst die höchste Laufbahngruppe erreicht haben, sollten sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen, sondern stattdessen immer am Ball bleiben. Dies gelingt am besten mithilfe regelmäßiger Weiterbildungen.

Berufsbegleitendes Studium als Weiterbildung in der Verwaltung

Bestimmte Positionen innerhalb der Verwaltung des Bundes, der Länder oder der Kommunen erreicht man mit einer bloßen Weiterbildung nicht. Ab einem gewissen Punkt ist ein akademischer Abschluss absolut unerlässlich. Bevor man die Beamtenlaufbahn einschlägt, muss man somit gegebenenfalls ein entsprechendes Studium mit dem Bachelor beziehungsweise Master abschließen. Duale Beamtenausbildungen sind in der Verwaltung ebenfalls möglich und kombinieren die Ausbildung mit einem Studium. Diejenigen, die bereits in der Verwaltung Fuß gefasst haben, aber kein adäquates Studium vorweisen können, haben zuweilen die Chance, berufsbegleitend zu studieren. Die öffentliche Verwaltung unterhält vielerorts eigene Hochschulen, die eine wissenschaftliche Weiterbildung ermöglichen. Hin und wieder entscheiden sich Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst aber auch für ein berufsbegleitendes Studium in Eigenregie und liegen dann mit einem flexiblen Fernstudium in Recht, Verwaltungswissenschaft, Politik oder Government goldrichtig.

Weiterbildungsförderung im öffentlichen Dienst

WeiterbildungUnabhängig davon, ob es um ein Seminar, einen Fortbildungslehrgang oder ein berufsbegleitendes Studium geht, sind immer auch die damit verbundenen Kosten ein großes Thema, schließlich muss man nicht nur viel Zeit und Kraft, sondern auch Geld in einer Weiterbildung neben dem Beruf investieren. Je nach Weiterbildung und Anbieter können die Gebühren stark variieren und mitunter eine beträchtliche Summe ausmachen. Aus diesem Grund muss man erst einmal prüfen, ob man sich die Qualifizierung überhaupt leisten kann. Das feste Gehalt bietet zwar einen gewissen finanziellen Spielraum, doch in erster Linie müssen damit die laufenden Lebenshaltungskosten finanziert werden. Eine bequeme Ratenzahlung kommt den Weiterbildungsteilnehmern sehr entgegen, wobei eine Förderung selbstverständlich besonders reizvoll erscheint. Hier lohnt es sich, das Gespräch mit dem Vorgesetzten zu suchen und diesem den Weiterbildungswunsch darzulegen. Ist die angestrebte Qualifikation aus beruflicher Sicht von Vorteil, stehen die Chancen für eine Weiterbildungsförderung durch den Dienstherrn nicht schlecht. Nicht selten wird auch ein Angestelltenlehrgang bewilligt, der perfekt auf die Bedürfnisse in der öffentlichen Verwaltung abgestimmt ist.

Wenn es um eine Weiterbildung in der Verwaltung geht, sollte man sich ohnehin nicht scheuen, mit dem Vorgesetzten zu sprechen. Innerhalb des öffentlichen Dienstes existieren häufig mehr oder weniger starre Strukturen, so dass spezielle Anforderungen an Qualifizierungsmaßnahmen gestellt werden. Angestellte aus dem öffentlichen Dienst sowie Beamte, die beruflich weiter vorankommen und nach Möglichkeit eine Weiterbildungsförderung nutzen wollen, sollten dies stets im Blick haben und auf den Bedarf innerhalb des öffentlichen Dienstes achten.