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Weiterbildung Gerontopsychiatrische Fachkraft

Die Gerontopsychiatrie ist das Fachgebiet der Psychiatrie, das sich auf ältere Menschen konzentriert. Hier erwarten Pflegekräfte ganz besondere Herausforderungen, die neben Einfühlungsvermögen und Offenheit vor allem fachliche Kompetenz erfordern. Die Weiterbildung zur Gerontopsychiatrischen Fachkraft ist daher der richtige Weg zur Qualifizierung und sorgt dafür, dass man in diesem Bereich gute Arbeit leisten und durchaus auch Karriere machen kann.

Die Qualifizierung macht also aus gleich mehrfacher Hinsicht Sinn und sollte daher in Betracht gezogen werden. Da durchaus Fragen und Unsicherheiten entstehen können, sollte man sich vorab eingehend informieren und beispielsweise hier auf stzgd.de vorbeischauen. Nachfolgend finden sich detaillierte und vor allem anbieterunabhängige Informationen rund um die Weiterbildung zur Gerontopsychiatrischen Fachkraft.

berufsqualifizierung

Berufsbild Gerontopsychiatrische Fachkraft – Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten

Gerontopsychiatrische Fachkräfte kommen überall dort zum Einsatz, wo alte Menschen mit psychischen Problemen behandelt, betreut oder gepflegt werden. Demenz ist hier ein großes Thema, wobei auch andere psychische Erkrankungen vor Älteren nicht Halt machen und die Pflege vielfach erschweren.

Dementsprechend ergeben sich für Gerontopsychiatrische Fachkräfte vor allem in den folgenden Bereichen Beschäftigungsmöglichkeiten:

  • Pflegedienste
  • Soziale Dienste
  • Behindertenhilfe
  • Seniorenresidenzen
  • Altenheime
  • Kliniken und Krankenhäuser
  • Pflegeeinrichtungen
  • Pflegeberatungen
  • Tageskliniken
  • Einrichtungen der Tagespflege

GehaltPsychische Erkrankungen nehmen leider zu, während zugleich der demographische Wandel nicht von der Hand zu weisen ist. Dass Gerontopsychiatrische Fachkräfte ausgezeichnete Karrierechancen haben, liegt also auf der Hand.

Zugleich sind die Verdienstmöglichkeiten ein wichtiges Thema, denn wer diesen fordernden und anspruchsvollen Beruf ausübt, sollte auch eine angemessene Vergütung erhalten. Von Fall zu Fall kann es zwar Unterschiede geben, aber grundsätzlich bewegt sich das durchschnittliche Gehalt Gerontopsychiatrischer Fachkräfte zwischen rund 24.000 Euro und 42.000 Euro brutto im Jahr.

Die Weiterbildung zur Gerontopsychiatrischen Fachkraft

Gerontopsychiatrische Fachkraft wird man im Zuge einer entsprechenden Weiterbildung, die in besonderem Maße auf die pflegerischen Aspekte der Gerontopsychiatrie Rücksicht nimmt.

Dementsprechend dreht sich die Qualifizierung vor allem um die folgenden Inhalte:

  • Gerontologie
  • Psychiatrische Krankheitsbilder
  • Neurologische Erkrankungen
  • Schmerzmanagement
  • Demenz
  • Medikamentenlehre
  • Gerontopsychiatrische Pflege
  • Therapie und Rehabilitation
  • Angehörigenarbeit
  • Recht
  • Kommunikation

Am Ende des Lehrgangs hat man nicht nur umfassende Kenntnisse und Kompetenzen erworben, sondern kann nach dem erfolgreichen Bestehen der Prüfung den Abschluss als Gerontopsychiatrische Fachkraft vorweisen. Mit diesem Weiterbildungsabschluss kann man die nächsten Karriereschritte angehen und zudem den Herausforderungen des beruflichen Alltags adäquat begegnen.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten

Der Ablauf der Weiterbildung zur Gerontopsychiatrischen Fachkraft wirft zuweilen Fragen auf. Grundsätzlich kommen hier verschiedene Lehrgangsformen in Betracht, so dass die Qualifizierung in Vollzeit oder auch Teilzeit erlangt werden kann. Es lässt sich also eigentlich für jede Lebenssituation ein Weg finden. Abgesehen davon, dass man für eine Tätigkeit in der Gerontopsychiatrie belastbar, anpassungsfähig, offen und durchsetzungsstark sein muss, sind auch die formalen Voraussetzungen zu beachten.

