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Weiterbildung zur Fachkraft für Gerontopsychiatrie

Die Weiterbildung zur Fachkraft für Gerontopsychiatrie ist die ideale Wahl für all diejenigen, die einerseits an einer Tätigkeit in der Altenpflege interessiert sind und andererseits ein Faible für die Psychologie haben. Die Gerontopsychiatrie verbindet beide Aspekte und schafft so ein spannendes Tätigkeitsfeld. Die Qualifizierung als Fachkraft für Gerontopsychiatrie erscheint daher sehr reizvoll und kann die Weichen für eine aussichtsreiche Laufbahn stellen.

Interessierte an einer Weiterbildung zur Fachkraft für Gerontopsychiatrie sollten vor der endgültigen Entscheidung sorgfältig recherchieren. So können sie sich absolut sicher sein und die richtige Wahl für ihre berufliche Zukunft treffen. Hier finden sich weiterführende Informationen, die Aufschluss über die Qualifizierung und die daraus resultierenden beruflichen Perspektiven geben.

berufsqualifizierung

Berufsbild Fachkraft für Gerontopsychiatrie – Berufliche Perspektiven und Verdienstmöglichkeiten

Fachkräfte für Gerontopsychiatrie beziehungsweise psychiatrische Pflege erstellen psychisch-pflegerische Konzepte, engagieren sich in der Qualitätssicherung und widmen sich der Beratung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen. Die Dokumentation ist ebenfalls ein wichtiger Teilbereich des Arbeitsalltags.

Das breite Spektrum an Tätigkeiten sorgt dafür, dass sich Fachkräfte für Gerontopsychiatrie im Job garantiert nicht langweilen.

Fachkräfte für psychiatrische Pflege beziehungsweise Gerontopsychiatrie werden grundsätzlich überall dort gebraucht, wo die professionelle Pflege auf die Psychologie trifft. Dementsprechend ergeben sich insbesondere in den folgenden Bereichen spannende Karrierechancen:

  • Pflegeheime
  • Seniorenresidenzen
  • Pflegedienste
  • Kliniken und Krankenhäuser
  • Soziale Dienste
  • Beratungsstellen
  • Rehabilitationseinrichtungen
  • Tageskliniken

GehaltDass es sehr erfüllend ist, Pflegebedürftigen mit psychischen Problemen zu mehr Lebensqualität zu verhelfen, indem man sie adäquat betreut, liegt auf der Hand. Davon allein können Fachkräfte für Gerontopsychiatrie aber nicht leben.

Die Verdienstmöglichkeiten dürfen somit nicht gänzlich außer Acht gelassen werden. Das Einkommen kann zwar von Fall zu Fall variieren, aber grundsätzlich bewegt sich das durchschnittliche Gehalt zwischen rund 24.000 Euro und 42.000 Euro brutto im Jahr.

Die Weiterbildung zur Fachkraft für Gerontopsychiatrie

Wer per Weiterbildung Fachkraft für Gerontopsychiatrie werden möchte, sollte sich zunächst mit dem Berufsbild befassen und erörtern, inwiefern dieses den persönlichen Wünschen und Vorstellungen entspricht.

All diejenigen, die Gefallen an diesem Beruf finden und diesen ergreifen möchten, müssen sich im Rahmen eines entsprechenden Kurses qualifizieren. Die Qualifizierung kann über Fachschulen und Wohlfahrtsverbände erfolgen. Dabei geht es vor allem um die folgenden Inhalte:

  • Grundlagen der Gerontopsychiatrie
  • Pflege und Betreuung in der Gerontopsychiatrie
  • Kommunikation
  • Qualitätsmanagement
  • Recht
  • Dokumentation
  • Organisation
  • Umgebungsgestaltung
  • Sterbe- und Trauerbegleitung
  • Konfliktmanagement

Die genannten Themen sind Gegenstand eines Lehrgangs, der die Theorie vermittelt. Projekte und Praktika sorgen zusätzlich für den erforderlichen Praxisbezug. Dieser ist aufgrund der Vorbildung und parallelen Berufstätigkeit in der Pflege aber oftmals ohnehin gegeben.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten

Die Weiterbildung zur Fachkraft für Gerontopsychiatrie ist einerseits inhaltlich anspruchsvoll und sieht andererseits gewisse Rahmenbedingungen vor. Diese sollten Interessierten bekannt sein, um abschätzen zu können, ob die Qualifizierung für sie in Betracht kommt. Die nachfolgende Übersicht soll diesbezüglich für Klarheit sorgen.

  • Voraussetzung: abgeschlossene Ausbildung mit staatlicher Anerkennung als Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Altenpfleger/in, Sozialarbeiter/in oder Heilerziehungspfleger/in
  • Dauer: je nach Anbieter und Lehrgang beispielsweise zwei Jahre
  • Kosten: beispielsweise 2.000 Euro bis 5.000 Euro

Wie anerkannt ist der Abschluss als Fachkraft für Gerontopsychiatrie?

Die Anerkennung als Fachkraft für Gerontopsychiatrie ist für Interessierte an der entsprechenden Weiterbildung ein wichtiges Thema, schließlich wollen sie ihre weitere Karriere auf der Qualifikation aufbauen. In der Regel gibt es ein Zertifikat des jeweiligen Anbieters nach bestandener Prüfung.

Die Aussagekraft dieses Abschlusses hängt somit vom Ansehen des Anbieters ab. All diejenigen, die größten Wert auf die Anerkennung legen, sollten dahingegen eine Fortbildung wählen, die zum Abschluss als staatlich anerkannte Fachkraft für Gerontopsychiatrie führt.

Welche Alternativen gibt es zur Weiterbildung zur Fachkraft für Gerontopsychiatrie?

Menschen, die einerseits an einer Qualifizierung als Fachkraft für Gerontopsychiatrie interessiert und andererseits offen für andere Maßnahmen sind, sollten im Entscheidungsprozess auch an mögliche Alternativen denken.

Hier sind unter anderem die folgenden Qualifikationen zu nennen:

  • Fachaltenpfleger/in für Psychiatrie
  • Fachaltenpfleger/in für klinische Geriatrie und Rehabilitation
  • Fachkinderkrankenpfleger/in für Psychiatrie
  • Fachkrankenpfleger/in für Psychiatrie
  • Pflegedienstleiter/in
  • Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen
  • Betriebswirt/in für Management im Gesundheitswesen
  • Stationsleiter/in in der Krankenpflege, Altenpflege oder Kinderkrankenpflege

Wie können sich Fachkräfte für Gerontopsychiatrie weiterbilden?

All diejenigen, die sich schlussendlich für die Qualifizierung als Fachkraft für Gerontopsychiatrie entscheiden, können damit den Punkt Weiterbildung nicht abhaken. Das lebenslange Lernen ist ein kontinuierlicher Prozess. Seminare und Kurse eignen sich gut für Fachkräfte für Gerontopsychiatrie, die sich fachlich weiterentwickeln möchten.

Wer zugleich auf die Akademisierung reagieren will, kann beispielsweise Pflegewissenschaft, Gesundheitsmanagement, Psychologie oder Gerontologie per Fernstudium oder auf anderem Wege berufsbegleitend studieren.


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