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Weiterbildung Bauleiter

Die Weiterbildung zum Bauleiter beziehungsweise zur Bauleiterin bedeutet für Fachkräfte aus dem Bauwesen einen deutlichen Aufstieg auf der Karriereleiter. Wer diesen Schritt wagen und beruflich mehr erreichen möchte, kann von umfassenden Praxiserfahrungen sehr profitieren, darf das lebenslange Lernen aber nicht außer Acht lassen. Weiterbildungen sind für (angehende) Bauleiter/innen daher ein wichtiges Thema, das ihre Aufmerksamkeit verdient.

All diejenigen, die Bauleiter/innen werden möchten, sollten in Erfahrung bringen, wie sie dieses berufliche Ziel erreichen. Zudem ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Berufsbild unerlässlich, schließlich stellt man die Weichen für die eigene Zukunft. Hier auf stzgd.de finden Interessierte umfassende Informationen und können sich einen ersten Eindruck verschaffen.

berufsqualifizierung

Berufsbild Bauleiter/in – Berufsaussichten und Verdienstmöglichkeiten

Als Bauleiter/in bekleidet man eine Schlüsselposition am Bau. Die Koordination, Kontrolle und Begleitung der unterschiedlichen Bauarbeiten obliegen der Bauleitung. Bauleiter/innen sind für die Bauarbeiter/innen und Bauherren gleichermaßen die zentralen Ansprechpartner. Es ist daher wichtig, dass sie um die Besonderheiten der einzelnen Gewerke wissen und alles im Blick haben. Nur so können sie die Bauarbeiten professionell überwachen und ihren Beitrag zu zufriedenstellenden Ergebnissen leisten.

Der Bauleiter sollte stets einen Plan im Kopf haben und die verschiedenen Arbeiten koordinieren. Die Qualitätskontrolle gehört zu den wesentlichen Aufgaben, wobei ökonomische Aspekte ebenfalls zu beachten sind. Zudem müssen Bauleiter/innen um die rechtlichen Bedingungen des Baus wissen und die Vorgaben der Baugenehmigung sowie die anderen geltenden Vorschriften beachten.

Der hohe organisatorische Aufwand macht die Bauleitung zu einem spannenden Tätigkeitsfeld. Wer darin seine berufliche Zukunft sieht, kann vor allem in den folgenden Bereichen als Bauleiter/in Karriere machen:

  • Bauträger
  • Architekturbüros
  • Bauunternehmen
  • Garten- und Landschaftsbau
  • Ingenieurbüros
  • Installationsbetriebe

Dass Bauleiter/innen ein hohes Maß an Verantwortung tragen, steht außer Frage und geht mit dem komplexen Berufsbild einher.

Dementsprechend sehen auch die Verdienstmöglichkeiten im Bereich der Bauleitung aus, denn das durchschnittliche Gehalt bewegt sich zwischen rund 30.000 Euro und 70.000 Euro brutto im Jahr.

Per Weiterbildung Bauleiter/in werden

weiterbildungenDie Qualifizierung als Bauleiter/in kann auf verschiedenen Wegen erfolgen, so dass es keinen allgemeingültigen Werdegang gibt. Stattdessen kommt es auf die Vorbildung sowie die Ambitionen an.

So können beispielsweise Techniker/innen oder Meister/innen die Position als Bauleiter/in erreichen, indem sie eine der folgenden Fortbildungen aufbauend auf der Berufsausbildung und beruflichen Praxis absolvieren:

  • Maurer- und Betonbauermeister/in
  • Techniker/in – Gartenbau
  • Dachdeckermeister/in
  • Straßenbauermeister/in
  • Techniker/in – Bautechnik
  • Techniker/in – Sanitärtechnik
  • Techniker/in – Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik
  • Estrichlegermeister/in
  • Fliesen-, Platten- und Mosaiklegermeister/in
  • Stuckateurmeister/in
  • Zimmerermeister/in

