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Umschulung zum/zur Fotograf/in

Die Umschulung zum Fotografen beziehungsweise zur Fotografin spricht vor allem Menschen an, die gerne kreativ tätig sind und in ihrer Freizeit gerne fotografieren. Das Hobby zum Beruf zu machen, ist der Traum vieler Menschen und kann für Umschüler im Bereich Fotografie durchaus in Erfüllung gehen. Angehende Umschüler können im Anschluss an ihre erste Ausbildung und Berufstätigkeit als zweiten Beruf Fotograf lernen und so gestalterisches und technisches Fachwissen erlangen.Umschulung

Berufsbild Fotograf

Im Vorfeld einer Umschulung zum Fotografen ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Beruf Fotograf unbedingt anzuraten. Wer eine berufliche Neuorientierung wagt und seine berufliche Zukunft in der Fotografie sieht, sollte wissen, was dies konkret bedeutet. Das Fotografieren ist natürlich die zentrale Tätigkeit und stellt die Fotografin vor die anspruchsvolle Aufgabe, Menschen, Landschaften, Gegenstände, Architektur oder Tiere mit der Kamera gekonnt in Szene zu setzen.

Ein gutes Auge ist dabei ebenso wie technisches Know-How gefragt. Das Aufgabenspektrum umfasst aber nicht nur die Aufnahmen selbst, sondern auch die folgenden Tätigkeiten:

  • Kundenberatung
  • Erstellung eines Konzepts
  • Layoutgestaltung
  • Arrangement des Motivs
  • Ausleuchtung des Motivs
  • Bildbearbeitung
  • Anfertigung von Fotos und Fotoprodukten

In der Regel setzen angehende Fotografen schon während der Ausbildung einen Schwerpunkt und werden so Experten in Sachen Produktfotografie, Porträtfotografie, Wissenschaftsfotografie oder Industrie- und Architekturfotografie. Beschäftigungsmöglichkeiten ergeben sich beispielsweise in den folgenden Bereichen:

  • Fotostudios
  • Medienagenturen
  • Verlage
  • Fotolabore
  • Pressedienste
  • Werbeagenturen
  • Fotofachgeschäfte

Gehalt als FotografGehalt

Menschen, die das Fotografenhandwerk erlernt haben und diesen Beruf ausüben, können mit einem durchschnittlichen Gehalt zwischen 16.900 Euro und 24.000 Euro brutto im Jahr rechnen. Dass individuelle Faktoren beim Einkommen eine zentrale Rolle spielen und der Verdienst stets vom Einzelfall abhängt, sollte klar sein.

Die Umschulung zum Fotografen

All diejenigen, die bereits einen ersten Beruf erlernt haben, sich aber beruflich verändern müssen oder wollen, denken mitunter über eine Umschulung zur Fotografin nach. Die Faszination Fotografie tagtäglich im Beruf erleben zu dürfen, erscheint oftmals äußerst erstrebenswert und kann absolut eine Erfüllung sein.

Wenn es darum geht, den bundesweit anerkannten Abschluss zu erlangen, kommt eine Umschulung über einen entsprechenden Bildungsträger infrage. Über diesen Umweg kann man das Fotografenhandwerk von der Pike auf erlernen und erhält eine solide Vorbereitung auf die Prüfung vor der Handwerkskammer.

Dauer und Voraussetzung der Umschulung zum Fotografen

Formal existieren keine besonderen Voraussetzungen für die Ausbildung zum Fotografen, so dass auch Interessenten an einer entsprechenden Umschulung diese nicht fürchten müssen. Gleichzeitig muss man allerdings berücksichtigen, dass an den Schulen unterschiedliche Zulassungsbedingungen herrschen können. Die Dauer der Umschulung beträgt für gewöhnlich zwei Jahre, ist gegebenenfalls aber auch bei der Bildungseinrichtung zu erfragen.

Umschulung Fotograf – Kosten und Finanzierung

Die Kosten einer Umschulung können im Allgemeinen bei mehreren Tausend Euro liegen, weshalb die Finanzierung dieser Maßnahme auch für angehende Fotografen ein wichtiger Aspekt ist. Möglicherweise ist eine zweite Ausbildung eine Alternative, denn diese wird sogar vergütet und verursacht demnach keine zusätzlichen Kosten.

