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Umschulung Veranstaltungskaufmann

Per Umschulung Veranstaltungskaufmann beziehungsweise Veranstaltungskauffrau zu werden, bietet vielen Menschen die Gelegenheit, ihrer gegenwärtigen Perspektivlosigkeit zu entfliehen. Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht in seinen alten Beruf zurückkehren kann oder aufgrund einer ausgesprochen schlechten Lage auf dem Arbeitsmarkt zur Arbeitslosigkeit verdammt ist, sollte nicht den Mut verlieren, sondern sich stattdessen um eine Umschulung bemühen. Als Veranstaltungskaufmann/-frau kann man den Neustart schaffen und seinen beruflichen Werdegang selbst in die Hand nehmen.Umschulung

Die Umschulung zum/zur Veranstaltungskaufmann/-frau

All diejenigen, die mithilfe einer Umschulung von einer Karriere als Veranstaltungskauffrau beziehungsweise Veranstaltungskaufmann träumen, sollten sich zunächst eingehend mit diesem Weg beschäftigen und ergründen, inwiefern die Qualifizierung mit ihren persönlichen Wünschen und Vorstellungen übereinstimmt. In Sachen Abschluss und Inhalte macht es im Übrigen keinen Unterschied, ob Veranstaltungskaufleute eine klassische Ausbildung oder eine Umschulung absolviert haben.

Die folgenden Kenntnisse und Kompetenzen stehen dabei immer auf dem Plan:

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Marketing
  • Buchführung
  • Personalwirtschaft
  • Vermarktung von Veranstaltungen
  • Projektmanagement
  • Kommunikation
  • IT
  • Recht
  • Eventorganisation
  • Veranstaltungstechnik
  • Kundenberatung

Die meisten Umschulungen zum Veranstaltungskaufmann finden dabei außerbetrieblich statt und sind demnach als schulische Lehrgänge organisiert. Lediglich kurze Praxisphasen unterbrechen das Ganze und vervollständigen die Umschulung. Die Qualifizierung funktioniert demnach anders, was der besonderen Lebenssituation der Umschüler/innen geschuldet ist. Am Ende erwirbt man jedoch den anerkannten Berufsabschluss als Veranstaltungskaufmann/-frau.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten

FragenVon Gesetzes wegen ist für die Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Dies lässt sich auch auf die betreffende Umschulung übertragen, so dass man hier keine strengen Voraussetzungen befürchten muss. Die Dauer der außerbetrieblichen Umschulung ist zudem mit zwei Jahren zu veranschlagen.

Abgesehen davon, dass angehende Veranstaltungskaufleute im Zuge dessen keine Ausbildungsvergütung erhalten, müssen sie weiterhin ihren Lebensunterhalt finanzieren und zudem noch für die teilweise hohen Lehrgangsgebühren aufkommen. Dass Arbeitsamt oder die Rentenversicherung übernehmen gegebenenfalls die Förderung und stellen dadurch die Finanzierung sicher.

Karrierechancen nach der Umschulung zur Veranstaltungskauffrau

Veranstaltungskaufleute verfügen über kaufmännische Kompetenzen und sind zudem Experten in Sachen Veranstaltungswesen. Typischerweise übernehmen sie die Konzeption und Organisation von Veranstaltungen jeglicher Art und tragen dafür Sorge, dass diese reibungslos ablaufen. Auch die Kalkulation im Eventsektor obliegt in der Regel Veranstaltungskaufleuten.

Grundsätzlich kann die fachliche Kompetenz eines Veranstaltungskaufmannes in nahezu allen Branchen von Nutzen sein. In der Regel ergeben sich aber vor allem in den folgenden Bereichen spannende Karrierechancen:

  • Eventagenturen
  • Dienstleister im Bereich Veranstaltungstechnik
  • Catering
  • Hotels
  • Gaststätten
  • Reiseveranstalter
  • Messen
  • Öffentlicher Dienst

Verdienstmöglichkeiten für Veranstaltungskaufleute

GehaltAls Veranstaltungskauffrau beziehungsweise Veranstaltungskaufmann hat man verschiedenste Berufschancen und begegnet unterschiedlichsten Aufgaben, so dass Langeweile im Arbeitsalltag keine Chance hat.

