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Weiterbildung Heilpädagogik

Mit einer Weiterbildung im Bereich Heilpädagogik kann man nicht nur den eigenen Karriereweg beeinflussen, sondern zugleich dazu beitragen, dass Menschen mit besonderem Förderbedarf beste Bedingungen vorfinden, denn genau darum geht es in der Heilpädagogik. All diejenigen, die darin ihre Erfüllung sehen und zugleich Karriere machen möchten, liegen mit einer heilpädagogischen Weiterbildung goldrichtig.

Da es diesbezüglich aber nicht nur eine Option gibt, sollte zunächst eine sorgfältige Auswahl getroffen werden. In Anbetracht der Tatsache, dass man eine Entscheidung fürs Leben trifft, sollte man einen gewissen Rechercheaufwand nicht scheuen, die technischen Möglichkeiten des Internets nutzen und außerdem das kostenlose Informationsmaterial bei verschiedenen Anbietern unverbindlich anfordern.berufsqualifizierung

📌 Die Heilpädagogik als eigenständige Disziplin der Pädagogik

Noch bevor es um konkrete Qualifizierungsmaßnahmen auf dem Gebiet der Heilpädagogik geht, bietet es sich an, die Heilpädagogik genauer unter die Lupe zu nehmen. Diese präsentiert sich als eigenständige Disziplin der Pädagogik, die sich auf Menschen mit besonderem Förderbedarf konzentriert. Die Bildung und Erziehung entsprechender Klienten jeglichen Alters steht hier an.

Der besondere Förderbedarf kann einer körperlichen oder auch geistigen Beeinträchtigung geschuldet sein. Psychische und soziale Probleme können ebenfalls Anlass dafür geben, dass eine heilpädagogische Betreuung angezeigt ist. Es geht also nicht um die allgemeine Erziehung und Bildung, sondern um eine Rücksichtnahme auf die jeweiligen Stärken und Schwächen. Dass hier besondere Fachkompetenz gefordert ist, zeigt sich rasch und liefert die Daseinsberechtigung für die Heilpädagogik als eigenständige Disziplin.

Weiterbildungsmöglichkeiten in der Heilpädagogik

WeiterbildungDass die Heilpädagogik ein spannendes Fach ist, das zudem hilft, verschiedenen Menschen mehr Lebensqualität zu schenken, lässt sich nicht von der Hand weisen und erklärt die hohe Nachfrage nach entsprechenden Qualifizierungen. Der hohe Bedarf an heilpädagogischen Fachkräften leistet ebenfalls seinen Beitrag dazu. Die Weiterbildungsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Heilpädagogik kommen allerdings recht facettenreich daher, wodurch sich interessierte Laien mitunter schwertun, den Überblick zu behalten.

Grundsätzlich ist eine Weiterbildung Heilpädagogik aber ohnehin vor allem für bereits qualifizierte pädagogische Fachkräfte zu empfehlen, die ihr Qualifikationsprofil schärfen möchten. Mitunter sollten diese auch das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen oder auf andere Art und Weise in Erfahrung bringen, welche Qualifikation besonders gefragt und somit aussichtsreich ist.

Fortbildungen für Heilpädagogen

Die grundlegende Qualifikation als Heilpädagoge erfolgt im Rahmen einer beruflichen Weiterbildung an einer entsprechenden Fachakademie oder Fachschule und kann pädagogischen Fachkräften durchaus als vielversprechende Fortbildung dienen. All diejenigen, die diese Weiterbildung zum Heilpädagogen beziehungsweise zur Heilpädagogin erfolgreich absolviert oder eine Heilerziehungspfleger-Ausbildung und bereits einiges an Berufserfahrung gesammelt haben, können darauf aufbauen und beispielsweise die folgenden Fortbildungen ins Auge fassen:

  • Fachwirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen
  • Betriebswirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen
  • Fachkraft für heilpädagogisches Reiten
  • Fachwirt/in im Erziehungswesen

