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Umschulung Binnenschiffer

Um Kapitän an Bord eines Schiffes zu werden, muss man nicht jahrelang als Matrose zur See fahren und sich allmählich hocharbeiten, schließlich gibt es den anerkannten Ausbildungsberuf des Binnenschiffers. Im Rahmen einer dreijährigen dualen Berufsausbildung kann man diesen Beruf von der Pike auf erlernen und sich so das erforderliche Know-How für die Binnenschifffahrt aneignen.

All diejenigen, die nach der Schule einen anderen Weg eingeschlagen haben, müssen der Vergangenheit aber keineswegs hinterhertrauern, sondern können sich immer noch verwirklichen. Möglich macht dies eine Umschulung zum Binnenschiffer, die vielfach aus der Arbeitslosigkeit führt und somit für spannende Perspektiven sorgt.Umschulung

Die Umschulung zum/zur Binnenschiffer/in

Die Binnenschiffer-Umschulung ist ohne Frage eine Herausforderung und sollte daher nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Es ist schließlich kein Kinderspiel, einen vollkommen neuen Beruf zu erlernen und karrieretechnisch noch einmal von vorne zu beginnen. Doch wenn man ansonsten zur Arbeitslosigkeit verdammt ist, ist eine Umschulung eindeutig die bessere Wahl. Auf diese Art und Weise kann man sich als Binnenschiffer/in qualifizieren und dementsprechend die folgenden Kenntnisse und Kompetenzen erlangen:

  • Navigation
  • Personenbeförderung
  • Gütertransport
  • Logistik
  • Arbeitsorganisation
  • Qualitätssicherung
  • Technik von Binnenschiffen
  • Pflege, Wartung und Instandhaltung von Fahrzeugen und Anlagen aus der Binnenschifffahrt
  • Schiffsbetriebswirtschaft

Am Ende der Umschulung steht ebenso wie bei der dualen Ausbildung die Abschlussprüfung an, durch die man dann zum Binnenschiffer wird. Umschulungsmaßnahmen stehen diesbezüglich der dualen Berufsausbildung in nichts nach.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten

FragenWenn man über eine Umschulung zum Binnenschiffer nachdenkt, sollte man nicht nur die Inhalte der Maßnahme kennen, sondern auch die relevanten Rahmenbedingungen. Dies fängt schon bei den Voraussetzungen an, die den Zugang zu der Qualifizierung regeln. Eine bestimmte Vorbildung ist formal allerdings nicht vorgeschrieben. Dass Umschüler bereits einen anderen Beruf erlernt und gewisse praktische Erfahrungen gesammelt haben, wird dahingegen durchaus vorausgesetzt.

In zwei bis drei Jahren erlangt man die Qualifikation, wobei währenddessen durchaus Lehrgangsgebühren und Lebenshaltungskosten für finanzielle Belastungen sorgen. Es gibt allerdings die Möglichkeit einer Förderung durch das Arbeitsamt oder die Rentenversicherung, so dass die Kosten nicht so sehr ins Gewicht fallen.

Karrierechancen nach der Umschulung zur Binnenschifferin

Die Umschulung zum Binnenschiffer gilt im Allgemeinen als außergewöhnlich und exotisch, bietet aber dennoch gute Berufsaussichten. Binnenschiffer führen und steuern Wasserfahrzeuge auf Binnengewässern. Dementsprechend sind sie nicht auf dem offenen Meer, sondern auf Seen und Flüssen unterwegs.

Die Beförderung von Fahrgästen kann ihnen dabei ebenso wie der Gütertransport obliegen. Die folgenden Einsatzbereiche beschreiben die Karrierechancen in der Binnenschifffahrt vollumfänglich:

  • Wasser- und Schifffahrtsämter
  • Unternehmen aus der Personen- und Güterbeförderung der Binnenschifffahrt
  • Hafenbetriebe
  • Schiffbau
  • Hafenbau
  • Vermietungen von Wasserfahrzeugen

Verdienstmöglichkeiten als Binnenschiffer

GehaltBinnenschiffer sind im beruflichen Alltag viel unterwegs und tragen zudem eine große Verantwortung. Dass sich dies auch im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt machen soll, liegt folglich auf der Hand. Insbesondere für Umschüler, die endlich wieder wirtschaftlich auf eigenen Füßen stehen möchten, ist es wichtig zu wissen, wie es mit den Verdienstmöglichkeiten in der Binnenschifffahrt aussieht.

Binnenschiffer/innen erwirtschaften teilweise sehr unterschiedliche Einkommen, weshalb das durchschnittliche Gehalt zwischen 24.000 Euro und 32.000 Euro brutto im Jahr lediglich als grobe Orientierungshilfe herangezogen werden kann.

Wie geht es nach der Umschulung zum Binnenschiffer weiter?

Nach der Umschulung zum Binnenschiffer verfügt man über einen Berufsabschluss, der viele Möglichkeiten bietet. Gleichzeitig darf man die Weiterbildungsmöglichkeiten nicht außer Acht lassen. So kann man beispielsweise ein Seminar in Sachen Gefahrguttransporte oder Ladungssicherung belegen oder auch eine der folgenden Fortbildungen ins Auge fassen:

  • Binnenschiffermeister/in
  • Logistikmeister/in
  • Technische/r Fachwirt/in

Wer bietet Umschulungen zur Binnenschifferin an?

Auf der Suche nach einer Binnenschiffer-Umschulung landet man bei unterschiedlichsten Anbietern. Im Bereich der betrieblichen Umschulungen dominieren ganz klar die Betriebe aus der Binnenschifffahrt. Außerbetriebliche Qualifizierungen können dahingegen von verschiedenen Institutionen angeboten werden. Es lohnt sich daher, sorgsam zu recherchieren und sich einen umfassenden Überblick zu verschaffen.

Achtung! Tipps aus der Redaktion:

Tipps und Tricks rund um die Umschulung zum Binnenschiffer bieten zwar noch keine Erfolgsgarantien, können aber dabei helfen, das angestrebte Qualifikationsziel zu erreichen. Aus unserer Redaktion gibt es im Folgenden ein paar Hinweise und Ratschläge, die angehenden Binnenschiffern vor, während und auch nach der Umschulung weiterhelfen können.

Berücksichtigen Sie auch Alternativen zur Binnenschiffer-Umschulung!

Dass die Binnenschiffer-Umschulung mehr oder weniger exotisch und dementsprechend auch selten ist, ist kein Geheimnis. Dementsprechend macht es ganz besonders Sinn, auch für Alternativen offen zu sein. Hier sind unter anderem die folgenden Berufe zu nennen:

  • Hafenschiffer/in
  • Fischwirt/in
  • Schiffsmechaniker/in
  • Fachkraft für Hafenlogistik

Nutzen Sie die Chance eines berufsbegleitenden Studiums!

Absolventen der Binnenschiffer-Umschulung sollten nicht nur auf klassische Weiterbildungsmöglichkeiten achten, sondern auch die Akademisierung berücksichtigen. Ein berufsbegleitendes Studium kann sie weiter voranbringen und ihnen beispielsweise in Form eines Fernstudiums oder anderweitigen Teilzeitstudiums einen akademischen Grad in einem der folgenden Fächer bescheren:

  • Logistikmanagement
  • Hafenwirtschaft
  • Schiffswirtschaft
  • Nautik
  • Schiffsbau
  • Schiffsbetriebstechnik

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