Gerontopsychiatrische Fachkräfte benötigen eine fundierte Ausbildung und einschlägige Praxis in einem der folgenden Berufe:

  • Altenpfleger/in
  • Gesundheits- und Krankenpfleger/in
  • Heilerziehungspfleger/in

Je nach Lehrgang sind zur Qualifizierung als Gerontopsychiatrische Fachkraft beispielsweise 450 bis 650 Stunden abzuleisten. Zudem kann man aus verschiedenen Lehrgangsformen auswählen, weshalb die Dauer sehr unterschiedlich ausfallen kann. Soll es sich um eine berufsbegleitende Weiterbildung in Teilzeit handeln, muss man beispielsweise von rund 18 Monaten ausgehen, wobei mehr oder weniger deutliche Abweichungen durchaus möglich sind.

Nicht nur hinsichtlich der Dauer, sondern auch die Kosten betreffend lassen sich nur schwer konkrete Angaben zur Weiterbildung zur Gerontopsychiatrischen Fachkraft machen. Je nach Anbieter und Lehrgang können die Gebühren sehr unterschiedlich ausfallen.

Wer Genaueres wissen möchte, sollte also mit mehreren Anbietern in Kontakt treten und nachfragen, wie es mit den Kosten aussieht. Mitunter kann man kostenloses Informationsmaterial unverbindlich anfordern und sich so einen Überblick über die Modalitäten verschaffen.

Wo kann man die Weiterbildung zur Gerontopsychiatrischen Fachkraft absolvieren?

FragenAll diejenigen, die den Entschluss gefasst haben, Gerontopsychiatrische Fachkraft zu werden, müssen einen geeigneten Anbieter finden. Ein wenig Recherche kann hier schon zielführend sein und gibt Aufschluss darüber, wo und wie man sich weiterbilden kann. Vollzeitkurse an örtlichen Fachschulen, Teilzeitlehrgänge an privaten Akademien und auch flexible Fernkurse an einschlägigen Fernschulen stehen gleichermaßen zur Auswahl.

Passend zu nahezu jeder Lebenssituation und auch in erreichbarer Nähe lässt sich so der eine oder andere Anbieter finden, über den man sich als Gerontopsychiatrische Fachkraft qualifizieren kann.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen für Gerontopsychiatrische Fachkräfte?

Gerontopsychiatrische Fachkräfte haben eine abgeschlossene Ausbildung in einem Pflegeberuf sowie eine erfolgreiche Weiterbildung in Sachen Gerontopsychiatrie zu bieten. Das lebenslange Lernen endet jedoch nicht nach dem Weiterbildungsabschluss, sondern geht weiter.

Besonders reizvoll kann dann ein Studium sein, das die Qualifikation auf ein neues Niveau hebt und der Akademisierung Rechnung trägt. Pflege, Pflegemanagement, Gesundheitsökonomie, Gerontologie und ähnliche Fächer sind gut geeignet und lassen sich beispielsweise per Fernstudium auch berufsbegleitend studieren.

Die Rolle der Gerontopsychiatrie in der Pflege

Auf den ersten Blick geht es in der Pflege vor allem um die adäquate Versorgung der Pflegebedürftigen. Die Pflegekräfte übernehmen die Grundpflege, gewährleisten die Versorgung mit Medikamenten und betreuen die Pflegebedürftigen auch ansonsten. In Anbetracht der Tatsache, dass psychische Probleme ein gesamtgesellschaftliches Problem darstellen und vor allem mit zunehmendem Alter vermehrt auftreten, steht die Relevanz der Gerontopsychiatrie in der Pflege außer Frage. Man muss folglich nicht in der Psychiatrie oder einer psychosomatischen Einrichtung arbeiten, um von entsprechenden Kenntnissen und Kompetenzen zu profitieren.

Wer sollte eine Fortbildung zur gerontopsychiatrischen Fachkraft ins Auge fassen?

Als gerontopsychiatrische Fachkraft ist man nicht nur den üblichen Anforderungen der Pflege ausgesetzt, sondern konzentriert sich vor allem auf Pflegebedürftige mit schwerwiegenden psychischen Problemen.

Daraus ergeben sich im Arbeitsalltag belastende Situationen, denen man körperlich und psychisch gewachsen sein muss. Zudem braucht man Einfühlungsvermögen, Toleranz, Verständnis und Geduld. Nur Pflegekräfte, die diese Eigenschaften mitbringen, sollten ernsthaft über eine Qualifizierung als gerontopsychiatrische Fachkraft nachdenken.

Welche Seminare bieten sich für gerontopsychiatrische Fachkräfte an?

