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Weiterbildung Heilpädagogik

Mit einer Weiterbildung im Bereich Heilpädagogik kann man nicht nur den eigenen Karriereweg beeinflussen, sondern zugleich dazu beitragen, dass Menschen mit besonderem Förderbedarf beste Bedingungen vorfinden, denn genau darum geht es in der Heilpädagogik. All diejenigen, die darin ihre Erfüllung sehen und zugleich Karriere machen möchten, liegen mit einer heilpädagogischen Weiterbildung goldrichtig. Da es diesbezüglich aber nicht nur eine Option gibt, sollte zunächst eine sorgfältige Auswahl getroffen werden. In Anbetracht der Tatsache, dass man eine Entscheidung fürs Leben trifft, sollte man einen gewissen Rechercheaufwand nicht scheuen, die technischen Möglichkeiten des Internets nutzen und außerdem das kostenlose Informationsmaterial bei verschiedenen Anbietern unverbindlich anfordern.berufsqualifizierung

Die Heilpädagogik als eigenständige Disziplin der Pädagogik

Noch bevor es um konkrete Qualifizierungsmaßnahmen auf dem Gebiet der Heilpädagogik geht, bietet es sich an, die Heilpädagogik genauer unter die Lupe zu nehmen. Diese präsentiert sich als eigenständige Disziplin der Pädagogik, die sich auf Menschen mit besonderem Förderbedarf konzentriert. Die Bildung und Erziehung entsprechender Klienten jeglichen Alters steht hier an. Der besondere Förderbedarf kann einer körperlichen oder auch geistigen Beeinträchtigung geschuldet sein. Psychische und soziale Probleme können ebenfalls Anlass dafür geben, dass eine heilpädagogische Betreuung angezeigt ist. Es geht also nicht um die allgemeine Erziehung und Bildung, sondern um eine Rücksichtnahme auf die jeweiligen Stärken und Schwächen. Dass hier besondere Fachkompetenz gefordert ist, zeigt sich rasch und liefert die Daseinsberechtigung für die Heilpädagogik als eigenständige Disziplin.

Weiterbildungsmöglichkeiten in der Heilpädagogik

WeiterbildungDass die Heilpädagogik ein spannendes Fach ist, das zudem hilft, verschiedenen Menschen mehr Lebensqualität zu schenken, lässt sich nicht von der Hand weisen und erklärt die hohe Nachfrage nach entsprechenden Qualifizierungen. Der hohe Bedarf an heilpädagogischen Fachkräften leistet ebenfalls seinen Beitrag dazu. Die Weiterbildungsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Heilpädagogik kommen allerdings recht facettenreich daher, wodurch sich interessierte Laien mitunter schwertun, den Überblick zu behalten. Grundsätzlich ist eine Weiterbildung Heilpädagogik aber ohnehin vor allem für bereits qualifizierte pädagogische Fachkräfte zu empfehlen, die ihr Qualifikationsprofil schärfen möchten. Mitunter sollten diese auch das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen oder auf andere Art und Weise in Erfahrung bringen, welche Qualifikation besonders gefragt und somit aussichtsreich ist.

Fortbildungen für Heilpädagogen

Die grundlegende Qualifikation als Heilpädagoge erfolgt im Rahmen einer beruflichen Weiterbildung an einer entsprechenden Fachakademie oder Fachschule und kann pädagogischen Fachkräften durchaus als vielversprechende Fortbildung dienen. All diejenigen, die diese Weiterbildung zum Heilpädagogen beziehungsweise zur Heilpädagogin erfolgreich absolviert oder eine Heilerziehungspfleger-Ausbildung und bereits einiges an Berufserfahrung gesammelt haben, können darauf aufbauen und beispielsweise die folgenden Fortbildungen ins Auge fassen:

  • Fachwirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen
  • Betriebswirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen
  • Fachkraft für heilpädagogisches Reiten
  • Fachwirt/in im Erziehungswesen

Seminare im Bereich Heilpädagogik

seminarWeiterbildungen, die mit der Heilpädagogik in Zusammenhang stehen, müssen nicht zwingend als Lehrgänge mit höherem Berufsabschluss konzipiert sein. Seminare eignen sich ebenfalls bestens zur Aktualisierung beziehungsweise Erweiterung des fachlichen Wissens und können sich zum Beispiel mit den folgenden Themen auseinandersetzen:

  • Erziehungsberatung
  • Pflege
  • Frühförderung
  • Tiergestützte Förderung
  • Sprachentwicklung
  • Motorik
  • Lernbehinderungen
  • Körperbehinderungen
  • Sonderpädagogische Diagnostik
  • Verhaltensstörungen
  • Geistige Behinderungen
  • Motopädie
  • Psychomotorik
  • Entspannungsmethoden
  • Supervision
  • Kommunikation

Weiterbildung Heilpädagogik per Fernkurs

Seminare und anderweitige Lehrgänge, die der Weiterbildung im Bereich Heilpädagogik dienen, vermitteln gleichermaßen theoretisches Fachwissen und praktische Kompetenzen, weshalb regelmäßige Präsenzen vor Ort ein absolutes Muss sind. Für Teilnehmer/innen, die einer einschlägigen Tätigkeit nachgehen und auch eine adäquate Ausbildung vorweisen können, sind diese aber zuweilen entbehrlich. Hier kommt dann die eine oder andere Weiterbildung per Fernkurs ins Spiel, die zeitlich und örtlich unabhängig absolviert werden kann und so eine optimale Vereinbarkeit mit dem Beruf bietet.

Nicht wenige Anbieter bezeichnen ihre Fernlehrgänge auch als Fernstudien und erwecken so den Eindruck einer wissenschaftlichen Qualifizierung inklusive Studienabschluss. Damit können simple Fernlehrgänge jedoch nicht dienen, die eher mit Seminaren gleichzusetzen sind.

Berufsbegleitendes Studium Heilpädagogik

Eine Weiterbildung in Form eines Studiums ist durchaus möglich, denn auf dem Gebiet der Heilpädagogik ist das berufsbegleitende Studium ein großes Thema. Per Fernstudium, Abendstudium oder anderweitigem Teilzeitstudium kann man berufsbegleitend studieren und den Bachelor oder Master als akademischen Grad mit internationaler Anerkennung erlangen. Für ein solches Studium im heilpädagogischen Umfeld kommen vor allem die folgenden Studiengänge in Betracht:

  • Heilpädagogik
  • Sonderpädagogik
  • Frühförderung
  • Gesundheitsförderung
  • Rehabilitation
  • Pflegepädagogik
  • Therapiewissenschaften
  • Sozialmanagement

Berufliche Perspektiven und Verdienstmöglichkeiten in der Heilpädagogik

Heilpädagoginnen und Heilpädagogen sind im Sozialwesen sowie im Gesundheitssektor gefragte Fachkräfte, die die Betreuung und Förderung von Menschen mit besonderem Förderbedarf erst möglich machen. Insbesondere in den folgenden Bereichen ergeben sich spannende Beschäftigungsmöglichkeiten:

  • Behindertenhilfe
  • Pflegeeinrichtungen
  • Beratungsstellen
  • Kindergärten
  • Schulen
  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Reha-Einrichtungen
  • Kliniken und Krankenhäuser
  • Wohnheime
  • Therapiezentren

Durch die eine oder andere Weiterbildung kann der Aufstieg auf der Karriereleiter noch gefördert werden. Dies wirkt sich unter anderem auch auf die Verdienstmöglichkeiten aus. Grundsätzlich kann sich das durchschnittliche Gehalt beispielsweise zwischen 24.000 Euro und 36.000 Euro brutto im Jahr bewegen.


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