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Umschulung Feuerwehrmann

Per Umschulung Feuerwehrmann beziehungsweise Feuerwehrfrau zu werden, erscheint vielen Menschen sehr reizvoll. Einerseits können sie so den Quereinstieg in den öffentlichen Dienst schaffen und andererseits winkt ihnen ein anspruchsvoller und verantwortungsvoller Job mit besten Aussichten.

Feuerwehrleute werden immer gebraucht, so dass eine entsprechende Umschulungsmaßnahme stets eine Option sein kann.

All diejenigen, die ernsthaftes Interesse an einer Feuerwehrmann-Umschulung haben, sollten sich zunächst eingehend informieren und nichts überstürzen. Wer in seinem bisherigen Beruf keine Perspektiven mehr hat, sollte auch im Falle eines geplanten Quereinstiegs bei der Feuerwehr selbstkritisch sein und die persönliche Eignung hinterfragen.

Außerdem ist es ratsam, sich eingehend zu informieren und unter anderem im Folgenden rund um die Umschulung zum Feuerwehrmann beziehungsweise zur Feuerwehrfrau zu recherchieren.

Umschulung

Berufsbild Feuerwehrmann/-frau – Aufgaben und Karrierechancen

Unabhängig davon, wie man in den Feuerwehrdienst einsteigen möchte, sollte man zunächst um die verschiedenen Dienstgrade wissen. Das Qualifikationsprofil sowie die konkreten Aufgaben können somit durchaus variieren.

Grundsätzlich arbeiten Feuerwehrleute aber getreu dem Motto „Retten, Löschen, Bergen und Schützen“ und sind somit für die Sicherheit ihrer Mitmenschen im Einsatz. Dabei geht es nicht nur um das Löschen von Bränden, sondern auch um rettungsdienstliche Aufgaben.

Als Beamte/r im Feuerwehrdienst kann man typischerweise in den folgenden Bereichen Karriere machen:

  • Berufsfeuerwehr
  • Feuerwehr der Bundeswehr

Verdienstmöglichkeiten bei der Feuerwehr

Je nach Dienstgrad und Erfahrung kann die Besoldung von Beamten im Feuerwehrdienst variieren. Pauschale Angaben zu den Verdienstmöglichkeiten sind folglich mit Vorsicht zu genießen.

GehaltInsbesondere für Menschen, die einen beruflichen Neuanfang bei der Feuerwehr planen, sind die finanziellen Aspekte jedoch von größter Wichtigkeit. Zur groben Orientierung kann hier daher ein durchschnittliches Gehalt zwischen rund 24.000 Euro und 48.000 Euro brutto im Jahr herangezogen werden.

Weiterbildungen und damit verbundene Aufstiege auf der Karriereleiter wirken sich aber natürlich positiv auf das Einkommen aus und ermöglichen wahre Gehaltssprünge.

Die Umschulung zum Feuerwehrmann beziehungsweise zur Feuerwehrfrau

Menschen, die Feuerwehrmann beziehungsweise Feuerwehrfrau werden möchten und bislang einem anderen Beruf nachgegangen sind, begeben sich vielfach auf die Suche nach einer einschlägigen Umschulungsmaßnahme und werden kaum fündig.

Dies liegt daran, dass für den Vorbereitungsdienst der Feuerwehr ohnehin ein Berufsabschluss verlangt wird. Eine klassische Berufsausbildung für Schulabgänger/innen ist im feuerwehrtechnischen Dienst somit kein Thema.

Der Vorbereitungsdienst hat immer den Charakter einer Umschulung. Dabei geht es vornehmlich um die folgenden Themen:

  • Baukunde
  • Fahrzeugkunde
  • Fahrausbildung
  • Brennen und Löschen
  • Strahlenschutz
  • Elektrotechnik
  • Mechanik
  • Gerätekunde
  • Einsatzlehre
  • Staatskunde
  • Verwaltungskunde

Wissenswert ist zudem, dass der Vorbereitungsdienst für angehende Feuerwehrleute aus mehreren Abschnitten besteht. Feuerwehranwärter/innen besuchen zunächst die Feuerwehrschule, um dann nach der erfolgten

Zwischenprüfung praktische Erfahrungen bei Berufsfeuerwehren, in Feuerwehrleitstellen sowie im Rettungsdienst zu sammeln. Danach findet noch ein Abschlusslehrgang an der Feuerwehrschule statt, bevor die Laufbahnprüfung abgelegt wird.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Feuerwehrmann-Umschulung

FragenFür angehende Feuerwehrleute ist es nicht nur wichtig zu wissen, welche Inhalte im Vorbereitungsdienst behandelt werden, sondern auch wie dieser abläuft.

Zunächst geht es dabei typischerweise um die formalen Voraussetzungen, die zwar je nach Bundesland variieren können, aber dennoch auf den folgenden Eckpfeilern basieren:

  • abgeschlossene Berufsausbildung
  • gesundheitliche Eignung
  • Fahrerlaubnis der Klasse B

Der Vorbereitungsdienst für die Feuerwehr nimmt dann 1 bis 3 Jahre in Anspruch. Direkte Kosten in Form von Gebühren entstehen dabei nicht, stattdessen erhalten Feuerwehranwärter/innen Anwärterbezüge, die einer Ausbildungsvergütung entsprechen.

Wer sollte über einen Quereinstieg als Feuerwehrmann beziehungsweise Feuerwehrfrau nachdenken?

