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Weiterbildung Biologielaborant

Wer über eine Weiterbildung als Biologielaborant nachdenkt, ist üblicherweise in seinem Beruf grundsätzlich zufrieden, will sich aber fachlich weiterentwickeln und zuweilen Karriere machen. Angesichts des hohen Anspruchs in der Biotechnologie liegt es nahe, hin und wieder an Fortbildungen teilzunehmen, um das vorhandene Wissen zu aktualisieren oder zu erweitern. Insbesondere für Biologielaboranten, die auf der Karriereleiter aufsteigen wollen, ist eine Fortbildung absolut unverzichtbar.

Eine interessante Gelegenheit zur Weiterbildung können Seminare zu einzelnen Themen sein. So kann man neben dem Beruf einen Lehrgang besuchen, dessen Inhalte konkrete Bezüge zur ausgeübten Berufstätigkeit herstellen.berufsqualifizierung

📌 Berufsbild Biologielaborant – Tätigkeiten und Gehalt

Noch bevor es um weitere Qualifikationen geht, sollte man sich zunächst mit dem Beruf des Biologielaboranten sowie dessen Karrierechancen auseinandersetzen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Angehörige dieses Berufs im Labor tätig sind und sich dort der Untersuchung an Zellkulturen, Mikroorganismen und Pflanzen widmen.

Zuweilen werden auch Untersuchungen an Tieren durchgeführt. Die wesentlichen Tätigkeiten bestehen aus Beobachtungen, Kontrollen, Dokumentationen und Durchführung von Versuchen. Darüber hinaus obliegt ihnen ebenfalls die Auswertung der Versuchsergebnisse.

In den folgenden Bereichen sind entsprechende Kompetenzen besonders gefragt und folglich aussichtsreiche Beschäftigungsmöglichkeiten gegeben:

  • öffentliches Gesundheitswesen
  • Forschung
  • Lebensmittelproduktion
  • medizinische und biologische Labore
  • Herstellung biotechnischer Produkte
  • angewandte Medizin
  • Pharma-Industrie
  • Krankenhäuser
  • Kosmetik-Industrie

GehaltDas Gehalt als Biologielaborant/in ist selbstverständlich ebenfalls von großem Interesse. Zahlreiche Faktoren üben mehr oder weniger großen Einfluss auf die Verdienstmöglichkeiten aus, so dass das konkrete Einkommen je nach Qualifikation, Berufserfahrung, Position und Branche schwankt. Das durchschnittliche Gehalt eines Biologielaboranten bewegt sich zwischen 24.000 Euro und 40.000 Euro brutto im Jahr.

Die Ausbildung zum Biologielaborant

All diejenigen, die Gefallen am Berufsbild des biologischen Laboranten finden und diesen Beruf ergreifen möchten, müssen die betreffende Ausbildung absolvieren. Mitunter kann man zwar auch per Umschulung Biologielaborant werden, doch dies ist eher die Ausnahme. Üblicherweise erfolgt die Berufsausbildung in der Industrie über einen Zeitraum von 3,5 Jahren und ist demnach als duale Ausbildung konzipiert.

Wesentliche Ausbildungsinhalte sind dabei unter anderem:

  • Anatomie
  • Zoologie
  • Chemie
  • Biologie
  • Physik
  • Genetik
  • Toxikologie
  • Botanik
  • Mikrobiologie
  • Pharmakologie
  • Zellbiologie
  • Labortechnik

Weiterbildungsmöglichkeiten für Biologielaboranten

WeiterbildungAusgebildete Laboranten können sich auf unterschiedlichste Art und Weise fachlich weiterentwickeln. Wer als Biologielaborantin aufsteigen will, sollte sich daher mit den zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten befassen, um die jeweils passende Fortbildung zu finden.

Einzelne Seminare lassen sich in der Regel gut mit dem Beruf vereinbaren und bringen den Teilnehmern spezielle Themen näher, so dass man seine Qualifizierung mehr oder weniger individuell gestalten kann. Im Gegensatz dazu hat ein renommierter Fortbildungsabschluss natürlich auch seinen Reiz und kann der Karriere einen ordentlichen Schub geben.

