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Rechtsanwaltsfachangestellte/r Weiterbildung

Wer als Rechtsanwaltsfachangestellte eine Weiterbildung in Angriff nehmen und so seine Karrierechancen nachhaltig verbessern will, hat oftmals die Qual der Wahl. Diverse Abschlüsse, Seminare und sogar berufsbegleitende Studiengänge bieten sich je nach Interesse und Karriereplanung an. Im Anschluss an die dreijährige Berufsausbildung ergeben sich somit vielfältige Möglichkeiten, sich aufbauend auf der vorhandenen Erfahrung beruflich weiterzuentwickeln. Die Rechtswissenschaften bieten ein breites Spektrum und sind in zahlreichen Bereichen gefragt. Neben Rechtsanwälten haben auch Unternehmensberatungen, Behörden sowie große Unternehmen Bedarf an juristisch qualifizierten Mitarbeitern.berufsqualifizierung

Berufschancen als Rechtsanwaltsfachangestellte/r

Als Rechtsanwaltsfachangestellter verfügt man somit über vielversprechende Berufsaussichten. Man muss also kein Rechtsanwalt sein, um im juristischen Bereich Karriere machen zu können, schließlich werden auch Fachkräfte benötigt, die den Juristen zur Hand gehen und die Bürokommunikation, Verwaltung sowie Organisation übernehmen. Für die folgenden Tätigkeiten sind sie dank ihrer Ausbildung geradezu prädestiniert:

  • Betreuung von Mandanten
  • Vorbereitung von Vertragsentwürfen
  • Schriftstücke ausarbeiten
  • Kalkulation von Gebühren und Forderungen
  • Abwicklung von Zahlungsvorgängen
  • Koordination der Termine
  • Akten anlegen und bearbeiten
  • Besprechungen vorbereiten und organisieren
  • Erledigung der Korrespondenz

Rechtsanwaltsfachangestellte müssen demnach einerseits im juristischen Bereich bewandert sein und andererseits Verwaltungsaufgaben kompetent ausführen können. Mit dem entsprechenden Fachwissen finden sie in den folgenden Bereichen interessante Beschäftigungsmöglichkeiten vor:

  • Rechtsanwaltskanzleien
  • Versicherungen
  • Handelskonzerne
  • Banken
  • Inkassobüros
  • Wirtschaftsprüfung

Gehalt als Rechtsanwaltsfachangestellte

Gehalt

Bei der Berufswahl kommt es für viele Menschen nicht allein auf ein spannendes Betätigungsfeld an, schließlich ist auch das Gehalt von großem Interesse, da es sich dabei um das Einkommen zur Sicherung des Lebensunterhalts handelt. Die Tatsache, dass verschiedene Faktoren Einfluss auf den konkreten Verdienst ausüben, macht es schwer, vorab genaue Angaben zu machen. Im Durchschnitt liegt das Gehalt eines beziehungsweise einer Rechtsanwaltsfachangestellten zwischen 18.000 Euro und 23.000 Euro brutto im Jahr. Dass sich eine Weiterbildung finanziell lohnt, zeigt der Umstand, dass beispielsweise Rechtsfachwirte durchschnittlich bis zu 42.000 Euro brutto im Jahr verdienen.

Als Rechtsanwaltsfachangestellte die Weiterbildung zum Rechtspfleger absolvieren

Eine klassische Weiterbildung zum Rechtspfleger gibt es auch für Rechtsanwaltsfachangestellte nicht, da die Rechtspflege eine Ausbildung in Form eines dreijährigen Studiums als Vorbereitungsdienst erfordert. Als Rechtsanwaltsfachangestellte bringt man aber gute Voraussetzungen für eine Laufbahn als Rechtspfleger mit und kann darauf aufbauen. Als Rechtspfleger übernimmt man an Gerichten und Staatsanwaltschaften die im Rechtspflegergesetz definierten Aufgaben und ist als Beamter im gehobenen Justizdienst tätig.

Weiterbildung zum Gerichtsvollzieher als Rechtsanwaltsfachangestellte

Wer sich beruflich verändern und gleichzeitig dem juristischen Bereich treu bleiben will, findet mitunter mit der Weiterbildung zum Gerichtsvollzieher seine Erfüllung. Auch wenn Gerichtsvollzieher bei den meisten Menschen nicht gerade gern gesehen sind, übernehmen sie bedeutsame Aufgaben und leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung von gerichtlichen Urteilen und Beschlüssen.

