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Umschulung Fahrdienstleiter

Per Umschulung Fahrdienstleiter/in zu werden, eröffnet vielen Menschen vollkommen neue Perspektiven. Man muss sich nicht mit einer Berufsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit abfinden, sondern kann aktiv etwas dagegen tun, indem man sich beispielsweise umschulen lässt. Die Fahrdienstleitung erscheint vielen Menschen dabei als überaus reizvolles Tätigkeitsfeld, was die Popularität der Fahrdienstleiter-Umschulung erklärt.

Hinzu kommt noch der große Bedarf an versierten Fachkräften, woraus sich beste Aussichten auf einen erfolgreichen Karriereweg ergeben. Es lohnt sich also, die Fahrdienstleiter-Umschulung ins Auge zu fassen. Hier auf stzgd.de finden Interessierte erste Informationen, die die Basis für weitere Recherchen schaffen.

Umschulung

Berufsbild Fahrdienstleiter/in – Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten

Fahrdienstleiter/innen sind gewissermaßen die Fluglotsen des Bahnverkehrs und agieren dementsprechend im Verborgenen. Nichtsdestotrotz sind sie essenziell für einen reibungslosen Bahnbetrieb und tragen im beruflichen Alltag viel Verantwortung. Die Koordination von Zugfahrten gehört zu den zentralen Aufgaben in der Fahrdienstleitung, denn kein Zug darf ohne die Zulassung des Fahrdienstleiters fahren.

Sämtliche koordinative Aufgaben, die in Zusammenhang mit pünktlichen, wirtschaftlichen und sicheren Zugfahren stehen, obliegen dem Fahrdienstleiter.

GehaltDass Fahrdienstleiter/innen in Unternehmen aus dem Bereich des Schienenverkehrs zum Einsatz kommen steht außer Frage. Konkret ergeben sich entsprechende Arbeitsplätze vor allem in Stellwerken.

Interessant sind dabei auch die Verdienstmöglichkeiten von Fahrdienstleitern. Je nach Erfahrung, Qualifikation und Position kann das Einkommen zwar variieren, aber grundsätzlich bewegt sich das durchschnittliche Gehalt zwischen 30.000 Euro und 50.000 Euro brutto im Jahr.

Die Umschulung zum/zur Fahrdienstleiter/in

Interessierte an einer Umschulung zum Fahrdienstleiter sollten wissen, dass es sich dabei um eine Tätigkeitsbeschreibung handelt. Viele Fahrdienstleiter/innen haben den Beruf des Eisenbahners im Betriebsdienst der Fachrichtung Fahrweg erlernt und darüber den Weg in die Fahrdienstleitung gefunden.

Dies spielt auch in Zusammenhang mit der Umschulung eine zentrale Rolle, denn dadurch liegt es nahe, sich zum Eisenbahner im Betriebsdienst der Fachrichtung Fahrweg umschulen zu lassen. Stattdessen kann man aber auch einen direkten Einstieg anstreben und die Situation ausnutzen, dass die Unternehmen aus dem Schienenverkehr händeringend nach Fahrdienstleitern suchen.

Anstelle einer Umschulung kann man so den einen oder anderen internen Lehrgang absolvieren, durch den man intensiv eingearbeitet und in die Lage versetzt wird, als Fahrdienstleiter/in zu arbeiten.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Fahrdienstleiter-Umschulung

FragenDie Rahmenbedingungen der Fahrdienstleiter-Umschulung fallen sehr unterschiedlich aus, weshalb pauschale Angaben hier mit Vorsicht zu genießen sind. Grundsätzlich sollte man über eine gute Auffassungsgabe, Organisationsgeschick und Verantwortungsgefühl verfügen. Zudem sollte man idealerweise erste Erfahrungen in einem technischen Beruf gesammelt haben, den man von der Pike auf erlernt hat.

Die Dauer der Umschulung zur Fahrdienstleiterin beziehungsweise zum Fahrdienstleiter nimmt zwei bis drei Jahre in Anspruch. Die Kosten können sehr stark schwanken. Im Falle einer außerbetrieblichen Umschulung fallen teils einige Tausend Euro Lehrgangsgebühren und die laufenden Lebenshaltungskosten an. Im Gegensatz dazu werden Seiteneinsteiger, die intern geschult werden, direkt bezahlt und können so von der Vergütung leben, während keine Kosten für die Qualifizierung entstehen.

Wer hat besonders gute Chancen auf einen Quereinstieg als Fahrdienstleiter/in?

Menschen mit einer ausgezeichneten Konzentrationsfähigkeit sowie großem Verantwortungsbewusstsein sind vielfach für die Fahrdienstleitung prädestiniert.