Der klassische Qualifizierungsweg zum Bauleiter sieht allerdings ein Studium Bauingenieurwesen vor. Im Zuge dessen kann man mit dem Bachelor beziehungsweise Master einen akademischen Grad mit internationaler Anerkennung erlangen und sich den folgenden Themen auf wissenschaftlichem Niveau widmen:

  • Mathematik
  • Physik
  • Chemie
  • Statik
  • Informatik
  • Baustoffkunde
  • Baukonstruktion
  • Mechanik
  • Elektronik
  • Baubetrieb
  • Holzbau
  • Stahlbau
  • Stahlbetonbau
  • Brückenbau
  • Straßenbau
  • Siedlungswasserwirtschaft
  • Geotechnik
  • Baurecht
  • Arbeitssicherheit

Voraussetzungen, Dauer und Kosten

Das Studium Bauingenieurwesen kommt mit gewissen Rahmenbedingungen daher, die sich aus dem angestrebten Abschluss ergeben.

Angehende Bauleiter/innen können sich anhand der folgenden Tabelle einen ersten Überblick verschaffen:

  Bachelor Master
Voraussetzung (Fach-)Abitur, berufliche Qualifikation oder abgeschlossene Aufstiegsfortbildung abgeschlossenes Erststudium eines einschlägigen Fachs
Dauer: sechs bis zwölf Semester Regelstudienzeit vier bis acht Semester Regelstudienzeit

Ob und in welcher Höhe Studiengebühren anfallen, hängt von der Hochschule ab. Interessierte sollten sich daher unbedingt über die Kosten informieren und zu möglichen Förderungen recherchieren.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Bauleiter/innen

Qualifizierte Bauleiter/innen, die bereits die eine oder andere Weiterbildung abgeschlossen haben, um diese verantwortungsvolle Position zu erreichen, sollten sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen, sondern stattdessen stetig an ihrem Qualifikationsprofil arbeiten.

Ganz im Sinne des lebenslangen Lernens sollten Bauleiter/innen daher verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten wahrnehmen. Hier sind zunächst Seminare und Kurse zu den folgenden Themen zu nennen:

  • Baustellenleitung
  • Bauprojektmanagement
  • Werkstoffprüfung
  • Baustellenüberwachung
  • Baubetriebswirtschaftslehre
  • Baurecht
  • Arbeitssicherheit
  • Mitarbeiterführung

Berufsbegleitendes Studium für Bauleiter

Da die Basisqualifikation als Bauleiter/in vielfach im Rahmen eines Studiums des Bauingenieurwesens erfolgt, liegt es nahe, auch zu Weiterbildungszwecken zu studieren. Ein berufsbegleitendes Studium kommt Bauleitern sehr entgegen und kann in den folgenden Varianten absolviert werden:

Dabei bietet es sich an, den weiterführenden Master in beispielsweise Bauingenieurwesen, Baumanagement, Architektur oder Facility-Management zu machen.

Warum sind Weiterbildungen für Bauleiter so wichtig?

Neue Technologien, veränderte Vorschriften und auch der Ausbau des Qualifikationsprofils sind gute Gründe dafür, dass sich Bauleiter/innen regelmäßig weiterbilden sollten. Die bereits vorhandenen Qualifikationen bilden eine solide Basis und können durch Weiterbildungen ausgebaut werden

. Dadurch kann ein Bauleiter seinen Kompetenzbereich ausbauen und zugleich seine beruflichen Chancen nachhaltig verbessern. In Zeiten des lebenslangen Lernens wird dies fast schon erwartet, so dass die kontinuierliche Beschäftigungsfähigkeit zu einem wesentlichen Teil von der Weiterbildungsbereitschaft abhängt.

Welche Alternativen gibt es zu einer Bauleiter-Weiterbildung?