Seminare im Bereich Heilpädagogik

seminarWeiterbildungen, die mit der Heilpädagogik in Zusammenhang stehen, müssen nicht zwingend als Lehrgänge mit höherem Berufsabschluss konzipiert sein. Seminare eignen sich ebenfalls bestens zur Aktualisierung beziehungsweise Erweiterung des fachlichen Wissens und können sich zum Beispiel mit den folgenden Themen auseinandersetzen:

  • Erziehungsberatung
  • Pflege
  • Frühförderung
  • Tiergestützte Förderung
  • Sprachentwicklung
  • Motorik
  • Lernbehinderungen
  • Körperbehinderungen
  • Sonderpädagogische Diagnostik
  • Verhaltensstörungen
  • Geistige Behinderungen
  • Motopädie
  • Psychomotorik
  • Entspannungsmethoden
  • Supervision
  • Kommunikation

Weiterbildung Heilpädagogik per Fernkurs

Seminare und anderweitige Lehrgänge, die der Weiterbildung im Bereich Heilpädagogik dienen, vermitteln gleichermaßen theoretisches Fachwissen und praktische Kompetenzen, weshalb regelmäßige Präsenzen vor Ort ein absolutes Muss sind.

Für Teilnehmer/innen, die einer einschlägigen Tätigkeit nachgehen und auch eine adäquate Ausbildung vorweisen können, sind diese aber zuweilen entbehrlich. Hier kommt dann die eine oder andere Weiterbildung per Fernkurs ins Spiel, die zeitlich und örtlich unabhängig absolviert werden kann und so eine optimale Vereinbarkeit mit dem Beruf bietet.

Nicht wenige Anbieter bezeichnen ihre Fernlehrgänge auch als Fernstudien und erwecken so den Eindruck einer wissenschaftlichen Qualifizierung inklusive Studienabschluss. Damit können simple Fernlehrgänge jedoch nicht dienen, die eher mit Seminaren gleichzusetzen sind.

Berufsbegleitendes Studium Heilpädagogik

Eine Weiterbildung in Form eines Studiums ist durchaus möglich, denn auf dem Gebiet der Heilpädagogik ist das berufsbegleitende Studium ein großes Thema. Per Fernstudium, Abendstudium oder anderweitigem Teilzeitstudium kann man berufsbegleitend studieren und den Bachelor oder Master als akademischen Grad mit internationaler Anerkennung erlangen. Für ein solches Studium im heilpädagogischen Umfeld kommen vor allem die folgenden Studiengänge in Betracht:

  • Heilpädagogik
  • Sonderpädagogik
  • Frühförderung
  • Gesundheitsförderung
  • Rehabilitation
  • Pflegepädagogik
  • Therapiewissenschaften
  • Sozialmanagement

Berufliche Perspektiven und Verdienstmöglichkeiten in der Heilpädagogik

Heilpädagoginnen und Heilpädagogen sind im Sozialwesen sowie im Gesundheitssektor gefragte Fachkräfte, die die Betreuung und Förderung von Menschen mit besonderem Förderbedarf erst möglich machen. Insbesondere in den folgenden Bereichen ergeben sich spannende Beschäftigungsmöglichkeiten:

  • Behindertenhilfe
  • Pflegeeinrichtungen
  • Beratungsstellen
  • Kindergärten
  • Schulen
  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Reha-Einrichtungen
  • Kliniken und Krankenhäuser
  • Wohnheime
  • Therapiezentren

Durch die eine oder andere Weiterbildung kann der Aufstieg auf der Karriereleiter noch gefördert werden. Dies wirkt sich unter anderem auch auf die Verdienstmöglichkeiten aus. Grundsätzlich kann sich das durchschnittliche Gehalt beispielsweise zwischen 24.000 Euro und 36.000 Euro brutto im Jahr bewegen.

Welche Zusatzqualifikationen lohnen sich für Heilpädagogen?

Heilpädagoginnen und Heilpädagogen haben entweder eine entsprechende Ausbildung abgeschlossen oder Heilpädagogik studiert. Dadurch verfügen sie über die notwendige Kompetenz, um heilpädagogisch tätig zu werden. Das lebenslange Lernen macht allerdings auch nicht vor der Heilpädagogik Halt, weshalb es sinnvoll und empfehlenswert ist, die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten der Heilpädagogik auszuschöpfen.