Die Angebote für Quereinsteiger/innen setzen keine fachlichen Vorkenntnisse voraus, aber vor allem Interessierte mit einer abgeschlossenen Ausbildung in einem der folgenden Berufe haben beste Chancen auf einen erfolgreichen Quereinstieg als Fahrdienstleiter/innen:

  • Kfz-Mechatroniker/in
  • Elektriker/in
  • Elektroniker/in
  • Mechatroniker/in
  • Elektroinstallateur/in
  • Schlosser/in
  • Disponent/in
  • Industriemechaniker/in
  • Feinwerkmechaniker/in
  • Einzelhandelskaufmann/-frau
  • Fachkraft für Lagerlogistik
  • Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung
  • Werkzeugmacher/in
  • Energieanlagenelektriker/in

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Fahrdienstleiter/innen?

Als qualifizierte/r Fahrdienstleiter/in sollte man sich stets seiner Verantwortung bewusst sein und den Beruf mit der notwendigen Ernsthaftigkeit ausüben. Dazu gehört es unter anderem auch, lebenslang zu lernen und sich fachlich weiterzuentwickeln.

Für Fahrdienstleiter/innen existieren diverse Weiterbildungsmöglichkeiten, doch die folgenden Fortbildungen sind hier in besonderem Maße hervorzuheben:

  • Fachwirt/in für den Bahnbetrieb IHK
  • Fachwirt/in für Güterverkehr und Logistik
  • Meister/in für Bahnverkehr
  • Techniker/in der Fachrichtung Verkehrstechnik
  • Technische/r Fachwirt/in

Welches Studium bietet sich nach der Umschulung zum Fahrdienstleiter an?

Nachdem man die Umschulung zum Fahrdienstleiter abgeschlossen hat, kann man nicht nur interessante Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen, sondern wird auch immer wieder mit der zunehmenden Akademisierung konfrontiert.

Ein berufsbegleitendes Studium in Form eines Abendstudiums, Fernstudiums oder anderweitigem Teilzeitstudiums kommt da wie gerufen und führt nebenbei zum Bachelor oder Master in einer der folgenden Disziplinen:

  • Logistik
  • Verkehrsmanagement
  • Verkehrsingenieurwesen
  • Wirtschaftsingenieurwesen
  • Fahrzeugtechnik

Achtung! Zwei Tipps aus der Redaktion

In Zusammenhang mit einer Umschulung zum Fahrdienstleiter gibt es einiges zu beachten. Der Quereinstieg ist zwar mehr oder weniger problemlos möglich, aber dennoch eine nicht zu verachtende Herausforderung. Damit man diese erfolgreich meistert und in eine vielversprechende zweite Karriere startet, sollte man unter anderem die folgenden Tipps aus der stzgd.de-Redaktion beachten.

Befassen Sie sich mit aktuellen Stellenausschreibungen für Fahrdienstleiter/innen!

Wer darüber nachdenkt, sich zum Fahrdienstleiter umschulen zu lassen, sollte Informationen über die Qualifizierung sammeln, aber stets auch die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt im Blick haben. Zu diesem Zweck bietet es sich an, online aktuelle Stellenausschreibungen zu suchen und aufmerksam zu lesen. So erfährt man als Außenstehender mehr über den Beruf und die jeweiligen Einstiegsmöglichkeiten.

Dabei zeigt sich häufig, dass eine Umschulung im eigentlichen Sinne gar nicht erforderlich ist. Quereinsteiger/innen können bei entsprechender Eignung direkt einsteigen und werden intensiv eingearbeitet, um dann als Fahrdienstleiter/innen durchzustarten.

Informieren Sie sich über die Finanzierung der Fahrdienstleiter-Umschulung!

Bildung sollte keine Frage des Geldes sein, aber spätestens wenn es um eine Umschulung geht, bleiben finanzielle Sorgen nicht aus. Als Umschüler/in muss man einerseits mit teils hohen Gebühren rechnen und andererseits an den laufenden Lebensunterhalt denken. Wer eine außerbetriebliche Umschulung zum Eisenbahner im Betriebsdienst der Fachrichtung Fahrweg absolviert, kann vielfach auf eine Förderung durch die Agentur für Arbeit oder Rentenversicherung zählen.

Darin inbegriffen sind neben einer Kostenübernahme auch Hilfen zum Lebensunterhalt. Wer dahingegen direkt einsteigt und seitens des neuen Arbeitgebers eingearbeitet wird, muss keine Kosten fürchten, sondern erhält eine Vergütung.

Die Finanzierung der Fahrdienstleiter-Umschulung kann folglich sehr unterschiedlich ausfallen. Es besteht daher ein nicht zu vernachlässigender Informationsbedarf, der durch intensive Recherchen zu befriedigen ist.


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