Ist die Umschulung zum Fotografen über das Arbeitsamt möglich?

Im Falle einer bestehenden Arbeitslosigkeit wenden sich Menschen mit Interesse an einer Umschulung zum Fotografen zunächst ans Arbeitsamt. Als angehender Fotograf stellt man dabei allerdings häufig fest, dass eine solche Umschulung nur relativ selten bewilligt wird. Die besten Chancen haben diejenigen, die bereits umfangreiche Erfahrungen in der Fotografie vorweisen können.

Umschulung zum Fotografen per Bildungsgutschein finanzieren

Durch den Bildungsgutschein kann man eine Förderung einer Umschulung erhalten. Die Agentur für Arbeit ist diesbezüglich der richtige Ansprechpartner und vergibt unter bestimmten Voraussetzungen einen Bildungsgutschein, der die Kosten der Umschulung gegebenenfalls teilweise oder komplett finanzieren kann.

Weiterbildungsmöglichkeiten und Umschulungen für Fotografen

WeiterbildungBerufspraktiker aus der Fotografie, die ihren Beruf im Zuge einer klassischen Ausbildung oder auch per Umschulung erlernt haben, entwickeln mitunter den Wunsch, sich beruflich zu verändern. Für all diejenigen, die der Fotografie treu bleiben möchten, bietet sich eine Weiterbildung als Fotograf an, die auf den vorhandenen Kenntnissen aufbaut.

Grundsätzlich ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, doch die folgenden Weiterbildungsabschlüsse erfreuen sich besonderer Beliebtheit und kommen der Karriere sehr zugute:

  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Foto- und Medientechnik
  • Fotografenmeister/in
  • geprüfte/r Medienfachwirt/in Digital
  • geprüfte/r Medienfachwirt/in Print
  • staatlich geprüfte/r Gestalter/in im Handwerk

Möglicherweise ist eine Weiterbildung aber nicht zielführend. Ein Fotograf, der sich beruflich umorientieren möchte, trifft mit einer Umschulung eine bessere Wahl. Im Zuge einer entsprechenden Maßnahme können sie beispielsweise einen kaufmännischen Beruf erlernen und sich so ein neues Berufsfeld erschließen.

Fotografinnen sollten verschiedene Bildungsanbieter kontaktieren und bei Bedarf auch eine Beratung beim Arbeitsamt in Anspruch nehmen, um die Optionen zu erörtern.

Warum sollte man Fotograf/in werden?

Die Fotografie übt auf viele Menschen eine große Faszination aus, da sie ihnen die Möglichkeit gibt, kurze Momente für die Ewigkeit festzuhalten und so einmalige Erinnerungen zu schaffen. Darüber hinaus ist die Fotografie eine nicht zu verachtende Kunstform. Wer darin seine Erfüllung findet, bedarf grundsätzlich keiner speziellen Qualifikation und kann sich einfach das notwenige Equipment zum Fotografieren zulegen.

Wer die Fotografie aber professionell betreiben und damit Geld verdienen möchte, kann von einer entsprechenden Qualifikation enorm profitieren. Auch wenn einige Autodidakten als Fotografen unterwegs sind, bildet die Berufsausbildung oder auch Umschulung eine solide Basis. Insbesondere dann, wenn man die zweite Karriere auf einem festen Fundament aufbauen möchte, ist dies empfehlenswert.

Wie läuft die Umschulung zum Fotografen ab?

In Deutschland basiert die Qualifizierung als Fotograf/in grundsätzlich auf einer dreijährigen Ausbildung im Handwerk. Im Zuge einer solchen dualen Ausbildung erlernen Fotografen ihren Beruf von der Pike auf und können direkt ins Berufsleben starten. Alternativ kann man auch eine schulische Ausbildung absolvieren. Im Falle einer Umschulung existieren ebenfalls diese beiden Optionen. So kann man eine außerbetriebliche Umschulung absolvieren und in zwei Jahren Fotograf/in werden.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, eine betriebliche Umschulung zu machen. Diese entspricht weitestgehend der dualen Berufsausbildung, richtet sich aber eher an Menschen mit abgeschlossener Erstausbildung und/oder einiger beruflicher Erfahrung.

Welche Alternativen gibt es zur Umschulung zur Fotografin?

