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Umschulung zum Floristen

Die Umschulung zum Floristen beziehungsweise zur Floristin bietet Menschen, die bislang einem anderen Beruf nachgegangen sind oder aufgrund von Arbeitslosigkeit nicht erwerbstätig waren, das Handwerk der Floristik von der Pike auf zu erlernen. Dabei handelt es sich gewissermaßen um eine Ausbildung zum Floristen für Quereinsteiger, denn üblicherweise absolvieren Jugendliche die Ausbildung, um so ihren beruflichen Werdegang nach dem Schulabschluss zu beginnen. Für all diejenigen, die etwas später ihr Interesse für die Floristik entdecken und im Zuge einer beruflichen Umorientierung den Beruf Florist/in ins Auge fassen, dürfte eine Umschulungsmaßnahme eine ausgezeichnete Lösung sein.

Obwohl zwischen der klassischen Ausbildung und einer entsprechenden Umschulung gravierende Unterschiede bestehen, muss man als Umschüler auf dem Weg zum Abschluss hinsichtlich der Inhalte und Anerkennung keine Abstriche machen. Obwohl es sich bei der Floristik um ein Handwerk handelt, tritt die Industrie- und Handelskammer als prüfende Stelle im Rahmen der Ausbildung in Erscheinung. Folglich endet auch die Umschulung mit der IHK-Prüfung.Umschulung

Berufsbild Florist

Bevor man sich tatsächlich für eine Umschulung zur Floristin entscheidet, sollte man sich intensiv mit dem Berufsbild auseinandersetzen. Grundsätzlich widmen sie sich der Gestaltung von Blumenschmuck. Es kann sich dabei nicht nur um Schnittblumen, sondern auch anderweitigen Pflanzenschmuck handeln. Neben der reinen Gestaltung entsprechender Arrangements gehören auch die Kundenberatung sowie der Verkauf zum Aufgabenspektrum. Die Pflege der Pflanzen obliegt ebenfalls den Fachkräften aus der Floristik, die ihren Namen der römischen Göttin Flora verdankt. In der römischen Mythologie tritt Flora als Göttin der Blumen und Jugend in Erscheinung.

Stellenangebote und Gehalt als Florist/in

Wer den Beruf des Floristen ergreifen möchte, sollte sich nach Möglichkeit schon vorab nach passenden Stellenangeboten umsehen. Bei dieser Gelegenheit zeigt sich, dass entsprechende Fachkräfte vor allem in den folgenden Bereichen arbeiten:

  • Blumenfachgeschäfte
  • Pflanzengroßhandel
  • Gärtnereien
  • Gartencentern
  • Bestattungsunternehmen

GehaltJe nach Tätigkeit, Qualifikation und Erfahrung variiert der Verdienst in der Floristik. Dabei kann man diesbezüglich in der Regel von einem durchschnittlichen Gehalt zwischen 18.000 Euro und 24.000 Euro brutto im Jahr ausgehen. Weitere Qualifikationen, wie zum Beispiel der Meister, sorgen nicht nur für vielversprechende Karrierechancen, sondern zugleich für bessere Verdienstmöglichkeiten. Es lohnt sich somit auch in der Floristik, sich beruflich stetig weiterzuentwickeln.

Die Umschulung zum Floristen

Quereinsteiger, die ihre berufliche Zukunft in der Floristik sehen und so einen Weg aus der Arbeitslosigkeit finden wollen, liegen mit einer Umschulung zum Floristen goldrichtig. Diverse Bildungsanbieter halten entsprechende Offerten bereit und bieten Angehörigen anderer Berufszweige die Möglichkeit, den IHK-Abschluss als Florist/in zu erwerben. Während der floristischen Qualifizierung stehen vor allem die folgenden Inhalte auf dem Plan:

  • Botanik
  • Pflanzenschutz
  • Kranzbinden
  • Trauerfloristik
  • Tischschmuck
  • Stilkunde
  • Schnittblumen-Arrangements
  • Farbenlehre
  • betriebswirtschaftliche Grundlagen

Die Ausbildung beziehungsweise Umschulung zum Floristen deckt somit ein breites Spektrum ab und vermittelt umfassende Kompetenzen, die den besonderen Reiz dieses Berufs ausmachen. Wer ein Faible für Pflanzen hat und sich im beruflichen Alltag kreativ ausleben möchte, findet als Florist seine Erfüllung.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Floristik-Umschulung

