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Umschulung Arbeitspädagoge

Wer per Umschulung Arbeitspädagoge werden möchte, wünscht sich einen beruflichen Neuanfang und möchte zugleich auch anderen Menschen zu einem erfüllten Berufsleben verhelfen. Die Arbeitspädagogik bietet sich dann natürlich an und sorgt für einige interessante Perspektiven. Angehende Arbeitspädagogen, die sich aus unterschiedlichsten Gründen von ihrem bisherigen Job verabschieden möchten und nach neuen Perspektiven suchen, sollten im Vorfeld alle verfügbaren Informationen sammeln, um sich ein genaues Bild machen zu können.

Im Zuge dessen zeigt sich unter anderem, dass es eine klassische Umschulung zum Arbeitspädagogen nicht geben kann. Entweder man studiert Arbeitspädagogik an einer Hochschule oder man absolviert eine Weiterbildung zum Arbeitserzieher beziehungsweise Arbeitspädagogen. Eine entsprechende Berufsausbildung, die auch im Rahmen einer Umschulungsmaßnahme absolviert werden könnte, existiert nicht.

Aus diesem Grund ist die erste Herausforderung in Zusammenhang mit einer Umschulung zum Arbeitspädagogen die Entscheidungsfindung. Hier kann es helfen, sich umfassend zu informieren und im Anschluss mit mehreren Anbietern in Kontakt zu treten.Umschulung

📌 Beruf und Karriere als Arbeitspädagoge

Arbeitspädagogen beziehungsweise Arbeitserzieher befassen sich mit der Planung, Konzeption und Durchführung arbeitstherapeutischer und -erzieherischer Maßnahmen. Diese richten sich an Menschen mit und ohne Behinderung, die in die Arbeitswelt integriert werden sollen und dabei fachliche Unterstützung brauchen. In erster Linie verhelfen Arbeitspädagogen ihren Klienten zu mehr Selbständigkeit in Bezug auf ihre Arbeit und führen sie so an eine sinnvolle Tätigkeit heran.

Kenntnisse und Kompetenzen auf dem Gebiet der Arbeitspädagogik sind folglich immer dann sehr wertvoll, wenn es um die berufliche Integration geht. Entsprechend geschultes Fachpersonal ist dementsprechend vor allem in den folgenden Bereichen sehr gefragt:

  • Rehabilitationseinrichtungen
  • Justizvollzugsanstalten
  • Werkstätten für Menschen mit Behinderung
  • Berufsförderungswerke
  • psychiatrische Krankenhäuser
  • Zentren für berufliche Wiedereingliederung
  • Beratungsstellen

Das Gehalt als Arbeitspädagoge

GehaltAls Arbeitspädagogin kann man anderen Menschen zu einem erfüllteren Berufsleben verhelfen, sollte dabei aber auch die eigene Laufbahn nicht aus den Augen verlieren. Speziell die Verdienstmöglichkeiten in der Arbeitspädagogik sind ein nicht zu verachtendes Thema.

Zunächst muss man hier feststellen, dass zahlreiche Faktoren das Einkommen eines Arbeitserziehers mehr oder weniger stark beeinflussen, so dass pauschale Angaben kaum möglich sind. Dennoch lässt sich das durchschnittliche Gehalt zur Orientierung auf etwa 24.000 Euro bis 48.000 Euro brutto im Jahr beziffern.

Die Umschulung zum Arbeitspädagogen

All diejenigen, die nach einer Umschulung zum Arbeitspädagogen suchen, müssen sich erst einmal bewusst machen, dass es eine solche nicht gibt. Die Qualifizierung als Arbeitspädagogin kann bestenfalls im Zuge einer Weiterbildung erfolgen. Diese kann aber den Startschuss für eine zweite Karriere geben und folglich zuweilen durchaus auch als Umschulung dienen.

