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Weiterbildung zum Kranführer

Mit der Weiterbildung zum Kranführer erfüllen sich viele Menschen einen wahren Kindheitstraum. Vor allem Jungs beobachten immer wieder gebannt das Treiben auf großen Baustellen und sehen in dem Beruf des Baggerführers einen wahren Traumjob. Eine klassische Berufsausbildung zum Kran-Führer gibt es allerdings nicht, so dass nur eine Weiterbildung zu dieser spannenden und verantwortungsvollen Tätigkeit führen kann.

Im Zuge dessen geht es in erster Linie um den Erwerb des Kran-Führerscheins, der auch als Fahrausweis für Krane bekannt ist und als Nachweis der betreffenden Befähigung gilt. Mit einer klassischen Fahrerlaubnis, wie man sie zum Führen eines Kfz im Straßenverkehr braucht, ist der Kranschein aber nicht zu vergleichen. Dieser ist vielmehr der Abschluss einer sogenannten Kranschulung, die als Weiterbildung daherkommt und zum Führen von Baumaschinen befähigt.berufsqualifizierung

Kranschein erwerben – Die Ausbildung zum Baumaschinenführer

Wer vielleicht bereits als Kind Baggerfahrer werden wollte und nun als Erwachsener den Kranschein erwerben möchte, liegt mit einer Ausbildung zum Baumaschinenführer goldrichtig. Dabei muss man jedoch beachten, dass es sich um keine Ausbildung im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr um eine berufliche Weiterbildung handelt. Je nach Lehrgang sind unter anderem die folgenden Themen Gegenstand der Qualifizierung:

  • Arbeitssicherheit
  • Lastaufnahmemittel
  • Kranbetriebstechnik
  • Berufsgenossenschaftliche Regeln und Vorschriften

Zusätzlich kann die Weiterbildung zum Baumaschinenführer auch mit einer Führerscheinausbildung der Klasse C beziehungsweise CE einhergehen. Die Vorschriften der DGUV spielen hier stets eine zentrale Rolle. Neben der trockenen Theorie findet auch eine praktische Kranschulung statt. Abschließend muss dann die Prüfung inklusive Fahrprobe bestanden werden, um den Kranschein zu erwerben.

Voraussetzungen für die Kranführer-Ausbildung

FragenBevor man an den Kranschein denken kann, sollte man sich Gedanken machen, welche Voraussetzungen für die Ausbildung gelten. Je nach Lehrgangsanbieter können diese mehr oder weniger variieren, weshalb es sinnvoll ist, das kostenlose Informationsmaterial unverbindlich anzufordern. Im Allgemeinen bedarf es zunächst der persönlichen Eignung. Zudem muss man das 18. Lebensjahr vollendet und im Besitz einer entsprechenden Fahrerlaubnis sein.

Dauer der Qualifizierung als Kranführer

Wer sich weiterbilden lassen und dabei den Kranschein erwerben möchte, sollte wissen, dass hier zwischen Grund- und Aufbaulehrgängen differenziert wird. Die Dauer ist dabei stets sehr überschaubar und beläuft sich beispielsweise auf nur wenige Tage.

Muss zuvor noch der Führerschein der Klasse C/CE erworben werden, kann es natürlich etwas länger dauern. Zuweilen ist auch ein mehrwöchiges Praktikum Teil der Ausbildung. Es kommt somit auf den Einzelfall an, wie lange die Kranschulung dauert.

Kosten für die Kranführer-Ausbildung

Angehende Maschinenführer, die die Weiterbildung nicht vom Arbeitgeber bezahlt bekommen, müssen sich auch Gedanken hinsichtlich der Kosten machen. Die anfallenden Gebühren können durchaus recht hoch ausfallen und im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich liegen. Oftmals liegen die Lehrgangsgebühren aber auch unter 1.000 Euro und halten sich somit noch im Rahmen.