Die Weiterbildung zum Biotechniker

Die Weiterbildung zum Biotechniker liegt für viele Laboranten nahe und tritt gewissermaßen als logische Fortsetzung der Ausbildung in Erscheinung. An entsprechenden Fachschulen kann man die Qualifizierung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Biotechnik in Voll- oder auch Teilzeit absolvieren und muss dafür in der Regel zwei bis vier Jahre einkalkulieren. Biotechniker sind in erster Linie für die Planung, Durchführung und Auswertung biotechnologischer Analysen zuständig.

Die Weiterbildung zum Labortechniker

Als Biologielaborant sollte man zudem auch die Weiterbildung zum Labortechniker in Erwägung ziehen. Die berufliche Fortbildung findet ebenfalls an Fachschulen statt und führt zum Abschluss als staatlich geprüfter Techniker der Fachrichtung Umweltschutztechnik mit dem Schwerpunkt Labortechnik.

Die Weiterbildung zum Industriemeister

Nicht außer Acht lassen sollte man außerdem die Möglichkeit, sich zum Industriemeister weiterbilden zu lassen. Gleich mehrere Fachrichtungen kommen in diesem Zusammenhang infrage und weisen gewisse Bezüge zur beruflichen Praxis auf. Ganz besonders trifft dies auf die Fachrichtungen Chemie und Pharmazie zu.

Das berufsbegleitende Studium für Biologielaboranten

Wer als Biologielaborant beruflich weiter vorankommen möchte und aus diesem Grund nach einer angesehenen Bildungsmaßnahme Ausschau hält, muss sich nicht auf die üblichen Fortbildungsangebote beschränken, sondern sollte auch ein Studium in Erwägung ziehen. Eine akademische Ausbildung mit dem Ziel Bachelor oder Master führt die Studierenden zu einem international anerkannten Hochschulabschluss.

Zugleich erwirbt man umfassende Kompetenzen und Fachwissen auf wissenschaftlichem Niveau. Vielversprechende Studiengänge sind unter anderem:

  • Biologie
  • Biotechnologie
  • Life Sciences
  • Biowissenschaften
  • Biomedizin
  • Chemische Biologie
  • Molekularbiologie
  • Bioingenieurwesen

Im Rahmen einer berufsbegleitenden Qualifizierung bietet sich dabei ein berufsbegleitendes Studium in besonderem Maße an. Auf diese Art und Weise kann man nach wie vor seinem Beruf nachgehen und parallel beispielsweise ein Abendstudium oder Fernstudium absolvieren. Das duale Studium in Kombination mit der Ausbildung kann ebenfalls eine Option sein und sorgt für eine aussichtsreiche Doppelqualifikation.

Welche Voraussetzungen gelten für eine Weiterbildung für Biologielaborant/innen?

Gut zu wissen!Biologielaboranten beziehungsweise Biologielaborantinnen, die mehr aus sich machen und auf der Karriereleiter aufsteigen möchten, bringen mit dem Willen dazu, bereits eine erste wichtige Voraussetzung mit, denn ohne Engagement und Ehrgeiz ist jede Qualifizierung zum Scheitern verurteilt.

Darüber hinaus dürfen die formalen Voraussetzungen nicht außer Acht gelassen werden. Grundsätzlich gibt es zwar von Weiterbildung zu Weiterbildung Differenzen, aber als ausgebildete/r und berufserfahrene/r Biologielaborant/in dürfte man mit der Zulassung keine allzu großen Probleme bekommen.

Wie hoch sind die Kosten für eine Weiterbildung als Biologielaborant?

Anbieter in staatlicher und privater Trägerschaft offerieren gleichermaßen interessante Weiterbildungen für Biologielaboranten. Während staatliche Anbieter öffentlich gefördert werden, müssen sich private Einrichtungen über die Teilnehmerentgelte finanzieren. Dass sich aus diesem Umstand recht unterschiedliche Kosten für eine Biologielaboranten-Weiterbildung ergeben, liegt folglich auf der Hand.

