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Weiterbildung für Maurer/-meister

Eine Weiterbildung für Maurer kann auf unterschiedlichste Art und Weise gestaltet werden. Wer den Maurerberuf erlernt hat und beruflich weiter vorankommen möchte, muss zu diesem Zweck keineswegs beruflich pausieren, denn der Markt hält zahlreiche berufsbegleitende Angebote bereit.

Dabei handelt es sich nicht nur um Wochenendseminare, sondern auch um Aufstiegsfortbildungen, die zu einem bundesweit renommierten Weiterbildungsabschluss führen. Selbst ein akademisches Studium ist berufsbegleitend möglich und bietet sich durchaus auch für Maurer an, die auf eine nachhaltige Karriere im Handwerk auf Führungsebene setzen.berufsqualifizierung

Der Beruf Maurer

Wer von Beruf Maurer ist, befasst sich im beruflichen Alltag vor allem mit der Herstellung von Mauerwerk sowie der Montage von Fertigteilen. Betonarbeiten gehören ebenfalls zum Aufgabenspektrum eines Maurers. Beschäftigungsmöglichkeiten ergeben sich mit diesen Kompetenzen vor allem in den folgenden Bereichen:

  • Fertighausbau
  • Betonbau
  • Hochbau
  • Sanierung
  • Modernisierung

Das Maurer-Gehalt

GehaltNeben dem Aufgabenspektrum, dem Maurer im beruflichen Alltag immer wieder begegnen, ist vor allem das Gehalt interessant. Wer sich für ein konkretes Berufsbild interessiert oder vielleicht bereits den betreffenden Beruf ergriffen hat, will im Allgemeinen auch wissen, was er verdienen kann.

Das durchschnittliche Maurer-Gehalt liegt zwischen 20.000 Euro und 36.000 Euro brutto im Jahr. Maurermeister verdienen dahingegen im Durchschnitt bis zu 48.000 Euro brutto jährlich. Dass sich eine Weiterbildung auch aus finanzieller Sicht lohnt, wird somit deutlich.

📌 Weiterbildung und Aufstiegsmöglichkeiten für Maurer

Nach der Ausbildung zum Maurer muss noch lange nicht Schluss sein, denn ausgebildeten Handwerkern eröffnen sich vor allem in Zusammenhang mit einer Weiterbildung interessante Aufstiegsmöglichkeit. So können sie sich beispielsweise auf einen Teilbereich des Maurerhandwerks spezialisieren und sich unter anderem als Betonfertigteilemontierer/in, Fertighausmonteur/in, Schornsteinbauer/in, Einschaler/in oder Betonsanierer/in qualifizieren.

Sowohl der Werkpolier im Hochbau und die CAD-Fachkraft im Fachbereich Bau als auch der Fachkaufmann in der Handwerkswirtschaft sowie der Technische Fachwirt sind gefragte Qualifikationen. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich aber natürlich der Techniker und der Meister. Beide Weiterbildungen werden im Folgenden näher erläutert.

Weiterbildung zum Maurermeister

WeiterbildungIn Zusammenhang mit einer Karriere im Handwerk denken auch die meisten Maurer sofort an den Meister. Über die Handwerkskammer kann man diesen renommierten Titel erlangen, der unter anderem auch die Ausbildereignung umfasst. Maurermeister übernehmen im Bauwesen verantwortungsvolle Führungsaufgaben und kümmern sich unter anderem um die fachmännische Beratung der Bauherren.

Weiterhin übernehmen sie die planerische und organisatorische Leitung von Bauvorhaben. Als Meister kann man nicht nur als Angestellter in einer Führungsposition tätig werden, sondern auch in die Selbständigkeit starten.

Maurer, die den Entschluss gefasst haben, sich zum Meister weiterzubilden, haben die Wahl zwischen den beiden folgenden Varianten:

  • geprüfte/r Polier/in – Hochbau
  • Maurer- und Betonbauermeister/in

Maurer-Weiterbildung zum Techniker

Alternativ bietet sich ebenfalls eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker an. In Vollzeit oder auch neben dem Beruf können Maurer die Fachschule besuchen und so eine berufliche Aufstiegsfortbildung mit interessanten Karrierechancen abschließen. Die staatliche Abschlussprüfung garantiert eine hohe Anerkennung und einen gleichbleibenden Anspruch. Üblicherweise werden eine abgeschlossene Ausbildung sowie eine einschlägige Berufserfahrung vorausgesetzt.

