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Berufsbegleitende Ausbildung

Nicht wenige Menschen sind berufstätig und haben zugleich den Wunsch, sich für einen bestimmten Beruf zu qualifizieren. Eine Weiterbildung neben dem Job wäre zwar möglich, aber nicht zielführend. Eine klassische Berufsausbildung oder auch Umschulung lässt sich dahingegen kaum mit einer parallelen Berufstätigkeit vereinbaren. Den Job aufzugeben, um eine Ausbildung zu absolvieren, kommt jedoch aus finanziellen Gründen nicht infrage. Mitunter sind aber auch gesundheitliche Einschränkungen ausschlaggebend dafür, dass eine gewöhnliche Berufsausbildung in Vollzeit nicht in Betracht kommt. In all diesen Fällen muss man sich jedoch keineswegs von den Ausbildungsplänen verabschieden, sondern lediglich andere Wege gehen. Eine berufsbegleitende Ausbildung klingt ideal und könnte die perfekte Lösung sein, um die Ausbildung mit dem Beruf unter einen Hut zu bringen.berufsqualifizierung

Was ist eine berufsbegleitende Ausbildung?

Die berufsbegleitende Ausbildung lässt sich ganz allgemein als Berufsausbildung in Teilzeit definieren. Klassische Ausbildungen im dualen System könnten auch als berufsbegleitend bezeichnet werden, da sich Phasen in der Berufsschule sowie im Betrieb abwechseln, doch eine berufsbegleitende Ausbildung meint eher eine Berufstätigkeit unabhängig vom betreffenden Ausbildungsverhältnis. Es geht folglich darum, in Teilzeit einen Beruf von der Pike auf zu erlernen, während man zugleich seinem Job nachgeht und so für den Broterwerb sorgt. Hierzu sind Abendkurse und Wochenendlehrgänge gut geeignet. Zudem ist zu beachten, dass sich schulische Ausbildungen mitunter berufsbegleitend absolvieren lassen, sofern man die Arbeitszeiten an die Unterrichtszeiten anpassen kann. Viele Teilzeitausbildungen, die als Ausnahmeregelungen zu gewöhnlichen Berufsausbildungen daherkommen, werden zwar als berufsbegleitend bezeichnet, richten sich aber nicht vorwiegend an Berufstätige. Stattdessen sollen so Menschen, die familiär stark eingespannt sind, die Gelegenheit erhalten, sich beruflich zu qualifizieren.

Zielgruppe berufsbegleitender Ausbildungen

Dass eine berufsbegleitende Ausbildung für Berufstätige geeignet sein könnte, ist selbsterklärend. Eine zentrale Zielgruppe solcher Teilzeitausbildungen sind aber nicht die Berufstätigen, sondern Menschen mit familiären Verpflichtungen. Wer seine Kinder erzieht oder einen Angehörigen pflegt, kann in besonderem Maße von einer Berufsausbildung in Teilzeit profitieren und so trotz privater Verpflichtungen eine beruflich verwertbare Qualifikation erwerben. Darüber hinaus bietet sich eine Teilzeitausbildung ebenfalls für Kranke sowie Menschen mit Behinderung an, die den Belastungen einer Ausbildung in Vollzeit nicht standhalten könnten. So haben sie dennoch die Chance auf eine anerkannte Berufsausbildung und Teilhabe am Arbeitsleben.

Vor- und Nachteile einer berufsbegleitenden Ausbildung

Die Vorteile einer berufsbegleitenden Ausbildung liegen mehr oder weniger auf der Hand, denn da diese neben dem Beruf stattfindet, können die Auszubildenden parallel berufstätig sein. Dadurch bleiben sie der Arbeitswelt treu und erwirtschaften zugleich ein festes Einkommen. Allerdings darf man die daraus resultierende zusätzliche Belastung auch nicht unterschätzen. Einerseits muss man der Ausbildung gerecht werden und andererseits weiterhin arbeiten. Zudem sollten Interessierte auch nicht vergessen, dass sie auch ein Privatleben haben, das während der berufsbegleitenden Ausbildung keineswegs ruht. Folglich muss man sich dabei auf einiges gefasst machen und die Vor- und Nachteile genau abwägen.

Der berufsbegleitenden Ausbildung wird zudem vielfach nachteilig ausgelegt, dass sie eher ein Exot unter den beruflichen Qualifizierungen ist. Das berufsbegleitende Studium und Weiterbildungen neben dem Job sind ebenso wie Umschulungsmaßnahmen weit verbreitet und allgemein bekannt, was auf berufsbegleitende Ausbildungen dahingegen nicht zutrifft. Daraus ergibt sich der Umstand, dass die Ausbildung in Teilzeit zuweilen skeptisch beäugt wird. Außerdem gestaltet es sich häufig schwierig, eine berufsbegleitende Ausbildung in Teilzeit überhaupt zu finden.

Anbieter berufsbegleitender Ausbildungen

Als berufsbegleitende Ausbildungen beziehungsweise Teilzeitausbildungen kommen unterschiedliche Angebote in Betracht, so dass auch unterschiedlichste Anbieter in diesem Bereich in Erscheinung treten. Handelt es sich um eine betriebliche Ausbildung in Teilzeit, sind hier vor allem die Ausbildungsbetriebe zu nennen. Geht es stattdessen um eine schulische Ausbildung in Teilzeit, ist auf die Kollegschulen und Fachschulen zu verweisen. Darüber hinaus existieren auch vielerorts private Bildungseinrichtungen, die den Erwerb eines Berufsabschlusses in Teilzeit ermöglichen. Dabei handelt es sich dann gewissermaßen um eine Umschulung in Teilzeit, die auch als Erstausbildung offeriert wird.


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