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Weiterbildung zur Kita-Leitung

Die Leitung einer Kindertagesstätte ist in vielerlei Hinsicht eine sehr fordernde und anspruchsvolle Tätigkeit. Kita-Leiter/innen tragen die Verantwortung für das Wohlergehen der zu betreuenden Kinder und müssen zugleich die Qualität der Kinderbetreuung sicherstellen. Für die Mitarbeiter/innen und Eltern sind sie gleichermaßen die zentralen Ansprechpartner.

Wer davor nicht zurückscheut, sondern eine große Chance sieht, innerhalb des Erziehungswesens aufzusteigen, sollte eine Weiterbildung zur Kita-Leitung ins Auge fassen.

Die Fortbildung zur Kita-Leitung verhilft vor allem Erzieherinnen und Erziehern zu einem konsequenten Aufstieg auf der Karriereleiter. Dass dies mit einigem Aufwand verbunden und kein Kinderspiel ist, sollte Interessierten allerdings auch klar sein. Daher lohnt es sich, im Folgenden nachzulesen, was es mit der Weiterbildung zur Kita-Leitung auf sich hat.

berufsqualifizierung

Kita-Leitung – Aufgaben, Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten

Bevor man sich mit den Modalitäten der Weiterbildung befasst und nach geeigneten Anbietern sucht, sollte man dem Berufsbild der Kita-Leitung auf den Grund gehen. Die Betriebsführung sowie die pädagogische Leitung der Einrichtung sind die Kernkompetenzen der Kita-Leitung. Darüber hinaus kümmert sich diese um die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und um Kooperationen mit anderen Einrichtungen sowie dem Jugendamt. Die Elternarbeit ist ein weiterer wesentlicher Aspekt der Kita-Leitung.

Als Leiter/in einer Kindertagesstätte oder ähnlichen Einrichtung übernimmt man unterschiedlichste Aufgaben und trägt viel Verantwortung. Die im Rahmen einer entsprechenden Qualifizierung erlangten Kenntnisse und Kompetenzen schaffen die Basis für eine aussichtsreiche Laufbahn in den folgenden Bereichen:

  • Kindergärten
  • Horte
  • Kinderheime
  • Kinder- und Jugendhilfe

Die Verdienstmöglichkeiten im Bereich der Kita-Leitung dürfen ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden. Da die Einkommenssituation von vielen Faktoren abhängt, kann der Verdienst von Fall zu Fall variieren. In der Regel bewegt sich das durchschnittliche Gehalt aber zwischen rund 35.000 Euro und 50.000 Euro brutto im Jahr.

Die Fortbildung zur Kita-Leitung

Wer Gefallen an einer Tätigkeit als Kita-Leiter/in findet und nach geeigneten Qualifizierungswegen sucht, sollte wissen, dass es nicht nur eine Weiterbildung gibt. Stattdessen existieren verschiedene Fortbildungen nebeneinander, wodurch sich für Interessierte eine nicht zu verachtende Auswahl ergibt. Nachfolgend findet sich daher eine Übersicht über die typischen Weiterbildungen zur Kita-Leitung:

  • Zertifizierte Kita-Leitung
  • Fachwirt/in für Kita-Management
  • Fachwirt/in für Erziehungswesen

Voraussetzungen, Dauer und Kosten

Die Unterschiedlichkeit der Qualifizierungswege zur Kita-Leitung machen es unmöglich, allgemeingültige Angaben bezüglich der Rahmenbedingungen zu machen. Die Modalitäten variieren teilweise stark, wodurch es stets einer individuellen Recherche bedarf. Diese muss auf den bevorzugten Lehrgang abgestimmt sein und beginnt damit, das kostenlose Informationsmaterial der Anbieter unverbindlich anzufordern. Anhand der Unterlagen können sich Interessierte einen Überblick verschaffen. Zur groben Orientierung lassen sich aber die folgenden beispielhaften Rahmenbedingungen nennen:

  • Voraussetzungen: abgeschlossene Erzieherausbildung und mehrjährige Berufspraxis
  • Dauer: beispielsweise zwölf Monate
  • Kosten: zum Beispiel rund 2.000 Euro

Wer ist besonders geeignet für die Weiterbildung zur Kita-Leitung?

In erster Linie eignet sich die Weiterbildung zur Kita-Leitung vor allem für Erzieher/innen, die ihren Job lieben und zugleich den Wunsch haben, aufzusteigen.

Als Kita-Leiter/in können sie eine leitende Position bekleiden, müssen aber auch dazu bereit sein, mehr Verantwortung zu tragen. Organisationsgeschick ist dafür unerlässlich.

Welche Alternativen gibt es zur Fortbildung zur Kita-Leitung?

Anstelle einer Karriere im Bereich der Kita-Leitung können ambitionierte Erzieher/innen auch den einen oder anderen abweichenden Weg einschlagen und beispielsweise eine der folgenden Weiterbildungen ins Auge fassen:

  • Fachlehrer/in – Sonderschulen
  • Sonderpädagoge/-pädagogin
  • Qualitätsbeauftragte/r im Gesundheits- und Sozialwesen
  • Betriebswirt/in – Sozialwesen
  • Heilpädagoge/-pädagogin

An Aufstiegsmöglichkeiten fehlt es somit nicht. Erzieher/innen können demnach auch abseits der Kita-Leitung Karriere machen.

Achtung! Zwei Tipps aus der Redaktion

All diejenigen, die mit der Kita-Leitung als Karriereziel liebäugeln, sollten nichts überstürzen und sich umfassend informieren. Im Zuge der Entscheidungsfindung sollten auch die folgenden zwei Tipps aus der stzgd.de-Redaktion Beachtung finden.

Nutzen Sie die Möglichkeit eines berufsbegleitenden Studiums!

Neben dem Beruf zu studieren, ist heutzutage problemlos möglich, denn immer mehr Hochschulen offerieren speziell für Berufstätige ein Fernstudium, Abendstudium oder anderweitiges Teilzeitstudium.

Wer auf die zunehmende Akademisierung im Sozialwesen reagieren und ohnehin im Erziehungswesen aufsteigen möchte, sollte darüber nachdenken, eines der folgenden Fächer berufsbegleitend zu studieren:

  • Erziehungswissenschaft
  • Pädagogik
  • Soziale Arbeit
  • Sozialpädagogik
  • Heilpädagogik

Hinterfragen Sie Ihre Führungskompetenz!

Pädagogische Fachkräfte, die den Erzieherberuf voller Leidenschaft ausüben, sollten nicht zwingend eine Weiterbildung zur Kita-Leitung in Angriff nehmen. Neben fachlicher Kompetenz sind hier vor allem Führungsqualitäten gefordert, die nicht jeder Mensch in gleichem Maße mitbringt.

Die Fortbildung vermittelt zwar Führungskompetenz, aber eine gewisse Veranlagung sollte schon vorhanden sein. Daher sollten Erzieher/innen selbstkritisch sein und gegebenenfalls eine andere Weiterbildung ins Auge fassen.


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