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Weiterbildung Hygienefachkraft

Per Weiterbildung Hygienefachkraft zu werden, ist das Ziel vieler Menschen, die um die Bedeutung hoher Hygienestandards wissen und sich dahingehend qualifizieren wollen. Insbesondere wenn es um eine Karriere in der Pflege oder anderen Bereiche des öffentlichen Gesundheitswesens geht, sind Hygiene-Fachkräfte sehr gefragt. Wer bereits in der Pflege tätig ist, wird tagtäglich mit Hygienevorschriften konfrontiert. Wer diese nicht nur befolgen, sondern zudem eine verantwortungsvolle Position im Bereich der Hygiene in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens bekleiden möchte, fasst die betreffende Weiterbildung vielleicht ins Auge. Aber auch für qualifizierte Hygienefachkräfte sind Weiterbildungen nach wie vor ein Thema und können ihnen zu interessanten Berufsaussichten verhelfen.berufsqualifizierung

Karriere und Gehalt als Hygienefachkraft

Geht es um eine Weiterbildung zur Fachkraft für Hygiene, sind die sich daraus ergebenden Karrierechancen natürlich von besonderem Interesse. Grundsätzlich ergeben sich im gesamten Gesundheits- und Sozialwesen Beschäftigungsmöglichkeiten für Hygiene-Fachkräfte. So werden diese vor allem in den folgenden Bereichen gebraucht:

  • Krankenhäuser
  • Pflegeeinrichtungen
  • Arztpraxen
  • medizinische Behandlungszentren
  • Gesundheitsämter

GehaltDas Aufgabenspektrum einer Hygienefachkraft reicht von der Hygieneüberwachung über die Infektionsprävention bis hin zu Mitarbeiterschulungen. Je nach Berufserfahrung, Position und Branche kann sich das durchschnittliche Gehalt dann zwischen 24.000 Euro und 40.000 Euro brutto im Jahr bewegen.

Die Weiterbildung zur Hygienefachkraft

Die Hygiene-Fachkraft gilt in der Bundesrepublik Deutschland als staatlich anerkannte Berufsbezeichnung, die im Zuge einer entsprechenden Weiterbildung erlangt wird. Im Fokus stehen dabei die in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens herrschenden Hygienestandards. Nicht nur die sogenannten Multiresistenten-Keime, die immer wieder für Schlagzeilen sorgen, führen selbst Laien die Wichtigkeit der Hygiene im medizinischen Umfeld vor Augen. Ausgebildete Gesundheits- und Krankenpfleger sowie andere Fachkräfte aus der Pflege können sich durch die Weiterbildung zur Fachkraft für Hygiene neue berufliche Perspektiven erschließen und haben daher oftmals großes Interesse an der Fortbildung.

Per Weiterbildung Hygienefachkraft Pflege werden – Die Inhalte

Wer sich zur Hygiene-Fachkraft für den Pflege-Bereich weiterbilden möchte, befasst sich mit breit gefächerten Themen in Theorie und Praxis und erwirbt so umfassende Kompetenzen. So werden Kenntnisse der folgenden Inhalte vermittelt:

  • Krankenhaushygiene
  • Krankenhausbetriebsorganisation
  • IT
  • Sozialwissenschaften
  • Mikrobiologie

Eine wichtige Säule der praktischen Weiterbildung sind verschiedene Praktika im Labor, in externen Kliniken sowie beim Arbeitgeber. Wichtige Themen sind in diesem Zusammenhang unter anderem die Endoskopie, Chirurgie, Anästhesie, innere Abteilung sowie Zentralsterilisation. Weiterhin durchlaufen angehende Hygienefachkräfte ebenfalls Stationen in der Krankenhausbetriebstechnik sowie in der Gemeinschaftsverpflegung.

Voraussetzungen und Dauer der Weiterbildung zur Hygienefachkraft

Gut zu wissen!Die Weiterbildung zur Fachkraft für Hygiene kann gleichermaßen berufsbegleitend in Teilzeit oder auch in Vollzeit absolviert werden. Daraus ergibt sich eine recht große Bandbreite hinsichtlich der Dauer. Je nach Lehrgangsform muss man so zwischen einem und zwei Jahren einkalkulieren. Als rechtliche Grundlage für die Fortbildung dient die Weiterbildungsverordnung Hygienefachkraft, kurz WeiVHygPfl. Daraus ergeben sich unter anderem auch die Voraussetzungen für die Fortbildung. Gemäß § 4 WeiVHygPfl richtet sich die Weiterbildung an Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger. Weiterhin setzt die Teilnahme an dem Lehrgang eine mindestens zweijährige einschlägige Berufspraxis voraus.

Die Weiterbildung zur Hygienefachkraft in der Altenpflege

In Anbetracht der Zugangsvoraussetzungen wird deutlich, dass die klassische Weiterbildung zur Hygiene-Fachkraft auf die Gesundheits- und Krankenpflege abzielt. Die Altenpflege bleibt hier außen vor, weshalb es auch spezielle Weiterbildungen zur Hygienefachkraft für die Altenpflege gibt. Wer bereits als Altenpfleger/in tätig ist und sich nun auf den Bereich Hygiene spezialisieren will, wird so ebenfalls fündig und sollte nach der Weiterbildung mit dem Schwerpunkt Altenpflege Ausschau halten. Mitarbeiter von Seniorenheimen und anderen Pflegeeinrichtungen erhalten so eine intensive Ausbildung nach den Standards des Robert-Koch-Instituts, die in besonderem Maße auf die folgenden Inhalte eingeht:

  • Hygiene in Senioreneinrichtungen
  • Qualitätsmanagement
  • Infektionslehre
  • Wäscheaufbereitung
  • Abfallentsorgung
  • Mikrobiologie
  • Sterilisationsverfahren
  • Desinfektion
  • Lebensmittelhygiene

Möglichkeiten zur Weiterbildung als Hygienefachkraft

WeiterbildungAls ausgebildete Fachkraft für Hygiene kann man dank der abgeschlossenen Weiterbildung zwar auf erweiterte Karrierechancen zurückgreifen, hat aber längst noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Fachkräfte für Hygiene, die sich beruflich weiterentwickeln wollen, können auf unterschiedlichste Weiterbildungsmöglichkeiten zurückgreifen. Zu nennen sind hier unter anderem Seminare und Workshops, die sich einzelnen Themen widmen. Dabei kann es beispielsweise um eines der folgenden Themen gehen:

  • Technische Sterilisationsassistenz
  • Medizinprodukteaufbereitung
  • Medizinische Reinigung
  • Raumdesinfektionen
  • Pflegedokumentation
  • Konfliktmanagement

Darüber hinaus existieren ebenfalls interessante Aufstiegsweiterbildungen, wie zum Beispiel:

  • Fachkrankenschwester/-pfleger für Hygiene
  • Gesundheitsaufseher/in
  • Hygienekontrolleur/in

Nicht unerwähnt bleiben dürfen zudem die Studienmöglichkeiten, die sich ergeben können. Zuweilen liegt es nahe, Medizin zu studieren. Es gibt aber auch einige Alternativen, die sich zum Teil sogar berufsbegleitend bewältigen lassen. Dabei kann es sich zum Beispiel um ein Fernstudium Pflegemanagement, Public Health, Prävention, Gesundheitsförderung oder auch Pflegepädagogik handeln.


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überhaupt nicht eher weniger soweit ok gut sehr gut
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