Formal wird kein bestimmter Schulabschluss für die Umschulung zum Floristen vorausgesetzt, wobei einzelne Anbieter durchaus eigene Zulassungsbedingungen haben können. Kreativität sowie einen grünen Daumen sollte man im Allgemeinen stets mitbringen. Zwei Jahre dauert die Umschulung dann, wobei währenddessen die Finanzierung der Kosten gesichert sein muss. Umschüler können keiner beruflichen Tätigkeit nachgehen und widmen sich in Vollzeit der Umschulung, so dass sie in der Regel auf Förderungen angewiesen sind. Dabei geht es nicht nur um die Kosten der Umschulung, sondern ebenfalls um die normalen Lebenshaltungskosten, für die man in Ermangelung eines Einkommens nicht selbst aufkommen kann.

Kann man per Fernstudium Florist werden?

Gut zu wissen!In Zusammenhang mit einer floristischen Ausbildung für Quereinsteiger ist zuweilen nicht nur von einer klassischen Umschulungsmaßnahme die Rede. Häufig soll die Qualifizierung nebenberuflich stattfinden. Wer bislang einem anderen Beruf nachgeht und sich nun parallel zu der betreffenden Tätigkeit die Floristik als neues Tätigkeitsfeld erschließen möchte, findet in der Regel Gefallen daran, per Fernstudium Florist/in zu werden. Dabei stellt sich die Frage, ob dies überhaupt möglich ist, schließlich handelt es sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf nach dem dualen Ausbildungssystem. Daher ist ein Fernstudium, das zum Berufsabschluss als Florist führt, nicht möglich. Quereinsteiger müssen daher mit einer entsprechenden Umschulung vorliebnehmen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, Fernkurse zu Themen aus dem Bereich der Floristik zu absolvieren und sich im Zuge dessen fachspezifische Kenntnisse anzueignen. Um einen adäquaten Ersatz für die Ausbildung handelt es sich dabei aber nicht. All diejenigen, die dennoch an einem Floristik-Fernstudium festhalten und einen entsprechenden Fernlehrgang berufsbegleitend in Angriff nehmen möchten, werden bei verschiedenen Anbietern fündig.

Wer bietet Umschulungen für Floristen an?

In Anbetracht der Tatsache, dass der Floristik vielerorts die Fachkräfte ausgehen, erweist sich eine Umschulung zur Floristin regelmäßig als interessante Perspektive. Vor dem Beginn einer solchen Qualifizierungsmaßnahme steht jedoch die Suche nach einem geeigneten Anbieter an. Angelehnt an die duale Berufsausbildung offerieren einige Betriebe aus der Floristik-Branche eine betriebliche Umschulung. Private Bildungsinstitute sind weitere Ausbildungsstätten, setzen allerdings auf außerbetriebliche Umschulungen. Der theoretische Unterricht wird durch praktische Phasen in verschiedenen Betrieben ergänzt, sodass Theorie und Praxis gleichermaßen vermittelt werden. Abgesehen von der Agentur für Arbeit beziehungsweise der Rentenversicherung ist auch der Fachverband Deutscher Floristen eine lohnende Anlaufstelle.

Welche Alternativen gibt es zur Umschulung zum Floristen?

Die Umschulung zum Floristen eröffnet Interessierten interessante Perspektiven, ist aber nicht alternativlos. Wer gerne mit Pflanzen arbeiten möchte, sollte vielleicht auch über eine Umschulung zum Gärtner nachdenken und kann hier zwischen den Fachrichtungen Zierpflanzenbau, Staudengärtnerei und Friedhofsgärtnerei auswählen. All diejenigen, die vor allem am Verkauf als Tätigkeit des Floristen Gefallen finden, sehen möglicherweise im Kaufmann im Einzelhandel eine echte Umschulungsalternative.

Welches Studium ist als Alternative zur Umschulung zur Floristin geeignet?

Anders als in vielen anderen Bereichen hat sich die Akademisierung in der Floristik zwar nicht so sehr durchgesetzt, ein akademischer Grad kann aber dennoch die Basis für eine spannende Karriere bilden. Als Alternative zur Umschulung ist so vielleicht auch ein Studium an einer Hochschule eine Überlegung wert. Wird dieses berufsbegleitend beispielsweise per Fernstudium absolviert, kann man sich so neben dem Job ein zweites Standbein aufbauen und dann nahtlos wechseln. Interessante Studiengänge können hier unter anderem sein:

  • Ökologie
  • Biologie
  • Naturschutz
  • Agrarwissenschaften
  • Garten- und Landschaftsbau
  • Landschaftsarchitektur

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