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Weiterbildung Kfz-Meister

Kfz-Meister/innen beziehungsweise Kraftfahrzeugtechnikermeister/innen genießen im Umfeld der Fahrzeugtechnik ein hohes Ansehen. Der Meister im Kfz-Technikerhandwerk ist der höchste Abschluss, der hier im Handwerk erlangt werden kann. Danach kommt bestenfalls noch ein Studium beispielsweise der Fahrzeugtechnik in Betracht, das bestens zur zunehmenden Akademisierung passt. Zunächst sollten sich Interessierte der Qualifizierung zum/zur Kfz-Meister/in widmen und so einen Schritt nach dem anderen gehen.

Hier erfahren Interessierte viel Wissenswertes und können sich einen ersten Eindruck von der Weiterbildung zum/zur Kfz-Meister/in verschaffen. Auf dieser Grundlage können sie dann die richtige Entscheidung für ihre berufliche Zukunft treffen.

berufsqualifizierung

Berufsbild Kfz-Meister/in – Berufsaussichten und Verdienstmöglichkeiten

Kraftfahrzeugtechnikermeister/innen sind wichtige Schlüsselfiguren innerhalb des Kfz-Handwerks. Der Meister-Abschluss genießt hier seit jeher hohes Ansehen und übernimmt eine Führungsposition im Handwerksbetrieb. In der Kraftfahrzeugtechnik ist dies nicht anders, weshalb der Kfz-Meister beziehungsweise die Kfz-Meisterin eine verantwortungsvolle Position bekleidet. Die typischen Aufgaben liegen dabei im Bereich der Wartung und Reparatur von Kraftfahrzeugen.

Kfz-Meister/innen führen die Arbeiten einerseits selbst aus, delegieren andererseits aber auch viele Aufgaben. Dabei koordinieren sie die Prozesse und kontrollieren die korrekte und vorschriftsmäßige Ausführung. Weiterhin obliegen ihnen teilweise kaufmännische Aufgaben, die Kommunikation mit Kunden und Lieferanten sowie die Betreuung von Auszubildenden.

Kraftfahrzeugtechnikermeister/innen gehen einem sehr spannenden und verantwortungsvollen Beruf nach, der zugleich ihrer Passion für Kraftfahrzeuge gerecht wird. An Karrierechancen mangelt es zudem nicht, denn insbesondere in den folgenden Bereichen werden Kfz-Meister/innen gebraucht:

  • Kfz-Werkstätten
  • Autohäuser
  • Speditionen
  • Verkehrsbetriebe
  • Pannenhilfsdienste
  • Kfz-Sachverständigenbüros
  • Automobilindustrie

GehaltObwohl viele Kfz-Meister/innen ihren Beruf als Berufung empfinden, geht es selbstverständlich auch um den Broterwerb.

Die Verdienstmöglichkeiten sind daher ein nicht zu verachtender Faktor. Je nach Qualifikation, Erfahrung und Einsatzbereich kann es zwar Unterschiede geben, aber im Allgemeinen bewegt sich das durchschnittliche Gehalt zwischen rund 40.000 Euro und 60.000 Euro brutto im Jahr.

Per Weiterbildung Kfz-Meister/in werden

Die Qualifizierung als Kfz-Meister/in erfolgt nicht im Rahmen einer Ausbildung, sondern erfordert eine berufliche Weiterbildung. Dabei handelt es sich um eine anerkannte Fortbildung, die zum offiziellen Abschluss als Kraftfahrzeugtechnikermeister/in führt.

Um diese Qualifikation zu erlangen, besucht man typischerweise die Meisterschule der Handwerkskammer und absolviert die folgenden Teile:

  • Teil I – Fachpraktischer Teil
  • Teil II – Fachtheoretischer Teil
  • Teil III – Betriebswirtschaftlicher, kaufmännischer und rechtlicher Teil
  • Teil IV – Berufs- und arbeitspädagogischer Teil

Angehende Kfz-Meister/innen erhalten somit eine fundierte Qualifizierung, die ihnen kaufmännisches Know-How, Fachkompetenz in Sachen Kraftfahrzeugtechnik sowie eine Anerkennung als Ausbilder/in beschert. Auf diese Art und Weise sind sie bestens für anspruchsvolle Aufgaben im Kfz-Handwerk gewappnet.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Kfz-Meister-Weiterbildung

Die Vielseitigkeit sowie das hohe Ansehen machen den Abschluss als Kfz-Meister/in für Kraftfahrzeugmechatroniker/innen und andere Fachkräfte aus dem Kfz-Bereich überaus erstrebenswert. Bevor man aber die Anmeldung an der Meisterschule vornimmt, sollte man die Rahmenbedingungen ergründen. Diese können zwar teilweise variieren, aber zur groben Orientierung gibt es nachfolgend ein paar beispielhafte Eckdaten.

  • Voraussetzungen: abgeschlossene Ausbildung als Kraftfahrzeugmechatroniker/in oder in einem verwandten Beruf sowie einschlägige Berufspraxis
  • Dauer: je nach Lehrgangsform beispielsweise 6 bis 24 Monate
  • Kosten: beispielsweise 5.000 Euro bis 10.000 Euro

Welche Alternativen gibt es zur Weiterbildung zum/zur Kfz-Meister/in?

WeiterbildungWer beispielsweise die Ausbildung zum/zur Kraftfahrzeugmechatroniker/in erfolgreich abgeschlossen hat und nun ganz im Sinne des lebenslangen Lernens eine Fortbildung absolvieren möchte, kommt schnell auf die Idee, Kfz-Meister/in zu werden.

Im Rahmen der Entscheidungsfindung sollte man sich aber nicht zu schnell festlegen und beispielsweise auch die folgenden Fortbildungen berücksichtigen, da es sich durchaus um interessante Weiterbildungsalternativen handeln kann:

  • Betriebsmanager/in Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik
  • Kfz-Servicetechniker/in
  • Techniker/in der Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik
  • Techniker/in der Fachrichtung Elektromobilität
  • Karosserie- und Fahrzeugbauermeister/in
  • Zweiradmechanikermeister/in

Wie steht es um die Anerkennung der Weiterbildung zum/zur Kfz-Meister/in?

Absolventinnen und Absolventen der Meisterschule im Kfz-Handwerk verfügen über den bundesweit anerkannten und renommierten Kfz-Meister. An der Anerkennung bestehen hier keinerlei Zweifel, da es sich um den öffentlich-rechtlichen Abschluss einer Aufstiegsweiterbildung handelt.

Kfz-Meister/innen verfügen zudem über die allgemeine Hochschulreife. Erwähnenswert ist darüber hinaus, dass der Meister dem Bachelor gleichgestellt ist.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen für Kfz-Meister/innen?

In Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei dem Kfz-Meister um einen anerkannten Fortbildungsabschluss handelt, sollten Meister/innen im Kfz-Handwerk an ein berufsbegleitendes Studium denken. Dank des Meistertitels stellt die Zulassung kein Problem dar.

In Zeiten zunehmender Akademisierung lohnt es sich somit, nebenbei per Fernstudium oder anderweitigem Teilzeitstudium beispielsweise Mechatronik oder Fahrzeugtechnik zu studieren. So folgen sie dem lebenslangen Lernen, erlangen parallel zum Job einen akademischen Grad und können ihre Karriere vorantreiben.


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