Studienzentrum Gut Durchdacht
Unabhängiges Ratgeberportal

Weiterbildung Gewaltfreie Kommunikation

Eine Weiterbildung im Bereich Gewaltfreie Kommunikation kann für unterschiedliche Zielgruppen sinnvoll sein und bietet sich vor allem immer dann an, wenn besonderes Verhandlungsgeschick gefordert ist. In vielen Berufen sind kommunikative Fähigkeiten von zentraler Bedeutung, weil man beispielsweise Kunden berät, die Patientenkommunikation übernimmt oder auch Verhandlungen mit Geschäftspartnern führt. Ein weiteres Anwendungsgebiet kann die Personalführung sein, denn ein harmonisches Umfeld schafft ein optimales Betriebsklima, in dem die Mitarbeiter gut arbeiten können.berufsqualifizierung

Gewaltfreie Kommunikation – Definition

Wer in einem konfliktbeladenen Bereich beruflich tätig ist oder auch nach einer Möglichkeit sucht, sich persönlich weiterzuentwickeln, stößt mitunter auf das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation. Gewaltfreiheit klingt schon einmal gut, doch zumeist kann man sich zunächst nichts unter der gewaltfreien Kommunikation vorstellen. Anhand der betreffenden Definition kann man jedoch das dahintersteckende Konzept erkennen. Eine zentrale Grundannahme besteht darin, dass Empathie für eine erfolgreiche und gelingende Kommunikation entscheidend sei. Die Kommunikationsparteien müssen demnach empathisch sein, um die Bedürfnisse des Gegenübers zu erkennen und zu erfüllen. Weiterhin wird davon ausgegangen, dass grundsätzlich die Bereitschaft existiert, etwas für einen anderen Menschen zu tun. Dazu müssen jedoch die Rahmenbedingungen stimmen, was unter anderem bedeutet, dass ein Wunsch beispielsweise nicht als Forderung, sondern als Bitte kommuniziert wird. Die Gewaltfreie Kommunikation macht es sich zudem zunutze, dass grundsätzlich jeder Mensch eine empathische Verbindung zu seinen Mitmenschen aufbauen will.

Der US-amerikanische Psychologe Marshall Rosenberg begründete das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation und wollte so durch einen harmonischen Kommunikationsfluss die Basis für mehr Vertrauen und Lebensfreude schaffen. Diese Form der Kommunikation basiert auf gemeinsamer Kreativität, Wertschätzung und Kooperationsbereitschaft. In der Praxis der GFK nach Rosenberg zeigt sich das Grundmodell, das aus den folgenden Schritten besteht:

  • Beobachtung
  • Gefühl
  • Bedürfnis
  • Bitte

Rosenberg definierte weiterhin verschiedene Auslöser, die seiner Ansicht nach die Basis der Konfliktentstehung bilden. Dabei handelt es sich um statische Sprache und die Vermischung von objektiver Beobachtung und subjektiver Bewertung. Außerdem kommt es demnach häufig zu Konflikten, weil Kritik anstatt von Wünschen geäußert wird. Darüber hinaus hat Rosenberg die lebensentfremdende Kommunikation als Gegenpol der GFK positioniert. Kommunikationsformen, die zu Blockaden zwischen Menschen führen, können Gewalt bedingen und sind unter anderem:

  • Vergleiche
  • Urteile über den Kommunikationspartner
  • Formulierung von Forderungen statt Bitten
  • Leugnen von Verantwortung in Bezug auf eigene Handlungen und Emotionen

Möglichkeiten zur Weiterbildung auf dem Gebiet der Gewaltfreien Kommunikation

WeiterbildungDie Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg wird mitunter auch als Giraffensprache bezeichnet, denn die Giraffe dient als Symboltier der GFK. Einerseits steht der lange Hals für Weitsicht und andererseits verkörpert die Tatsache, dass die Giraffe das Landsäugetier mit dem größten Herzen ist, Mitgefühl. Anwendungsgebiete für diese Form der Kommunikation können sich im privaten Umfeld, im Beruf und auch in der Politik ergeben. Überall dort, wo eine friedliche Konfliktlösung gefordert ist, bietet sich somit die Gewaltfreie Kommunikation an.

Das universelle Konzept der Gewaltfreien Kommunikation sorgt dafür, dass sich zahllose Einsatzmöglichkeiten ergeben. Für all diejenigen, die sich diesbezüglich weiterentwickeln möchten, um im Beruf oder privaten Alltag harmonischere Kommunikationen zu führen, profitieren demnach von einer Weiterbildung in Sachen GFK.

Das Gewaltfreie Kommunikation-Seminar

Auf der Suche nach einer Weiterbildung in Gewaltfreier Kommunikation erscheint ein Seminar oftmals als perfekte Lösung. Solche Kurse, die sich wunderbar mit dem beruflichen und privaten Alltag vereinbaren lassen, bringen den Teilnehmern zunächst das grundlegende Konzept der Gewaltfreien Kommunikation näher. Zur Festigung des theoretischen Wissens werden verschiedene praktische Übungen durchgeführt. Auf diese Art und Weise spielen die Kursteilnehmer zunächst beispielsweise eine lebensentfremdende Kommunikation durch, um anschließend in die Besonderheiten der Gewaltfreien Kommunikation einzutauchen. Häufig werden auch spezielle GFK-Seminare angeboten, die zum Beispiel eines der folgenden Themen ausführlich behandeln:

  • Konflikttransformationseminar
  • Empathie und Selbstoffenbarung
  • Umwandlung von Glaubensansätzen
  • Schmerz- und Trauerarbeit
  • Gesellschaftlicher Wandel

Die Trainerausbildung für Gewaltfreie Kommunikation

All diejenigen, die sich mit einem einzelnen Seminar in Sachen Gewaltfreie Kommunikation nicht zufriedengeben wollen, sondern eine entsprechende Ausbildung in Angriff nehmen möchten, werden auf dem vielfältigen Weiterbildungsmarkt ebenfalls fündig. Einige Bildungsanbieter halten spezielle Trainerausbildungen für GFK nach Rosenberg bereit. Im Zuge dessen widmet man sich nicht nur einzelnen Kommunikationsthemen, sondern erhält eine fundierte Ausbildung im Bereich der Gewaltfreien Kommunikation. Absolventen einer solchen Ausbildung werden zu Experten für dieses Kommunikationskonzept und können ihr Wissen beispielsweise teilen, indem sie andere Menschen anleiten und ihnen unter anderem Konfliktlösungsstrategien und präventive Maßnahmen präsentieren.


Sie fanden diesen Beitrag hilfreich?
  • 4/5
  • 10 ratings
10 ratingsX
überhaupt nicht eher weniger soweit ok gut sehr gut
0% 0% 0% 0% 0%