Die Weiterbildung unterliegt dabei dem jeweiligen Landesrecht und kann an verschiedenen Fachschulen absolviert werden. Am Ende steht die staatliche Abschlussprüfung als Arbeitserzieher/in an. Zuvor müssen sich Teilnehmer an einer solchen Maßnahme jedoch mit den folgenden Inhalten auseinandersetzen:

  • Pädagogik
  • Soziologie
  • Psychologie
  • Arbeitstherapie
  • Arbeitserziehung
  • Recht
  • Kommunikation
  • Grundlagen der Medizin

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Arbeitspädagogen-Umschulung

Im Allgemeinen gibt der jeweilige Lehrgangsanbieter vor, unter welchen Voraussetzungen eine Qualifizierungsmaßnahme aufgenommen werden kann. Im Falle einer Umschulung beziehungsweise Weiterbildung zum Arbeitserzieher ist in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie Berufstätigkeit in einem einschlägigen Bereich erforderlich. In Abhängigkeit davon, ob man das Ganze dann in Voll- oder Teilzeit absolviert, ist von einer Dauer von zwei beziehungsweise drei Jahren auszugehen.

Staatliche Fachschulen erheben dabei keine Gebühren, während private Anbieter mitunter erhebliche Kosten verursachen können. Abgesehen von Weiterbildungen gibt es auch noch akademische Studiengänge auf dem Gebiet der Arbeitspädagogik, die mit wiederum ganz anderen Rahmenbedingungen daherkommen. Folglich existieren große Unterschiede, die Interessenten an einer Qualifizierung als Arbeitspädagoge unbedingt kennen sollten.

Eine umfassende Online-Recherche bildet hier lediglich den Anfang. Zusätzlich bietet es sich an, bei verschiedenen Anbietern das kostenlose Informationsmaterial unverbindlich anzufordern.

Per Fernstudium Arbeitspädagoge werden

Eine besonders flexible Variante der Qualifizierung als Arbeitspädagogin kann per Fernstudium erfolgen. Fernkurse sorgen für eine entsprechende Weiterbildung mit maximaler Flexibilität. An der einen oder anderen Hochschule kann man zudem ein berufsbegleitendes Studium in Form eines Fernstudiums mit dem Ziel Bachelor oder Master absolvieren.

Menschen, die beruflich stark eingespannt sind und sich dennoch auf dem Gebiet der Arbeitstherapie qualifizieren möchten, treffen mit einem Fernstudium eine ausgezeichnete Wahl, wobei stets genau zwischen Fernlehrgängen und akademischen Fernstudiengängen differenziert werden muss.

Was sind die Inhalte der Umschulung zum Arbeitspädagogen?

Gut zu wissen!All diejenigen, die die Teilnahme an einer Umschulung zum Arbeitspädagogen planen beziehungsweise damit liebäugeln, sollten wissen, worauf sie sich einlassen und sich aus diesem Grund mit den Inhalten der Qualifizierung auseinandersetzen. Je nach Lehrgang kann es zwar durchaus Unterschiede geben, aber grundsätzlich geht es in der Umschulung zur Arbeitspädagogin um die folgenden Themen:

  • Arbeitstherapie
  • Arbeitserziehung
  • Didaktik
  • Werkstoffe
  • Fertigungstechniken
  • Pädagogik
  • Psychologie
  • Soziologie
  • Recht
  • Kommunikation

Umschüler/innen in Sachen Arbeitspädagogik erhalten so eine breit gefächerte und fundierte Ausbildung, die sie in die Lage versetzt, arbeitspädagogisch tätig zu werden. Dafür sorgen unter anderem auch die praktischen Anteile der Qualifizierung, die die arbeitspädagogische Theorie aufgreifen und direkt anwenden.

Wer sollte ernsthaft über eine Arbeitspädagogen-Umschulung nachdenken?

Ob und inwiefern formale Voraussetzungen für die Umschulung zum Arbeitspädagogen existieren, lässt sich aufgrund der Vielzahl an Qualifizierungsmöglichkeiten kaum sagen. Hier ist es also wichtig, sich mit den Details der einzelnen Umschulungsangebote zu befassen.

Darüber hinaus sollte auch der persönlichen Eignung ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt werden, denn das Erfüllen der formalen Voraussetzungen allein macht aus Umschülern noch keine guten Arbeitspädagogen. Diese benötigen auch handwerkliches Geschick, Einfühlungsvermögen, Offenheit und Einsatzbereitschaft. Außerdem muss man als Arbeitspädagogin bereit sein, auf die einzelnen Klienten einzugehen.