Anbieter der Weiterbildung zum Kranführer

Den richtigen Anbieter für die Weiterbildung zum Kranführer zu finden, kann aufgrund der Vielzahl an Angeboten mitunter eine große Herausforderung sein. Wer den Kranschein erwerben will, sollte sich vorab gut informieren und das kostenlose Informationsmaterial verschiedener Anbieter unverbindlich anfordern. So kann man sich einen ersten Eindruck von den Lehrgängen verschaffen. DEKRA, TÜV und IHK sind nur einige der zahlreichen Anbieter, die Lehrgänge zum Kranschein bereithalten. Die einzelnen Kurse haben oftmals ganz besondere Ziele und führen so beispielsweise zum:

  • Kranführer für Brücken- und Portalkrane
  • Turmdrehkranführer
  • Mobilkranführer
  • Kranführer für LKW-Ladekrane
  • Baumaschinenführer im Hochbau
  • Baumaschinenführer im Erd- und Tiefbau
  • Baumaschinenführer im Straßenbau

Beruf Kranführer – Karrierechancen als Baumaschinenführer

Die beruflichen Chancen nach der Weiterbildung zum Kranführer inklusive Kranschein ergeben sich im Wesentlichen aus der Vorbildung sowie dem Schwerpunkt der Qualifizierung. Grundsätzlich sind Baumaschinenführer für die Bedienung und Wartung von Baumaschinen, wie zum Beispiel Kränen, verantwortlich. Beschäftigungsmöglichkeiten ergeben sich in erster Linie in den folgenden Bereichen:

  • Bauunternehmen
  • Steinbrüche
  • Kies- und Sandabbau
  • Landschaftsbau
  • Baustoffherstellung
  • Baumaschinenverleih

Das Gehalt als Kranführer

GehaltDass Baumaschinenführer im beruflichen Alltag eine hohe Verantwortung tragen, steht vollkommen außerfrage und sollte selbstverständlich auch angemessen honoriert werden. Folglich ist es nicht verwunderlich, dass die Verdienstmöglichkeiten schon vor der Qualifizierung als Kranführer ein großes Thema sind. Trotz der verschiedenen Faktoren, die das Einkommen im Einzelfall beeinflussen, lässt sich das durchschnittliche Gehalt auf etwa 20.000 Euro bis 36.000 Euro brutto im Jahr beziffern.

Kann man per Weiterbildung Kranführer/in werden?

Kräne üben schon auf Kinder eine große Faszination aus, weshalb diese gerne das Geschehen auf einer größeren Baustelle beobachten. Wer sich diese Leidenschaft beibehalten hat, will mitunter per Weiterbildung Kranführer/in werden und sich so für die Bedienung von Krananlagen qualifizieren. Zunächst sollte man allerdings wissen, dass Kranführer keine offizielle Berufsbezeichnung ist und daher auch keine geregelte Qualifizierung existiert. Dies erschwert zunächst den Zugang zu der Tätigkeit als Kranführer/in.

Grundsätzlich kann man im Rahmen einer dualen Ausbildung zum Baugeräteführer beziehungsweise einer entsprechenden Umschulung Kranführer werden. Von einer Weiterbildung kann hier somit keine Rede sein. Alternativ kann man aber die Weiterbildung zum Hafenfacharbeiter in Angriff nehmen, die unter anderem auch einen Kranschein beinhaltet. Es gibt also durchaus Wege, per Weiterbildung Kranführer zu werden.

Welche Zusatzqualifikationen lohnen sich als Weiterbildungen für Kranführer ganz besonders?

Als Kranführer/in hat man entweder eine entsprechende Ausbildung vorzuweisen oder eine einschlägige Weiterbildung absolviert. Danach kann man als Kranführer tätig werden, sich aber durchaus auch noch weiterentwickeln. Damit dies gelingt, sind einige Zusatzqualifikationen besonders empfehlenswert. Obwohl der genaue Karriereweg individuell verläuft und vom Einzelfall abhängt, haben sich für ambitionierte Kranführer/innen vor allem die folgenden Fortbildungen etabliert:

  • Baumaschinenmeister/in
  • Techniker/in – Maschinentechnik

Warum sollten Kranführer auch über ein Studium nachdenken?

Klassische Weiterbildungen sind vielfach das Maß aller Dinge, wenn es um einen beruflichen Aufstieg geht. Gegenwärtig vollzieht sich hier aufgrund der zunehmenden Akademisierung jedoch ein Wandel. Studienabschlüsse gewinnen auch in der Baubranche mehr und mehr an Bedeutung, weshalb man als Kranführer/in gegebenenfalls studieren sollte, um weiter voranzukommen. Vor allem die folgenden Fächer sind hier hervorzuheben:

  • Maschinenbau
  • Bauingenieurwesen

Dazu muss man noch nicht einmal beruflich pausieren oder gar kündigen, denn immer mehr Hochschulen offerieren ein berufsbegleitendes Studium. Das Fernstudium ist hier ebenso wie das Abendstudium ein bewährtes Modell, das einer parallelen Tätigkeit als Kranführer/in in keiner Weise im Wege steht.


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