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Umschulung zum/zur Mediengestalter/in

Über eine Umschulung zum/zur Mediengestalter/in denken vor allem Menschen nach, denen eine berufliche Umorientierung bevorsteht und die ein großes Interesse an neuen Medien sowie gestalterischen Aufgaben haben. All diese Aspekte vereint dieser Beruf, der angesichts der zunehmenden Digitalisierung und des hohen Medienkonsums gute Zukunftsaussichten bietet. Wer aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund einer anhaltenden Arbeitslosigkeit seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben kann und kreativ sowie technisch versiert ist, sollte über eine Weiterbildung als Mediengestalter nachdenken und gegebenenfalls das Gespräch mit dem Arbeitsamt suchen.Umschulung

Berufsbild Mediengestalter

Der dreijährige anerkannte Ausbildungsberuf Mediengestalter bringt Fachkräfte hervor, die einerseits in Sachen Kreativität punkten und andererseits auch die technische Umsetzung kreativer Konzepte in die Hand nehmen können. Kreativität und Technik finden hier somit in einem Berufsbild zusammen, so dass ausgebildete Mediengestalter für viele Unternehmen interessante Mitarbeiter sind. Beschäftigungsmöglichkeiten ergeben sich unter anderem in den folgenden Bereichen:

  • Verlage
  • Rundfunkanstalten
  • Werbeagenturen
  • Medienwirtschaft
  • Druckereien
  • Internet-Agenturen
  • Fotolabore
  • PR-Agenturen

Das konkrete Tätigkeitsfeld ergibt sich in der Regel durch die Fachrichtung, wodurch nicht jeder Zweig für alle Absolventen infrage kommt. Eine ausführliche Auseinandersetzung mit den jeweiligen Inhalten und Perspektiven ist daher unerlässlich.

Gehalt als Mediengestalter/in

Gehalt

Menschen, die einen Beruf erlernen oder eine Umschulung in Angriff nehmen möchten, fassen nicht nur die Aufgaben und Berufschancen ins Auge, sondern wollen auch mehr über die Verdienstmöglichkeiten erfahren. Dass individuelle Faktoren, wie zum Beispiel die persönlichen Qualifikationen, die vorhandene Berufserfahrung und die Branche sowie Größe des Unternehmens, großen Einfluss auf den Verdienst haben, lässt sich natürlich nicht leugnen. Für angehende Mediengestalter kann das durchschnittliche Gehalt dennoch ein guter Anhaltspunkt sein. So kann man im Durchschnitt mit einem Einkommen zwischen 19.800 Euro und 38.000 Euro brutto im Jahr rechnen. Im Gegensatz dazu kann ein Medienfachwirt durchschnittlich bis zu 48.000 Euro brutto jährlich erwirtschaften, was zeigt, dass sich eine Weiterbildung buchstäblich auszahlt.

Die Umschulung zum/zur Mediengestalter/in

Eine Umschulung bietet Menschen, die bereits einen Erstberuf erlernt haben, diesen aber aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr ausüben können, die Möglichkeit, Mediengestalter zu werden. Im Zuge einer solchen Umschulungsmaßnahme widmet man sich den Inhalten, die ansonsten in der Ausbildung behandelt werden. Am Ende der Umschulung gilt es dann, die Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer beziehungsweise Handwerkskammer zu bestehen. Diese besteht aus einem praktischen sowie einem schriftlichen Teil, wobei je nach Fachrichtung unter anderem die Bereiche Konzeption, Wirtschafts- und Sozialkunde, Medienproduktion, Produktionstechnik sowie Kommunikation geprüft werden können. In der Praxis muss man anhand von Arbeitsproben sein Können unter Beweis stellen.

Der Umfang der Abschlussprüfung im Beruf Mediengestalter zeugt von dem hohen Anspruch, mit dem die betreffende Umschulung einhergeht. Eine solide Vorbereitung ist daher unerlässlich, weshalb die Wahl des Anbieters nicht vernachlässigt werden sollte.

Voraussetzungen für die Umschulung zum Mediengestalter

Von rechtlicher Seite existieren keine Voraussetzungen, so dass die Umschulung grundsätzlich jedermann offensteht. Interesse am Beruf sowie technisches Verständnis sollten ebenso wie Freude am gestalterischen Arbeiten vorhanden sein. Die konkreten Voraussetzungen können von Bildungsanbieter zu Bildungsanbieter variieren, weshalb man die Bedingungen stets bei den Anbietern erfragen muss.

Dauer und Kosten der Mediengestalter-Umschulung

Die klassische Ausbildung zum Mediengestalter dauert drei Jahre, doch die Umschulung nimmt für gewöhnlich nur zwei Jahre in Anspruch, wobei anschließend noch ein Betriebspraktikum zu absolvieren ist. Die Kosten können ebenfalls stark schwanken. Umschüler, die eine betriebliche Ausbildung machen, erhalten ein kleines Gehalt, während eine Umschulung in einer Bildungseinrichtung mit nicht unwesentlichen Gebühren einhergeht. Sofern die Förderbedingungen erfüllt werden, kann aber eine Finanzierung über das Arbeitsamt erfolgen.

Umschulung zum/zur Mediengestalter/in in Teilzeit

Teilweise besteht auch der Wunsch, die Umschulung zum/zur Mediengestalter/in an einer Abendschule und somit in Teilzeit zu absolvieren. Wer weiterhin berufstätig ist oder beispielsweise als alleinerziehender Elternteil gebraucht wird und sich begleitend eine neue Existenz aufbauen möchte, kann bei einzelnen Anbietern eine Teilzeit-Umschulung in Angriff nehmen und so die Mediengestaltung von der Pike auf lernen, was dann aber natürlich länger als 24 Monate dauert.

Varianten der Umschulung zur Mediengestalterin

WeiterbildungIn Zusammenhang mit einer Umschulung zum Mediengestalter werden rasch die unterschiedlichen Varianten des Berufes deutlich. Schon vor Beginn der Maßnahme muss man sich dementsprechend informieren und eine Wahl treffen.

Umschulung zum Mediengestalter Bild und Ton

Der Mediengestalter Bild und Ton konzentriert sich auf die Bereiche Audio- und Videotechnik und widmet sich in erster Linie der Bearbeitung von Bild- und Tonaufzeichnungen.

Umschulung zum Mediengestalter Gestaltung und Technik

Wer eine Umschulung mit dem Schwerpunkt Gestaltung und Technik absolviert, wird zum Experten in Sachen Gestaltung von Medienprodukten. Zudem obliegt entsprechenden Fachkräften auch die Planung von Produktionsabläufen.

Umschulung zum Mediengestalter Digital und Print

Mit der Spezialisierung Digital und Print ist man nach einer entsprechenden Umschulung vor allem in den Bereichen Webdesign, Typografie, Bildbearbeitung und Desktop-Publishing ein echter Profi. Wer sich nach der Umschulung zum Mediengestalter dem Mediendesign in all seinen Facetten widmen will, trifft so die richtige Wahl.


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überhaupt nicht eher weniger soweit ok gut sehr gut
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