In Anbetracht der zahlreichen Optionen ist es aber gar nicht so leicht, die richtige Wahl zu treffen. Grundsätzlich haben sich die folgenden Weiterbildungen für Heilpädagogen bewährt, bei denen es sich um akademische Studiengänge handelt:

  • Heilpädagogik
  • Gesundheitsmanagement
  • Soziale Arbeit
  • Gesundheitsförderung
  • Therapiewissenschaften
  • Rehabilitationspädagogik
  • Sozialmanagement
  • Gesundheitspädagogik

Zusätzlich gibt es noch Seminare, Workshops und anderweitige Lehrgänge, die einzelne Themen der Heilpädagogik aufgreifen und gut als spezialisierte Weiterbildungen geeignet sind.

Wo werden Heilpädagogik-Weiterbildungen angeboten?

Da die meisten Weiterbildungen für Heilpädagogen als Studiengänge daherkommen, sollte man sich bei verschiedenen Hochschulen erkundigen. Staatliche und private Hochschulen kommen gleichermaßen in Betracht und offerieren teilweise sogar ein berufsbegleitendes Studium, das beispielsweise als Fernstudium sehr flexibel absolviert werden kann. Heilpädagogen, die eher mit einem Seminar liebäugeln, werden bei verschiedenen Anbietern fündig. Fachschulen, Akademien, Fernschulen und viele weitere Bildungseinrichtungen sind hier zu nennen.

Wie kann man per Weiterbildung Heilpädagoge werden?

Der Berufswunsch Heilpädagoge lässt sich grundsätzlich im Rahmen einer Weiterbildung verwirklichen. Dabei ist das jeweilige Landesrecht maßgebend und gibt die Rahmenbedingungen der Weiterbildung zur Heilpädagogin vor, die an Fachakademien und Fachschulen stattfinden kann. Alternativ dazu kann man Heilpädagogik auch berufsbegleitend studieren und sich so parallel zum Job dementsprechend weiterbilden.

Die Qualifizierung als Heilpädagoge kann demnach auf verschiedenen Ebenen erfolgen, wodurch sich für Interessierte fast immer eine geeignete Option finden lässt. In Vollzeit, Teilzeit oder auch per Fernstudium kann man das Rüstzeug für eine Tätigkeit auf dem Gebiet der Heilpädagogik erlangen und darauf seine weitere Karriere aufbauen.

Die richtige Ausbildung für eine Karriere in der Heilpädagogik

Bevor es um einen nachhaltigen Aufstieg im heilpädagogischen Bereich geht, bedarf es im Allgemeinen einer fundierten Grundqualifikation. Fortbildungen und auch Seminare bauen in der Regel auf der Ausbildung beispielsweise als Erzieher/in oder Sozialarbeiter/in auf.

Dieses Fundament lässt sich durch eine heilpädagogische Weiterbildung erweitern, so dass den Teilnehmenden der Beruf des Heilpädagogen offensteht.

Heilpädagogische Weiterbildungen für Quereinsteiger/innen

In der Regel setzt die Heilpädagogen-Weiterbildung eine einschlägige Vorbildung voraus und richtet sich vornehmlich an Fachkräfte aus dem Erziehungswesen beziehungsweise Sozialwesen. Es gibt allerdings auch Weiterbildungsangebote für Quereinsteiger/innen, die den Seiteneinstieg in die Heilpädagogik planen.

Seminare, Kurse und andere Lehrgänge vermitteln diesen die Grundlagen und wappnen sie für eine Tätigkeit in einer entsprechenden Einrichtung. Da es vielerorts an pädagogischen Fachkräften fehlt, sind Quereinsteiger/innen willkommene Unterstützer/innen.

Weiterbildungen aus anderen Sparten für Heilpädagogen

Heilpädagogische Weiterbildungen sind für versierte Heilpädagoginnen und Heilpädagogen naheliegend und bauen ihre fachliche Kompetenz nachhaltig aus. Häufig ist es aber auch empfehlenswert, nicht ausschließlich die Heilpädagogik in den Fokus zu nehmen.