Gelernte Maurer, die bereits fest im Berufsleben stehen, erfüllen somit für gewöhnlich die Bedingungen und können einen der folgenden Techniker-Abschlüsse über eine Weiterbildung erreichen:

  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Bautechnik Schwerpunkt Hochbau
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Bautechnik Schwerpunkt Baubetrieb
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Bautechnik Schwerpunkt Bauerneuerung/Bausanierung
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Bautechnik Schwerpunkt Ausbau
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Bautechnik ohne Schwerpunkt
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Baudenkmalpflege und Altbauerneuerung

Seminare für Maurer

Einzelne Seminare können Maurern einen Einstieg in die berufsbegleitende Weiterbildung bieten oder auch den bereits erworbenen Weiterbildungsabschluss ergänzen. Der Vorteil eines Seminars besteht darin, dass man es flexibel auswählen kann. Auf diese Art und Weise befasst man sich nur mit Inhalten, die einem tatsächlich relevant erscheinen und kann neben dem Beruf wichtiges Fachwissen erwerben. Vielversprechende Seminarthemen können unter anderem sein:

  • Baumaschinenführungseminar
  • Trockenbau
  • Putz- und Stuckarbeiten
  • Arbeitssicherheit
  • Dämmung und Isolierung
  • Bausanierung

Als Maurer ein berufsbegleitendes Studium absolvieren

Eine akademische Ausbildung im Anschluss an eine handwerkliche Berufsausbildung erscheint nicht unbedingt naheliegend und wird daher auch von den meisten Maurern überhaupt nicht in Erwägung gezogen. Dies ist allerdings ein Fehler, denn immer mehr Hochschulen halten berufsbegleitende Studiengänge bereit, die auch für Berufstätige aus dem Mauerwerksbau interessant sein könnten.

Insbesondere wenn es darum geht, die Basis für Führungspositionen zu schaffen, kann beispielsweise ein Fernstudium mit dem Ziel Bachelor die perfekte Grundlage für eine Karriere im Management sein. Besondere Aufmerksamkeit sollte man den folgenden berufsbegleitenden Studiengängen widmen:

Wie hoch sind die Kosten für eine Weiterbildung als Maurer?

Wer als Maurer/in beruflich mehr erreichen möchte, kommt kaum um eine Weiterbildung herum und kann im Zuge dessen seine Qualifikation weiter ausbauen. Unabhängig davon, ob es um den Meister, Techniker oder einen anderen Weiterbildungsabschluss geht, haben Maurer mit Weiterbildungswunsch vielversprechende Karrierechancen sowie attraktive Verdienstmöglichkeiten im Sinn. Zunächst dürfen sie allerdings nicht vergessen, dass eine Weiterbildung als Maurer stets auch mit gewissen Kosten einhergeht.

Typischerweise werden dabei ein paar Tausend Euro fällig. Da kaum jemand einen solchen Betrag einfach so aufbringen kann, ist eine Ratenzahlung fast schon ein Muss. Zudem darf nicht außer Acht gelassen werden, dass es gewisse Möglichkeiten zur Finanzierung und Förderung gibt. Zu nennen ist hier beispielsweise das Meister-Bafög, Weiterbildungsstipendium oder auch der Bildungsgutschein.

Wo kann man als Maurer eine Weiterbildung machen?

Maurer/innen, die einen höheren beruflichen Abschluss anstreben, etwaige Wissenslücken schließen oder sich auf einen Fachbereich spezialisieren möchten, sowie all diejenigen, die ein akademisches Studium abschließen möchten, suchen vielfach erst einmal nach geeigneten Anbietern und werden dabei mit einer riesigen Auswahl konfrontiert. Je nach Qualifikationsziel kommen Fachschulen, Einrichtungen der Erwachsenenbildung, Fernschulen, die Handwerkskammern und auch Hochschulen als Anbieter einer Maurer-Weiterbildung infrage.

Kurztipp: Beratung bei der Handwerkskammer oder beim Arbeitsamt in Anspruch nehmen!

In Anbetracht der Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten können ambitionierte Maurermeister/innen leicht den Überblick verlieren. Dadurch ist es ihnen nahezu unmöglich, eine bewusste Wahl zu treffen, was wiederum zu Beeinträchtigungen auf dem Karriereweg führen kann. Es ist daher wichtig, den Überblick zu behalten und möglichst objektiv zu bleiben. Zu diesem Zweck ist es ratsam, verfügbare Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen.

