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Weiterbildung Traumatherapie

Die Weiterbildung Traumatherapie kommt als Qualifizierungsmaßnahme daher für all diejenigen, die ihre berufliche Zukunft beispielsweise als Traumafachberater/in sehen. Bevor man jedoch diese weitreichende Entscheidung trifft, sollte man ganz genau wissen, worauf man sich einlässt. Dazu muss man erst einmal ergründen, was man konkret unter einem Trauma versteht. Die folgende Definition erweist sich dabei als sehr hilfreich:

Im Kontext der Psychologie versteht man unter einem Trauma eine seelische Verletzung. Ein einschneidendes Erlebnis, dass die Psyche der betreffenden Person zutiefst erschüttert, wird demnach als Psychotrauma bezeichnet.

In Anbetracht der Tatsache, dass ein Trauma häufig der Anfang einer psychischen Störung ist und das Leben des Betroffenen fortan massiv beeinträchtigt, zeigt sich die große Bedeutung einer adäquaten Traumatherapie. Entsprechende Weiterbildungen vermitteln die relevanten Kenntnisse und Kompetenzen und bringen so versierte Traumafachberater/innen hervor. All diejenigen, die daran Interesse haben, finden hier auf stzgd.de weiterführende Informationen rund um die Qualifizierung als Traumatherapeut/in.

berufsqualifizierung

Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten im Bereich Traumatherapie

Traumatherapeutinnen und -therapeuten beziehungsweise Traumapädagogen und -pädagoginnen werden überall dort gebraucht, wo Menschen mit traumatischen Erlebnissen Hilfe und Unterstützung suchen. Erkennen Betroffene, dass sie professionelle Unterstützung zur Aufarbeitung eines Psychotraumas brauchen, sind sie bereits einen großen Schritt weiter. Wer genau hier helfen und zu einem seelischen Gleichgewicht beitragen möchte, kann als Traumafachberater/in tätig werden.

Dies kann angestellt oder selbständig geschehen und insbesondere in den folgenden Bereichen interessante Karrierechancen bieten:

  • Psychotherapie-Praxen
  • Beratungsstellen
  • Kliniken und Krankenhäuser
  • Soziale Dienste
  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Soziale Einrichtungen
  • Justizvollzugsanstalten
  • Vereine und Organisationen

Die Aufnahme einer Tätigkeit im Bereich der Traumatherapie sollte stets aus Berufung erfolgen, so dass Traumatherapeuten das Bedürfnis haben sollen, anderen Menschen im Zuge der Trauma-Arbeit zu helfen.

GehaltNichtsdestotrotz müssen auch Traumapädagogen ihren Lebensunterhalt verdienen, weshalb die Verdienstmöglichkeiten in der Traumatherapie ein heikles Thema sein können. Falsche Scheu ist hier allerdings nicht angebracht und wenig zielführend. Stattdessen kann man ein durchschnittliches Gehalt zwischen rund 24.000 Euro und 36.000 Euro brutto im Jahr zur groben Orientierung heranziehen.

Die Weiterbildung zum Traumafachberater

Per Weiterbildung Traumafachberater/in zu werden, bietet einerseits interessante Berufsaussichten, ist andererseits aber auch eine große Herausforderung, die den Zugang zu einer überaus erfüllenden Tätigkeit bietet. Dass man ohne Weiterbildung kaum in der Traumatherapie Fuß fassen kann, liegt in der Natur der Sache. Damit die Karriereplanung gelingt und man seinen Traumberuf ergreifen kann, muss die Qualifizierung die erforderlichen Kenntnisse und Kompetenzen vermitteln.

Dabei geht es typischerweise um die folgenden Inhalte:

  • Psychologie
  • Zeitmanagement
  • Selbstmanagement
  • Selbsterfahrung
  • Psychotraumatologie
  • Reflexion
  • Traumaverarbeitung
  • Beratung
  • Kommunikation
  • Supervision
  • Traumapädagogik

Weder Traumafachberater noch Traumatherapeut sind allgemein anerkannte Berufsabschlüsse, weshalb man besonderes Augenmerk auf den Abschluss der jeweiligen Weiterbildung legen sollte. In der Regel gibt es am Ende ein institutseigenes Zertifikat. Folglich sollte der Anbieter ein gewisses Renommee haben und idealerweise nach DEGPT- und FVTP-Standards arbeiten. Ist dies der Fall, kann man von einer brancheninternen Anerkennung der Traumatherapie-Weiterbildung ausgehen.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten

Formale Zulassungsbedingungen für die Traumafachberater-Weiterbildung existieren in der Regel nicht, so dass solche Qualifizierungen für alle Interessierten offen sind. Allerdings sollte man belastbar, psychisch stabil und kommunikationsstark sein, um den Anforderungen der Traumatherapie gerecht werden zu können.

Der Ablauf der Traumafachberater-Weiterbildung kann je nach Anbieter stark variieren. Fernkurse, Abendlehrgänge und Weiterbildungen in Vollzeit stehen gleichermaßen zur Auswahl. Zudem gibt es keine allgemeinen Vorgaben hinsichtlich des Umfangs. Dementsprechend kann die Dauer der Qualifizierung stark variieren. Sechs Monate bis zu zwei Jahre sind daher einzukalkulieren.

Da die Weiterbildung zum Traumatherapeuten beziehungsweise Traumafachberater nur von privaten Anbietern offeriert wird, fallen hier beachtliche Kosten an. Die Gebühren können zwar stark schwanken, doch grundsätzlich muss man schon mit 1.000 Euro bis 5.000 Euro rechnen.

Wo kann man Traumatherapie-Weiterbildungen absolvieren?

FragenWeiterbildungen auf dem Gebiet der Traumatherapie werden vielerorts angeboten, wobei private Institutionen hier ganz klar im Fokus stehen. Heilpraktikerschulen, Weiterbildungseinrichtungen mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Psychologie und auch so manche Fernschulen sind hier zu nennen. Es lohnt sich also, umfassend zu recherchieren und die Suche nach geeigneten Weiterbildungsanbietern ernst zu nehmen.

Wer profitiert besonders von einer Traumatherapie-Weiterbildung?

Obwohl die Zulassung zu einer Weiterbildung im Bereich Traumatherapie kein allzu großes Hindernis darstellt, lohnt sich diese Qualifizierung für absolute Quereinsteiger/innen nur bedingt. Nur wer eine einschlägige Vorbildung nachweisen kann, profitiert besonders und kann die traumatherapeutische Zusatzqualifikation bestmöglich verwerten.

Daher lässt sich die Zielgruppe der Traumafachberater-Weiterbildung folgendermaßen definieren:

  • Heilpraktiker/in
  • Heilpraktiker/in für Psychotherapie
  • Gesundheits- und Krankenpfleger/in
  • Psychotherapeut/in
  • Sozialarbeiter/in
  • Erzieher/in

Wer aus dem medizinischen Bereich kommt, in der Pflege tätig ist oder auch als pädagogische Fachkraft arbeitet, wird immer wieder mit dem einen oder anderen Trauma konfrontiert. Eine einschlägige Weiterbildung kann dann für die notwendige Fachkompetenz sorgen und zudem einen Aufstieg auf der Karriereleiter begünstigen.


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