Die Bauleitung ist nicht die einzige Option für eine verantwortungsvolle Tätigkeit im Bau-Bereich. Als Alternative zu einer Weiterbildung zum Bauleiter bieten sich daher unter anderem auch die folgenden Qualifizierungen an:

  • Bautechniker/in
  • Bauingenieur/in
  • Architekt/in
  • Polier/in
  • Restaurator/in

Dabei sind Berührungspunkte mit der Bauleitung in keiner Weise ausgeschlossen, so dass sich fließende Übergänge ergeben und es nicht immer einer scharfen Abgrenzung bedarf.

Anbieter von Bauleiter-Weiterbildungen

Wer per Weiterbildung Bauleiter/in werden möchte, sollte sich mit der Wahl sicher sein und zudem wissen, an wen man sich wenden kann. Dies herauszufinden, ist im Allgemeinen keine allzu große Herausforderung, denn es existieren zahlreiche Anbieter. Die Herausforderung besteht daher vielmehr darin, die richtige Wahl zu treffen.

Private Akademien, Fachschulen, Fernschulen und Hochschulen sind hier beispielsweise zu nennen und offerieren teilweise sehr unterschiedliche Qualifizierungen. Interessierte müssen wissen, was sie wollen und wo sie entsprechende Bildungsangebote finden. Zunächst können sie online recherchieren, dann mit verschiedenen Institutionen Kontakt aufnehmen und das kostenlose Informationsmaterial unverbindlich anfordern.

Seminare in Sachen Bauleitung für interessierte Laien

Qualifizierungen aus dem Bereich der Bauleitung zielen üblicherweise darauf ab, kompetente Bauleiter/innen hervorzubringen. Teilweise suchen aber auch interessierte Laien nach passenden Seminaren, die ihnen vor allem die Grundlagen der Bauleitung vermitteln. Ihnen geht es nicht so sehr um eine Karriere als Bauleiter/in, sondern häufig um fachliche Kompetenz als Bauherren.

Die eigenen vier Wände kompetent betreuen zu können, ist ein zentrales Anliegen vieler Menschen. Indem sie passende Seminare besuchen, können sie den Bauarbeitern auf Augenhöhe begegnen und die verschiedenen Schritte des Baus gut nachvollziehen.

Schwerpunktsetzung für Bauleiter/innen durch zusätzliche Qualifizierungen

Klassische Weiterbildungen zum Bauleiter widmen sich der Bauleitung im Allgemeinen und umfassen somit verschiedene Bereiche. All diejenigen, die hier Karriere machen und sich dabei spezialisieren möchten, können zusätzliche Qualifizierungen zur Schwerpunktsetzung nutzen.

Hier sind beispielsweise die folgenden Fachbereiche zu nennen:

  • Qualitätsmanagement
  • Bauprojektmanagement
  • Werkstoffprüfung
  • Baustellenüberwachung
  • Arbeitssicherheit

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Wenn es um eine Qualifizierung als Bauleiter/in geht, müssen Interessierte einiges bedenken. Auf den ersten Blick erscheint eine umfangreiche Recherche im Vorfeld zwar müßig, aber langfristig macht sie sich bezahlt. Die formalen Zulassungsvoraussetzungen sind nur ein kleiner Teil, der im Zuge der Recherche Beachtung finden sollte.

Der folgende Tipp aus unserer Redaktion verdeutlicht dies und führt Interessierten vor Augen, dass es auf weitaus mehr ankommt.

Hinterfragen Sie Ihre persönliche Eignung als Bauleiter/in!

Bauleiter/innen übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben im Baubereich und brauchen dazu vor allem fachliche Kompetenz. Im Rahmen einer gezielten Weiterbildung können sie diese erlangen und sich so für die Bauleitung rüsten. Interessierte an diesem Tätigkeitsfeld müssen allerdings auch beachten, dass sie persönlich geeignet sein müssen.

Organisationsgeschick, Interesse am Bauen, Durchsetzungsstärke und Einsatzbereitschaft sind hier ebenso wie Führungskompetenz gefordert. Wer im Bauwesen ernst genommen werden möchte, muss zudem selbstsicher auftreten. In der Bauleitung kommt es somit längst nicht nur auf das Fachwissen an, sondern ebenfalls auf die Persönlichkeit.


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