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Umschulung Hundeführer – Hundetrainer

Mit einer Umschulung zum Hundeführer beziehungsweise Hundetrainer wollen sich viele Menschen einen wahren Lebenstraum erfüllen. Wer nach neuen beruflichen Perspektiven sucht und sich nichts sehnlicher wünscht als seine Hundeliebe zum Beruf zu machen, träumt vielfach von einer Karriere als Hundetrainer/in beziehungsweise Hundeführer/in.

Auf diese Art und Weise könnte man tagtäglich mit Hunden arbeiten, wobei Schulungen der Halter mindestens ebenso wichtig sind. Es stellt sich aber immer wieder aufs Neue die Frage, wie sich ein solcher Umschulungswunsch realisieren lässt, denn einen anerkannten Ausbildungsberuf Hundetrainer beziehungsweise Hundeführer gibt es nicht.Umschulung

Beruf und Karriere als Hundetrainer / Hundetrainerin

Hundefreunde, die Interesse an einer Umschulung haben, müssen zunächst genau zwischen dem Hundetrainer und dem Hundeführer differenzieren. Anders als vielfach angenommen handelt es sich dabei um keine Synonyme, sondern um unterschiedliche Tätigkeiten, die jedoch die Arbeit mit Hunden eint. Hundetrainer erziehen Hunde und bringen ihren Haltern die Kommunikation mit ihrem Vierbeiner näher, um das Zusammenleben von Mensch und Tier so angenehm wie möglich zu machen.

Neben der Grunderziehung werden im Hundetraining auch Konzepte und Maßnahmen erarbeitet, um etwaigen Auffälligkeiten und/oder Problemen adäquat zu begegnen. Als Hundeführer/innen werden dahingegen eher Personen bezeichnet, die mit einem Rettungshund oder Diensthund arbeiten. Dabei kann es sich um Rettungskräfte, Polizisten oder auch Zollbeamte handeln. Sicherheitsmitarbeiter sind oftmals auch Hundeführer, weil sie zu beruflichen Zwecken einen Wach- und Schutzhund führen.

Hundeführer und Hundetrainer beschreiben folglich unterschiedliche Berufsbilder, wodurch sich auch variierende Beschäftigungsmöglichkeiten ergeben. Grundsätzlich sind versierte Hundeexperten vor allem in den folgenden Bereichen gefragt:

  • Sicherheitsbranche
  • Polizei
  • Zoll
  • Rettungsdienste
  • Hundeschulen
  • Tierheime
  • Tierschutzvereine

Das Gehalt als Hundeführer

GehaltOb man der Hundestaffel bei der Polizei als Hundeführer angehört, als Hundetrainer eine eigene Hundeschule betreibt oder Teil einer Rettungshundestaffel ist, wirkt sich nicht nur auf den Arbeitsalltag, sondern auch auf die Verdienstmöglichkeiten aus. Dementsprechend existieren große Differenzen, die noch dadurch verstärkt werden, dass die Qualifikationen und Erfahrungen weitere entscheidende Faktoren für das konkrete Einkommen eines Hundetrainers beziehungsweise Hundeführers sind.

Interessenten an einer solchen Tätigkeit wollen zwar in erster Linie ihrer Berufung folgen, zugleich aber auch nicht auf einen angemessenen Verdienst verzichten. Aus diesem Grund ist das beispielhafte Durchschnittsgehalt von 16.000 Euro bis 40.000 Euro brutto im Jahr für die Entscheidung für oder gegen die Umschulung von zentraler Bedeutung.

Die Umschulung zum Hundeführer beziehungsweise Hundetrainer

Eine klassische Umschulung zum Hundeführer beziehungsweise Hundetrainer gibt es zwar nicht, aber im Zuge anderweitiger Maßnahmen kann man sich doch dementsprechend qualifizieren. Wer als Hundeführer/in Karriere machen möchte, kann beispielsweise per Weiterbildung die IHK-Sachkundeprüfung erlangen und dann im Sicherheitsgewerbe Fuß fassen. Rettungskräfte, Polizisten und Zollbeamte haben dahingegen die Möglichkeit, über ihren Dienstherrn Kurse zu besuchen und sich für eine Hundestaffel zu qualifizieren.

All diejenigen, die eher von einer Laufbahn als Hundetrainer/in träumen, müssen sich auf eigene Faust über private Anbieter weiterbilden und befassen sich dabei unter anderem mit den folgenden Inhalten:

  • Ursprung des Hundes
  • Domestikation
  • Körpersprache des Hundes
  • Wesen des Hundes
  • Lernverhalten des Hundes
  • Hundetraining
  • Problemverhalten
  • Hundesport
  • Recht
  • Kommunikation

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Hundetrainer-Umschulung

Gut zu wissen!Bestimmte Voraussetzungen gelten für die Umschulung beziehungsweise Qualifizierung als Hundetrainer/in im Allgemeinen nicht. Freude und Erfahrung im Umgang mit Hunden sollte allerdings schon vorhanden sein. Die Dauer der Kurse variiert dann zwischen ein paar Wochen und mehreren Jahren. Auch hinsichtlich der Kosten existiert eine enorme Bandbreite. Zuweilen werden aber durchaus ein paar Tausend Euro fällig, so dass auch die Finanzierung betreffend erst einmal Klärungsbedarf besteht.