Wo kann man sich zum Arbeitspädagogen umschulen lassen?

Wer zu dem Entschluss gelangt ist, dass es eine Umschulung zum Arbeitspädagogen sein soll, muss nur noch den richtigen Anbieter finden. Einrichtungen, die sich der Qualifizierung im sozialen Bereich widmen, sind hier typischerweise die richtigen Anlaufstellen. So sind hier beispielsweise die Diakonie, das DRK und auch die Caritas zu nennen.

Da aber akademische Qualifizierungen im Bereich der Arbeitspädagogik dominieren, sind auch Fachhochschulen die richtigen Adressen und stellen Interessierten eine entsprechende Qualifizierung in Aussicht. Indem man das kostenlose Informationsmaterial unverbindlich anfordert, kann man sich einen Überblick verschaffen und schlussendlich die richtige Wahl treffen, um noch einmal als Arbeitspädagoge durchzustarten.

Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich der Arbeitspädagogik

Wenn es um eine Umschulung zum Arbeitspädagogen geht, muss man sich zunächst fragen, welche Ausbildung in die Arbeitspädagogik führt. Eine konkrete Umschulung zum Arbeitspädagogen kann es zwar in Ermangelung einer geregelten Ausbildung nicht geben, aber es existieren einige Qualifizierungen, die in den Bereich der Arbeitspädagogik führen können. Hier sind vor allem die folgenden Berufe zu nennen:

  • Arbeitserzieher/in
  • Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung
  • staatlich anerkannte/r Heilpädagoge beziehungsweise Heilpädagogin
  • Fachkraft für Blinden- und Sehbehindertenrehabilitation
  • Fachlehrer/in an Sonderschulen

Durch das lebenslange Lernen bleiben Fachkräfte auf dem Laufenden und können sich beispielsweise auf die Arbeitspädagogik in all ihren Facetten spezialisieren. Es muss also nicht zwingend eine klassische Ausbildung sein.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen für ambitionierte Arbeitspädagogen?

Qualifizierte Arbeitspädagogen beziehungsweise Arbeitserzieher bringen grundsätzlich alles mit, was sie im Job brauchen. Diejenigen, die ambitionierte Karrierepläne verfolgen, können an einzelnen Seminaren teilnehmen oder ein Studium aufnehmen. Letzteres kann als Fernstudium, Abendstudium oder Teilzeitstudium durchaus auch berufsbegleitend stattfinden und die Studierenden trotz Job zum Bachelor oder Master führen. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang vor allem die folgenden Disziplinen:

  • Ergotherapie
  • Arbeitspädagogik
  • Heilpädagogik
  • Soziale Arbeit
  • Bildungswissenschaft
  • Erziehungswissenschaft
  • Sonderpädagogik
  • Rehabilitation

Achtung! Tipp aus der Redaktion

All diejenigen, die sich zu Arbeitspädagogen umschulen lassen möchten, müssen dabei einiges bedenken. Das Berufsbild sowie die Modalitäten der Qualifizierung werfen teilweise Fragen auf. Davon sollte sich jedoch niemand abschrecken lassen. Stattdessen lohnt es sich, auf den folgenden Rat unserer Redaktion zu hören.

Lassen Sie sich rund um die Umschulung zum Arbeitspädagogen beraten!

In Zusammenhang mit einer arbeitspädagogischen Umschulung können sich diverse Fragen und Unsicherheiten ergeben. Um diese aus der Welt zu schaffen, sollten Interessierte einerseits sorgsam recherchieren und andererseits die eine oder andere Beratung in Anspruch nehmen.

Die Anbieter entsprechender Qualifizierungen sind hier ebenso wie das Arbeitsamt zu nennen. Zudem kann es sich lohnen, das Gespräch mit (potenziellen) Arbeitgebern zu suchen, um das Ansehen der Qualifikation und das konkrete Anforderungsprofil zu hinterfragen.


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