Wenn es um Fragen rund um den Beruf und weitere Qualifizierungen geht, sind Maurermeister/innen bei der Handwerkskammer stets an der richtigen Adresse. Diese berät die Ratsuchenden gerne und zeigt ihnen verschiedene Möglichkeiten auf. Ansonsten lohnt sich auch ein Beratungstermin beim Arbeitsamt. Das Arbeitsamt wirft einen Blick von außen auf das Maurerhandwerk und betrachtet die Weiterbildungsmöglichkeiten stets unter Berücksichtigung der aktuellen Lage und künftigen Aussichten auf dem Arbeitsmarkt.

Informationen sammeln rund um die Weiterbildungsmöglichkeiten für Maurermeister/innen

Maurermeister/innen haben eine abgeschlossene Ausbildung und eine anerkannte Fortbildung vorzuweisen, so dass es an ihrer Qualifizierung keinen Zweifel gibt. Um auf dem Laufenden zu bleiben, sich weiterzuentwickeln und weiter aufzusteigen sollten sie aber dennoch dem lebenslangen Lernen folgen. Wer dies versucht, wird zunächst überschüttet mit Weiterbildungsmöglichkeiten. Hier ist ein gezieltes Vorgehen erforderlich. Zunächst sollten sich Interessierte fragen, ob ihnen ein Seminar zur Spezialisierung reicht oder ob sie beispielsweise mithilfe eines Studiums einen akademischen Grad anstreben.

Unabhängig von der Grundsatzentscheidung, welche Weiterbildungsart es sein soll, müssen Maurermeister/innen eine konkrete Wahl treffen. Dazu sollten sie Informationen im Internet sammeln und bei verschiedenen Anbietern das kostenlose Informationsmaterial anfordern. Anhand der so gewonnenen Erkenntnisse und der vorliegenden Unterlagen kann man dann die Weichen für die weitere berufliche Zukunft stellen.

Welche Alternativen gibt es zum Maurer-Meister?

Wenn es um aussichtsreiche Weiterbildungen für Maurer und Maurerinnen geht, ist schnell vom Meister die Rede. Der Besuch der Meisterschule ist ohne Frage sehr vielversprechend, aber längst nicht die einzige Option. Über die Handwerkskammer und andere Institutionen können ambitionierte Maurer alternativ auch die folgenden Fortbildungen ins Auge fassen:

  • Bautechniker/in
  • Technische/r Fachwirt/in
  • Fachmann/-frau für kaufmännische Betriebsführung HwO
  • Techniker/in für Baudenkmalpflege und Altbauerneuerung

Darüber hinaus ist ein berufsbegleitendes Studium ebenfalls eine spannende Option, die bestens zur zunehmenden Akademisierung passt und nebenbei zum Bachelor oder Master in beispielsweise Baumanagement, Immobilienwirtschaft oder Architektur führen kann.

Achtung! Zwei Tipps aus der Redaktion

Maurer/innen, die sich weiterbilden möchten, weil sie ihren Beruf lieben und zugleich Karriere machen wollen, haben oftmals die Qual der Wahl. Hier die richtige Entscheidung zu treffen, ist alles andere als leicht. Daher gibt es unterstützend die folgenden Tipps aus der stzgd.de-Redaktion, die einen Beitrag zur Orientierung leisten sollen.

Vergleichen Sie die verschiedenen Meister-Weiterbildungen für Maurer!

Dass eine Meister-Weiterbildung für Maurer besonders naheliegend ist, ist nicht verwunderlich. Trotz diverser Alternativen genießt vor allem der Meisterabschluss im Handwerk ein hohes Ansehen.

Interessierte sollten allerdings vor der Anmeldung für die Meisterschule wissen, dass sie als ausgebildete Maurer/innen die folgenden Optionen haben:

  • Maurermeister/in
  • Betonbauermeister/in
  • Industriemeister/in – Polier

Spezialisieren Sie sich innerhalb des Maurerhandwerks!

Die Ausbildung zum Maurer vermittelt die Grundlagen des traditionellen Handwerks und auch anschließende Weiterbildungen zielen zumeist darauf ab, versierte Allrounder hervorzubringen. Ein exzellentes Beispiel dafür ist der Maurermeister. Zugleich können Qualifizierungen aber auch dazu genutzt werden, sich einen gewissen Expertenstatus zu erarbeiten.

Als Maurer/in kann man sich beispielsweise auf den Hochbau, Tiefbau, Baubetrieb, die Bausanierung oder auch das Baumanagement konzentrieren.


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