Per Fernstudium Hundetrainer/in werden

Die Vorstellung, per Fernstudium Hundetrainer/in zu werden, wirkt auf den ersten Blick absurd, ist es aber keineswegs. Es gibt verschiedene Anbieter, die solche Fernlehrgänge bereithalten und Interessierten so die Gelegenheit geben, flexibel neben dem Job das Hundetraining von der Pike auf zu erlernen.

Da ein solcher Fernkurs sehr theorielastig ist, ist es empfehlenswert, das Gelernte stets direkt mit dem eigenen Vierbeiner zu trainieren. Zudem sollten auch Praktika in Hundesportvereinen, Hundeschulen und Tierheimen eingeplant werden. Wer ein entsprechendes Engagement an den Tag legt, kann somit auch per Fernstudium Hundetrainer/in werden.

Worin besteht der Unterschied zwischen einem Hundeführer und einem Hundetrainer?

Menschen, die sich beruflich umorientieren möchten oder müssen, wollen die Gelegenheit oftmals nutzen, um ihre Liebe zu Hunden zum Beruf zu machen. Eine Umschulung zum Hundeführer beziehungsweise Hundetrainer liegt dann nahe. Bevor man eine Maßnahme beginnt, sollte man aber genau zwischen dem Hundeführer und dem Hundetrainer differenzieren. Die beiden Bezeichnungen werden zwar hin und wieder als Synonyme benutzt, sind dies aber nicht. Zum besseren Verständnis gibt es im Folgenden kurze Definitionen der beiden Berufe:

  • Hundeführer/in
    Hundeführer/innen sind diejenigen, die einen Hund beruflich führen. Der Hund übt dabei einen echten Job aus und kommt als Diensthund oder Rettungshund zum Einsatz. Die Kontrolle des Tieres obliegt dabei dem Hundeführer, der für gewöhnlich über eine entsprechende Sachkunde und einschlägige Qualifikation verfügen muss.
  • Hundetrainer/in
    Der Hundetrainer kann gewissermaßen auch als Hundeerzieher bezeichnet werden und widmet sich in erster Linie der Erziehung von Hunden. Indem er das Verhalten des Vierbeiners analysiert und den Halter im richtigen Umgang schult, trägt er maßgeblich zu einem guten Zusammenleben von Mensch und Tier bei.

Auf den ersten Blick gibt es zwar keine gravierenden Unterschiede zwischen einem Hundeführer und einem Hundetrainer, doch bei näherer Betrachtung ergibt sich ein vollkommen anderes Bild. Vor Beginn einer Umschulung sollte man also genau wissen, ob man Hundeführer/in oder Hundetrainer/in werden möchte.

Wie sieht es mit der Anerkennung der Hundetrainer-Umschulung aus?

Wenn es um die Qualifizierung als Hundetrainer/in geht, erweist sich die Anerkennung immer wieder als heikles Thema. Dies liegt vor allem daran, dass die Bezeichnungen Hundeführer und Hundetrainer nicht offiziell geschützt sind und sich somit jeder so nennen kann, unabhängig von den vorhandenen Qualifikationen auf diesem Gebiet. Wer das Ganze ernsthaft angeht und sich eine nachhaltige Karriere aufbauen möchte, sollte jedoch auf eine entsprechende Qualifizierung setzen und in besonderem Maße darauf achten, dass die Hundetrainer-Umschulung allgemein anerkannt wird. Abgesehen von dem Renommee des jeweiligen Anbieters ist es entscheidend, ob beispielsweise ein IHK-Zertifikat winkt und/oder eine Zertifizierung bei der Tierärztekammer erfolgt. In diesen Fällen kann kein Zweifel an der Umschulung bestehen.

Welche Alternativen gibt es zur Umschulung zum Hundetrainer beziehungsweise zum Hundeführer?

All diejenigen, die mit einer Umschulung zum Hundetrainer beziehungsweise Hundeführer liebäugeln, sollten wissen, dass es auch Alternativen gibt, die allerdings durchaus auch als Zusatzqualifikationen für Hundetrainer und Hundeführer geeignet sind. In diesem Zusammenhang sind je nach fachlichem Schwerpunkt unter anderem die folgenden Optionen zu nennen:

  • Fachkraft für Schutz und Sicherheit
  • Tierheilpraktiker/in
  • Tierpfleger/in
  • Tiermedizinische/r Fachangestellte/r
  • Polizist/in
  • Zollbeamte/r

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