Davon abgesehen kommt es Interessierten an der betreffenden Umschulung vielfach auch auf die Verdienstmöglichkeiten an. Obwohl sich hier teilweise deutliche Differenzen abzeichnen, ergibt sich in der Regel ein durchschnittliches Gehalt zwischen rund 22.000 Euro und 32.000 Euro brutto im Jahr.

Für wen ist die Umschulung zum Veranstaltungskaufmann besonders geeignet?

Da formal keine konkreten Voraussetzungen existieren, kommt die Umschulung zum Veranstaltungskaufmann grundsätzlich für alle in Betracht, die nach neuen beruflichen Perspektiven suchen. In der Praxis sollte man allerdings Organisationsgeschick, ein strukturiertes Denken, Offenheit, Kommunikationsstärke und Anpassungsfähigkeit mitbringen.

An Belastbarkeit darf es Veranstaltungskaufleuten ebenfalls nicht fehlen. Wer all diese Eigenschaften vereint und zudem bei der Organisation von Veranstaltungen große Freude empfindet, sollte ernsthaft darüber nachdenken, per Umschulung Veranstaltungskauffrau/-mann zu werden.

Welche Alternativen gibt es zur Veranstaltungskauffrau-Umschulung?

Obwohl der Beruf des Veranstaltungskaufmannes überaus reizvoll und aussichtsreich daherkommt, sollten es angehende Umschüler vermeiden, sich von Anfang an zu sehr darauf zu versteifen. Stattdessen sollten sie sich eher nach Umschulungsalternativen umsehen und auf diese Art und Weise eine größtmögliche Auswahl sichern. Erwähnenswerte Berufe sind hier unter anderem:

  • Tourismuskaufmann/-frau
  • Kaufmann/-frau für Tourismus und Freizeit
  • Hotelkaufmann/-frau
  • Fachkraft für Veranstaltungstechnik

Achtung! Tipps aus der Redaktion:

Der Erfolg der Umschulung zum Veranstaltungskaufmann hängt von zahlreichen Faktoren ab und ergibt sich somit stets aus dem jeweiligen Einzelfall. Die folgenden pauschalen Tipps erweisen sich dennoch immer wieder aufs Neue als überaus hilfreich und verhelfen Veranstaltungskaufleuten zu einer aussichtsreichen Karriere.

Kümmern Sie sich um praktische Erfahrungen im Veranstaltungswesen!

Die außerbetriebliche Umschulung zum Veranstaltungskaufmann kommt recht theoretisch daher, weshalb Umschüler sehr bemüht sein sollten, praktische Erfahrungen im Veranstaltungswesen zu sammeln. Praktika und Nebenjobs bieten dazu die Gelegenheit. Im Anschluss an die Umschulung sollte man sich zudem nicht zu schade sein, ganz unten anzufangen, um sich mit zunehmender Berufspraxis hochzuarbeiten. Eine interessante Option ist außerdem eine betriebliche Umschulung, die Theorie und Praxis wunderbar miteinander vereint.

Denken Sie auch über ein berufsbegleitendes Studium nach!

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Umschulung können Veranstaltungskaufleute in ihrem neuen Beruf Fuß fassen und somit einen beruflichen Neustart beginnen. Verschiedene Weiterbildungen können im Laufe der Zeit dem Ausbau des Qualifikationsprofils dienen. Aufgrund der zunehmenden Akademisierung ist ein berufsbegleitendes Studium überaus empfehlenswert. Per Abend- oder Fernstudium kann man unter anderem einen der folgenden Studiengänge neben dem Beruf studieren:

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Hotelbetriebswirtschaftslehre
  • Eventmanagement

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