Bereits qualifizierte gerontopsychiatrische Fachkräfte müssen dem Lernen keineswegs abschwören, sondern können sich mithilfe von Seminaren weiterentwickeln. Insbesondere die folgenden Themen dürften für sie von großem Interesse sein:

  • Mediation
  • Dokumentation
  • Pflegeberatung
  • Kommunikation
  • Pflege
  • Recht

Ansonsten kann es auch eine Überlegung wert sein, aufbauend zu studieren und beispielsweise ein Fernstudium in Sachen Pflegewissenschaft oder Psychologie in Angriff zu nehmen. Es besteht enormes Potenzial, das es nur zu nutzen gilt.

Die richtige Basis für eine gerontopsychiatrische Fortbildung

Für Quereinsteiger/innen ist eine Qualifizierung als gerontopsychiatrische Fachkraft eher ungeeignet, denn die Fortbildung erfordert eine solide Basis. Dabei kann es sich beispielsweise um eine der folgenden Ausbildungen handeln:

  • Altenpfleger/in
  • Gesundheits- und Krankenpfleger/in
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in
  • Medizinische/r Fachangestellte/r
  • Medizinisch-technische/r Assistent/in
  • Notfallsanitäter/in

Wer eine entsprechende Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und auch einige Berufserfahrung gesammelt hat, kann an die nächsten Schritte denken und mithilfe einer Fortbildung tiefer in die Gerontopsychiatrie eintauchen.

Alternative Fortbildungen für Gerontopsychiatrische Fachkräfte

Gerontopsychiatrische Fachkräfte mit dem Wunsch, beruflich aufzusteigen, können auf unterschiedlichste einschlägige Qualifizierungen zurückgreifen. Zudem können sie ebenfalls von einigen interessanten Alternativen profitieren und auf diese Art und Weise ihren Horizont erweitern.

Trotz gewisser Bezüge zur Gerontopsychiatrie ergeben sich neue Perspektiven, die der individuellen Profilbildung sehr zuträglich sein können. Hier sind beispielsweise die folgenden Qualifikationen zu nennen:

  • Heilpraktiker/in für Psychotherapie
  • Altentherapeut/in
  • Pflegesachverständige/r
  • Fachkrankenpfleger/in für Onkologie
  • Stationsleiter/in in der Krankenpflege
  • Pflegedienstleiter/in

Kaufmännische Qualifikationen für Gerontopsychiatrische Fachkräfte

Fachkräfte auf dem Gebiet der Gerontopsychiatrie werden in der praktischen Pflege gebraucht und können sich dort perfekt einbringen. Wenn es um einen nachhaltigen Aufstieg auf Führungsebene geht, erweisen sich allerdings kaufmännische Qualifikationen als großes Plus.

Aus diesem Grund lohnt es sich für Gerontopsychiatrische Fachkräfte, beispielsweise eine der folgenden Fortbildungen ins Auge zu fassen:

  • Betriebswirt/in für Sozialwesen
  • Betriebswirt/in für Management im Gesundheitswesen
  • Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen
  • Fachwirt/in für Organisation und Führung Schwerpunkt Sozialpädagogik

Anbieter und Lehrgänge aus dem Bereich Gerontopsychiatrie vergleichen

Selbst wenn man sich für eine bestimmte Maßnahme entschieden hat, kann es noch herausfordernd sein, eine konkrete Wahl zu treffen. Dies liegt einerseits an den unterschiedlichen Lehrgangsformen und andererseits an der Vielzahl an Anbietern. Interessierte tun daher gut daran, mit verschiedenen Akademien, Fachschulen und anderen Einrichtungen in Kontakt zu treten.

Dort können sie sich eingehend beraten lassen und zudem kostenloses Informationsmaterial anfordern. Anhand des ersten Eindruckes und der Unterlagen können (angehende) Gerontopsychiatrische Fachkräfte dann die richtigen Weichen für ihre berufliche Zukunft stellen.

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Wenn es um eine Weiterbildung zur gerontopsychiatrischen Fachkraft geht, kommen viele Fragen auf. Interessierte sind oftmals verunsichert und wünschen sich einen verlässlichen Ratgeber.

Die Wahl der richtigen Maßnahme ist zwar eine sehr persönliche Angelegenheit, doch der folgende Tipp aus unserer Redaktion kann dennoch sehr hilfreich sein.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Weiterbildungsabschlüsse aus der Pflege mit gerontopsychiatrischem Bezug!

Auf der Suche nach einer Qualifizierung zur gerontopsychiatrischen Fachkraft haben Interessierte mehr oder weniger die Qual der Wahl und verlieren leicht den Überblick. Daher ist es wichtig, sich gut zu informieren und die folgenden Weiterbildungsabschlüsse zu berücksichtigen:

  • Fachaltenpfleger/in für Psychiatrie
  • Fachaltenpfleger/in für klinische Geriatrie und Rehabilitation
  • Fachaltenpfleger/in für Palliativ- und Hospizpflege
  • Fachkrankenpfleger/in für Psychiatrie

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