Wo kann man als Biologielaborant eine Weiterbildung machen?

Je nachdem, ob man sich als Biologielaborant/in zum Biotechniker, Labormeister oder Labortechniker weiterbilden lassen oder Biotechnologie studieren möchte, kommen unterschiedliche Anbieter infrage. Es ist folglich entscheidend, welche konkreten Ziele man verfolgt. Hat man diesbezüglich eine Entscheidung getroffen, kann die Recherche nach geeigneten Anbietern beginnen. Dabei handelt es sich in der Regel um Fachschulen, private Weiterbildungseinrichtungen und Hochschulen.

Welche Förderungen können Teilnehmende an einer Weiterbildung für Biologielaboranten erhalten?

Als Biologielaborant/in verfügt man dank seiner Ausbildung über ein solides Fundament, auf dem man aufbauen kann. Regelmäßige Weiterbildungen sind aber dennoch enorm wichtig und sollten auf keinen Fall am Geld scheitern. Für viele Interessierte stellt sich daher die Frage nach möglichen Förderungen.

Zunächst lohnt es sich mitunter, den Arbeitgeber anzusprechen. Ansonsten kann man einen Bildungsgutschein, ein Stipendium oder andere Förderungen erhalten. Die Rahmenbedingungen stellen sich dabei sehr unterschiedlich dar, weshalb es einer zielgerichteten Recherche bedarf. Wer diesen Aufwand hinnimmt, hat zuweilen gute Chancen auf eine Förderung und muss sich dann nicht mehr allzu sehr um die Finanzierung sorgen.

Achtung! Zwei Tipps aus der Redaktion

Biologielaboranten, die sich mit dem Thema Weiterbildung befassen, haben oftmals viele Fragen, die sich längst nicht nur um das liebe Geld drehen. Die Suche nach der richtigen Qualifizierung ist hier eine der zentralen Herausforderungen. Die folgenden Tipps aus der stzgd.de-Redaktion sollen Biologielaboranten in dieser schwierigen Phase unterstützen und dazu beitragen, dass sie die richtigen Weichen für ihre berufliche Zukunft stellen können.

Fassen Sie auch Weiterbildungen ähnlicher Berufe ins Auge!

In der Praxis bietet es sich immer wieder an, nicht nur spezielle Weiterbildungsangebote für Biologielaboranten zu betrachten. Neben der Biologie gibt es beispielsweise noch weitere Naturwissenschaften wie die Chemie und die Physik, die ebenfalls spannende Karrieremöglichkeiten bereithalten.

Als Biologielaborant/in sollte man auf der Suche nach passenden Weiterbildungen folglich auch an ähnliche Berufe denken und somit die folgenden Berufsbilder im Hinterkopf haben:

  • Biologisch-technische/r Assistent/in
  • Chemielaborant/in
  • Umweltschutztechnische/r Assistant/in
  • Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in
  • Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in

Denken Sie über Alternativen zu klassischen Weiterbildungen für Biologielaboranten nach!

Es muss aber auch nicht unbedingt eine Weiterbildung im klassischen Sinne sein. Im Rahmen von Seminaren, Kursen und Fortbildungen können Biologielaboranten weitere Qualifikationen sammeln und so weiter vorankommen. All diejenigen, die um die zunehmende Akademisierung wissen, dürften auch an einem berufsbegleitenden Studium Gefallen finden.

Vor allem die folgenden Fächer bieten sich hier in besonderem Maße an:

  • Biologie
  • Biotechnologie
  • Life Sciences
  • Chemieingenieurwesen
  • Biotechnik

Um eine gute Vereinbarkeit mit Beruf und/oder Familie zu erreichen, können Biologielaboranten beispielsweise ein Fernstudium, Abendstudium oder anderweitiges Teilzeitstudium absolvieren.


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