Die Umschulung zur Fotografin beziehungsweise zum Fotografen ist keineswegs alternativlos, weshalb es sich während der Recherche und Entscheidungsfindung empfiehlt, ähnliche Berufe ebenfalls in Betracht zu ziehen. Hier sind unter anderem die folgenden Berufe zu nennen:

  • Mediengestalter/in – Bild und Ton
  • Gestalter/in für visuelles Marketing
  • Grafikdesigner/in
  • Fotodesigner/in
  • Fotomedienfachmann/frau
  • Fotomedienlaborant/in
  • Foto- und medientechnische/r Assistent/in

Quereinstieg als Fotograf/in ohne Ausbildung oder Umschulung

Menschen, die den beruflichen Neuanfang in der Fotografie wagen möchten, können sich dementsprechend umschulen lassen oder auch einen direkten Quereinstieg anvisieren. Letzterer kommt vor allem für eine Selbständigkeit als Fotograf/in in Betracht.

All diejenigen, die sich bereits intensiv mit dem Handwerk des Fotografierens befasst und zudem eine künstlerische Ader haben, können diesen Weg einschlagen. Ohne fundierte Qualifikation kann es allerdings schwierig sein, einen Job in einem Angestelltenverhältnis zu ergattern.

Stellenangebote für Fotografen als Orientierungshilfe

Wer vor einem Berufswechsel steht und seine berufliche Zukunft als Fotograf/in sieht, sollte sich mit aktuellen Stellenangeboten befassen.

Diese zeigen auf, welche Qualifikationen vorausgesetzt werden. Anhand dieser Informationen kann der eigene Berufswechsel deutlich besser geplant werden. Interessierten erschließt sich so die Sinnhaftigkeit einer fundierten Umschulung, die den Grundstein für einen erfolgreichen Neuanfang in der Fotografie legen kann.

Möglichkeiten für ein berufsbegleitendes Studium für Fotografinnen und Fotografen

Anhand aktueller Stellenanzeigen wird nicht nur deutlich, dass Fotografen eine gute Ausbildung brauchen, sondern auch, dass das lebenslange Lernen ein kontinuierlicher Prozess ist.

Insbesondere die Akademisierung ist auf dem Vormarsch und stellt Berufstätige vor die Aufgabe, einen Hochschulabschluss zu erlangen. Für erfolgreiche Umschüler/innen kommt ein beruflicher Ausstieg zugunsten eines Studiums vielfach nicht infrage.

Dieser Schritt ist aber auch gar nicht notwendig, denn es gibt die Möglichkeit eines berufsbegleitenden Studiums. Die folgenden Studienformen kommen dabei in Betracht:

  • Fernstudium
  • Online-Studium
  • Abendstudium
  • Duales Studium
  • Teilzeitstudium

Als Fotograf/in mit beruflichen Ambitionen sollte man dabei stets ein passendes Fach wählen und sich so fachlich weiterentwickeln.

Hier bieten sich unter anderem die folgenden Disziplinen an:

  • Fotografie
  • Mediendesign
  • Medieninformatik
  • Grafikdesign
  • Multimediatechnik

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Wenn es um eine Umschulung zur Fotografin beziehungsweise zum Fotografen geht, ergeben sich für Interessierte zunächst viele Fragen.

Indem sie sich mit den Qualifizierungen auseinandersetzen, erfahren sie viel Wissenswertes und gelangen zu mehr Klarheit. Im Zuge dessen sollten sie unter anderem auch den folgenden Tipp aus unserer Redaktion beherzigen.

Hinterfragen Sie Ihre persönliche Eignung für die Fotografie!

Das Handwerk der Fotografie kann man im Rahmen einer Ausbildung beziehungsweise anderen Qualifizierungsmaßnahme von der Pike auf erlernen.

Wer hier dauerhaft erfolgreich sein möchte, darf aber auch den kreativen Aspekt nicht außer Acht lassen. Es kommt somit nicht nur auf die formalen Voraussetzungen, sondern auch auf die persönliche Eignung an.

Angehende Berufswechsler/innen sollten daher selbstkritisch hinterfragen, ob sie die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Kreativität
  • Beobachtungsgabe
  • technisches Verständnis
  • Geduld
  • Organisationsgeschick
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • ästhetisches Empfinden

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