Dass man für den Einstieg bei der Feuerwehr eine abgeschlossene Ausbildung benötigt, steht außer Frage. Abgesehen von den formalen Kriterien sollte man die eigene psychische und physische Belastbarkeit hinterfragen.

Zudem muss man mit Schichtdiensten und Abrufbereitschaft leben können, denn die Einsätze der Feuerwehr sind nicht planbar. Körperliche Fitness ist dabei ebenso wichtig wie mentale Stärke. Die immense Verantwortung, die man trägt, ist ebenfalls nicht zu verachten.

Wer eine Feuerwehrmann-Umschulung ins Auge fasst, muss also bereit sein, all dies auf sich zu nehmen.

Welche Alternativen gibt es zur Feuerwehrmann-Umschulung?

Feuerwehrleute empfinden ihren Beruf meist als überaus erfüllend, denn sie retten Menschen, tun etwas für die Gesellschaft und erleben im beruflichen Alltag maximale Abwechslung. Anstelle der Berufsfeuerwehr kann möglicherweise auch eine Werksfeuerwehr eine Option sein.

Wer nach weiteren Umschulungsalternativen sucht, sollte beispielsweise an die folgenden Berufsbilder denken:

  • Brandschutzfachkraft
  • Beamtin/Beamter im Eichwesen
  • Beamtin/Beamter in der Gewerbeaufsichtsverwaltung
  • Beamtin/Beamter in der Wehrverwaltung des Bundes
  • Pyrotechniker/in
  • Rettungsassistent/in
  • Notfallsanitäter/in

Wie gelingt die Finanzierung der Umschulung zum/zur Brandmeister/in?

Während klassische Umschulungen als Vollzeitlehrgänge daherkommen und teils hohe Kosten nach sich ziehen, erhält man im feuerwehrtechnischen Vorbereitungsdienst Anwärterbezüge.

Folglich erhalten angehende Feuerwehrleute eine kleine Vergütung, die aber kaum zur Finanzierung der laufenden Lebenshaltungskosten ausreicht.

Hier lohnt es sich, staatliche Hilfen ins Auge zu fassen. Zu nennen sind hier beispielsweise das Wohngeld und die Berufsausbildungsbeihilfe.

Achtung! Zwei Tipps aus der Redaktion

Wer von einer Laufbahn bei der Feuerwehr träumt, muss zunächst den Einstieg schaffen und dann den tagtäglichen Herausforderungen des Feuerwehrdienstes adäquat begegnen. Damit dies gelingt, finden sich nachfolgend zwei Tipps aus der Redaktion.

Diese garantieren zwar keine Karriere bei der Feuerwehr, schaffen aber eine solide Basis dafür. Es kann sich also auch für Umschüler/innen lohnen, auf unsere Ratschläge zu achten und sich diese zu Herzen zu nehmen.

Insbesondere Umschüler/innen haben für gewöhnlich großes Interesse daran, dass der Einstieg in den Feuerwehrdienst gelingt und zu langfristigen Perspektiven führt, schließlich haben sie in ihrem bisherigen Beruf anderes erlebt und müssen sich deshalb umorientieren.

Bereiten Sie sich adäquat auf den Einstellungstest der Feuerwehr vor!

Unabhängig davon, ob man die übliche Ausbildung anstrebt oder mit einer Umschulung liebäugelt, muss man für den Feuerwehrdienst über eine gute Allgemeinbildung und körperliche Fitness verfügen.

Außerdem muss man psychisch belastbar sein. Dass die Feuerwehren anspruchsvolle Einstellungstest durchführen, ist folglich nicht verwunderlich.

Sportliches Training, das Aufbessern der Allgemeinbildung, mentales Training und auch das Einüben der typischen Prüfungssituationen sind daher von großer Wichtigkeit. Nur mithilfe der richtigen Vorbereitung kann man sein ganzes Potenzial ausschöpfen und den Einstieg bei der Feuerwehr schaffen.

Nutzen Sie die Weiterbildungsmöglichkeiten für Feuerwehrleute!

Auch nach abgeschlossener Umschulung und erfolgreichem Einstieg bei der Feuerwehr können sich die frisch gebackenen Feuerwehrleute nicht einfach zurücklehnen, sondern müssen sich nun tagtäglich beweisen.

Zudem dürfen sie das lebenslange Lernen nicht außer Acht lassen und sollten die Weiterbildungsmöglichkeiten zu nutzen wissen. Neben einzelnen Kursen und Seminaren sind vor allem die folgenden Fortbildungen, die vornehmlich als interne Lehrgänge oder Beamtenausbildungen angeboten werden, für ambitionierte Feuerwehrleute interessant:

  • Oberbrandmeister/in
  • Hauptbrandmeister/in
  • Brandoberinspektor/in
  • Stadtbrandinspektor/in
  • Brandamtmann/-frau
  • Brandamtsrat/-rätin
  • Oberbrandrat/-rätin
  • Branddirektor/in

Zudem kann beispielsweise ein Fernstudium oder anderweitiges berufsbegleitendes Studium eine Option sein. Für Feuerwehrleute sind dabei insbesondere die Fächer Brandschutz, Sicherheitstechnik und Verwaltungswissenschaft von großem Interesse.

Durch einen entsprechenden akademischen Grad kann man weiter auf der Karriereleiter aufsteigen und verantwortungsvolle Positionen bekleiden.


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