Im Sozialwesen, Gesundheitsbereich sowie im Erziehungswesen gibt es zahlreiche Berufe und Tätigkeitsfelder mit gewissen Berührungspunkten mit der Heilpädagogik.

Es kann sich daher lohnen, andere Sparten auf der Suche nach der richtigen Zusatzqualifizierung ebenfalls zu berücksichtigen. Insbesondere die Weiterbildungsmöglichkeiten der folgenden Berufe sind in diesem Zusammenhang hervorzuheben:

  • Gesundheits- und Krankenpfleger/in
  • Altenpfleger/in
  • Erzieher/in
  • Motopäde/Motopädin
  • Heilerziehungspfleger/in

Die persönliche Eignung für eine heilpädagogische Tätigkeit

Menschen, die im heilpädagogischen Bereich ihre berufliche Zukunft sehen, sollten nicht nur die formale Zulassung betrachten, sondern auch ihre persönliche Eignung hinterfragen. Die Arbeit mit Menschen mit Behinderung ist sehr sinnstiftend, aber auch fordernd.

So muss man die folgenden Eigenschaften für eine persönliche Eignung mitbringen:

  • Einfühlungsvermögen
  • Toleranz
  • Geduld
  • Offenheit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Organisationsgeschick
  • Konsequenz
  • Belastbarkeit

Welche Alternativen gibt es zu einer Heilpädagogik-Weiterbildung?

Eine Weiterbildung ist grundsätzlich immer eine gute Sache und erweitert den Horizont. Vor allem diejenigen, die viel mit anderen Menschen arbeiten und diesen zu mehr Lebensqualität verhelfen wollen, sollten um den Wert des lebenslangen Lernens wissen und sich regelmäßig weiterbilden.

Zugleich müssen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen allerdings auch die zunehmende Akademisierung der Heilpädagogik erkennen. Folglich eignet sich ein Studium neben dem Beruf bestens als Ersatz für eine berufliche Weiterbildung.

Im Zuge eines einschlägigen Studiums erlangen sie nicht nur einen akademischen Grad mit internationaler Anerkennung, sondern eignen sich auch viel Wissen an. Heutzutage bietet sich alternativ zu einer klassischen Weiterbildung somit immer häufiger ein berufsbegleitender Studiengang an, der die heilpädagogische Praxis mit der fundierten Wissenschaft verbindet.

Achtung! Zwei Tipps aus der Redaktion

All diejenigen, die sich der Heilpädagogik eng verbunden fühlen und den Wunsch haben, sich fachlich weiterzuentwickeln, sollten die ihnen zur Verfügung stehenden Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen. Dabei kann es nicht schaden, die folgenden Tipps aus unserer Redaktion zu beherzigen.

Nehmen Sie mit verschiedenen Anbietern Kontakt auf!

Um sich einen persönlichen Eindruck von den zur Auswahl stehenden Weiterbildungsangeboten zu verschaffen, sollten Interessierte zunächst einen gewissen Rechercheaufwand betreiben. Im nächsten Schritt lohnt es sich, einige Fachschulen, Akademien und andere Bildungseinrichtungen in die engere Auswahl zu nehmen und zu kontaktieren.

Dadurch kann man sich ein genaues Bild machen und alle relevanten Details erfragen. Die Beratung bietet bereits einen Vorgeschmack auf die Betreuung während des Lehrgangs.

Befassen Sie sich mit aktuellen Stellenanzeigen aus dem heilpädagogischen Bereich!

Weiterbildungsinteressierte Heilpädagoginnen und Heilpädagogen sollten das lebenslange Lernen ernst nehmen und zugleich stets die richtige Wahl treffen. Wer sich noch fragt, welche Qualifizierung es sein soll, tut gut daran, sich mit aktuellen Stellenangeboten zu beschäftigen.

So finden sie nicht nur passende Jobs, sondern erfahren auch, welche Anforderungen die Einrichtungen an Bewerber/innen stellen.


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