Als Rechtsanwaltsfachangestellte per Weiterbildung zum Rechtsfachwirt

WeiterbildungDer Rechtsfachwirt ist eine gefragte berufliche Weiterbildung für Rechtsanwaltsfachangestellte und qualifiziert diese für leitende Aufgaben in der Rechtsanwaltskanzlei. Die bundesweit einheitlich geregelte Weiterbildungsprüfung genießt in der Branche ein hohes Ansehen und kann erfolgreichen Absolventen so manche Tür öffnen, wenn es um eine verantwortungsvolle und eigenständige Tätigkeit geht.

Weiterbildung zur Justizfachangestellten für Rechtsanwaltsfachangestellte

Wer als Rechtsanwaltsfachangestellter die Qualifikation als Justizfachangestellter erlangen will, wird diesbezüglich keine adäquate Weiterbildung finden, da es sich um einen klassischen Ausbildungsberuf handelt. Eine weitere Berufsausbildung ist daher erforderlich für all diejenigen, die bei der Staatsanwaltschaft, in einer Kanzlei oder bei Gericht als Justizfachangestellte tätig werden möchten. Alternativ besteht mitunter die Möglichkeit einer Umschulung.

Seminare für Rechtsanwaltsfachangestellte

Zusätzliche Qualifikationen können Rechtsanwaltsfachangestellte auch abseits der klassischen Weiterbildungen erwerben, indem sie neben dem Beruf Seminare besuchen. Einzelne Themen können im Zuge dessen genauer beleuchtet werden, wodurch Rechtsanwalts- und Notariatsfachangestellte sich weiteres Fachwissen aneignen können. Ein solches Seminar kann beispielsweise eines der folgenden Themen behandeln:

  • Finanz- und Rechnungswesen
  • Bürokommunikation
  • Sachbearbeitung
  • Sekretariat
  • Korrespondenz

Fernstudium für Rechtsanwaltsfachangestellte

Rechtanwalts- und Notariatsfachangestellte können mitunter auch den Wunsch haben, neben dem Beruf zu studieren und ihr juristisches Fachwissen so auf ein wissenschaftliches Niveau zu heben. Wer weiterhin berufstätig bleiben möchte, hat allerdings keine Chance, ein klassisches Jurastudium inklusive Staatsexamen und Referendariat zu absolvieren. Nichtsdestotrotz kann ein berufsbegleitendes Studium beispielsweise in Form eines Fernstudiums eine interessante Option zur Weiterbildung sein. Je nach Studiengang zielt das Fernstudium dann auf den Bachelor of Laws, Master of Laws, Bachelor of Arts, Master of Arts oder MBA ab. Von besonderem Interesse können die folgenden Studiengänge sein:

Welche Voraussetzungen gelten für eine Weiterbildung für Rechtsanwaltsfachangestellte?Gut zu wissen!

Spezielle Weiterbildungen für Rechtsanwaltsfachangestellte setzen im Allgemeinen die abgeschlossene Berufsausbildung voraus und bauen inhaltlich auf dieser auf. Mitunter besteht aber auch die Möglichkeit, das Fehlen des Berufsabschlusses durch umfassende Berufspraxis auszugleichen. Ob und inwiefern die Möglichkeit dazu besteht, muss im Einzelfall erörtert werden. Andere Qualifizierungen weisen weniger strenge Zulassungsbedingungen auf und stehen auch Angehörigen anderer Berufe offen. Abgesehen von den Formalitäten ist auch die persönliche Eignung zu nennen, denn nur wer Interesse an juristischen Sachverhalten hat, diszipliniert und motiviert ist und ein gewisses Organisationsgeschick an den Tag legt, kann eine Weiterbildung erfolgreich meistern.

Wie hoch sind die Kosten für eine Weiterbildung als Rechtsanwaltsfachangestellte/r?

Während der Schulzeit und der Berufsausbildung muss man sich in der Regel keine Gedanken über etwaig entstehende Kosten machen, denn diese Bildung ist üblicherweise mit keinen Gebühren verbunden. Dies ändert sich aber, wenn es um eine berufliche Weiterbildung geht. Als Rechtsanwaltsfachangestellte mit ambitionierten Karriereplänen muss man sich also fragen, wie hoch die Weiterbildungskosten sind. Je nach Anbieter gibt es hier große Unterschiede. Von einem drei- bis vier- oder sogar fünfstelligen Betrag muss man aber gemeinhin ausgehen.

Wo kann man als Rechtsanwaltsfachangestellter eine Weiterbildung machen?

Als Anbieter von Rechtsanwaltsfachangestellten-Weiterbildungen kommen unterschiedlichste Institutionen in Betracht. Grundsätzlich sind hier die IHK, die Fachschulen sowie die Anwaltskammern zu nennen. Darüber hinaus existieren noch einige auf juristische Weiterbildungen spezialisierte Anbieter, die sich gleichermaßen an Rechtsanwälte und Rechtsanwaltsfachangestellte richten.


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