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Umschulung Pädagogische Fachkraft

Per Umschulung pädagogische Fachkraft zu werden, eröffnet den Teilnehmern einer solchen Qualifizierung vielfältige Möglichkeiten. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass pädagogische Fachkräfte vielerorts fehlen und daher händeringend gesucht werden, lässt eine solche Umschulungsmaßnahme als sehr aussichtsreich erscheinen. In einigen Orten mussten bereits Einrichtungen schließen, weil es an qualifiziertem Personal fehlte. Es dürfte für Absolventen einer Umschulung zur pädagogischen Fachkraft also keine Schwierigkeit sein, passende Jobs zu finden und damit die Rückkehr in die Arbeitswelt zu meistern.

Dass die Umschulung zur pädagogischen Fachkraft sehr verlockend wirkt, liegt außerdem auch daran, dass man mit Kindern arbeitet und diese stückweise auf ihrem Lebensweg begleitet, indem man ihnen eine adäquate Förderung und Betreuung zuteilwerden lässt. Allerdings dürfen es Interessierte auch nicht versäumen, sich eingehend mit der Umschulung zur pädagogischen Fachkraft zu befassen, um zu wissen, worauf sie sich einlassen.Umschulung

📌 Pädagogische Fachkraft – Diese Umschulungsmöglichkeiten gibt es

Auf der Suche nach einer Umschulung zur pädagogischen Fachkraft muss man erst einmal feststellen, dass solche Umschulungsangebote nicht existieren. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass pädagogische Fachkraft keine eindeutige Berufsbezeichnung darstellt, sondern ein Oberbegriff für verschiedene Berufsbilder ist. Angehende pädagogische Fachkräfte können folglich unterschiedliche Umschulungsmöglichkeiten wahrnehmen.

Im Rahmen einer Umschulung zur pädagogischen Fachkraft kann man demnach je nach Qualifizierung unterschiedliche Berufe erlernen. Hier sind vor allem die folgenden Optionen zu nennen:

  • Erzieher/in
  • Kinderpfleger/in
  • Sozialassistent/in

Weiterhin sollte man wissen, dass auch Lehrer/innen an vielen Schulen fehlen. Spezielle Maßnahmen für Quereinsteiger/innen sollen diese Lücken schließen und stehen mehr oder weniger in der Tradition der Umschulung, obwohl es sich um keine Umschulungsmaßnahme im eigentlichen Sinne handelt.

Die Umschulung zur pädagogischen Fachkraft

Dass sich bei der Umschulung zur pädagogischen Fachkraft in Abhängigkeit vom angestrebten Berufsziel Unterschiede ergeben können, liegt auf der Hand. Grundsätzlich sollte man jedoch wissen, dass außerbetriebliche Maßnahmen hier an der Tagesordnung sind und angehende pädagogische Fachkräfte dementsprechend einen schulischen Lehrgang absolvieren. Praktische Phasen in pädagogischen Einrichtungen sorgen aber dafür, dass die Praxis nicht zu kurz kommt.

In Anbetracht der Tatsache, dass schulische Ausbildungen im pädagogischen Bereich ohnehin die Regel sind, bildet die Umschulung keine Ausnahme. Zuweilen können Umschüler/innen auch einfach die normale Fachschule besuchen und gemeinsam mit jungen Erwachsenen die Schulbank drücken. Es muss also nicht zwingend eine explizite Umschulung zur pädagogischen Fachkraft sein.

Unabhängig vom Ablauf der Umschulung zur pädagogischen Fachkraft ist es interessant zu wissen, worum es dabei geht. Da unterschiedliche Berufsbilder in Betracht kommen, sind pauschale Angaben hier mehr oder weniger mit Vorsicht zu genießen. Grundsätzlich widmen sich angehende pädagogische Fachkräfte im Rahmen der Umschulung aber der Pädagogik, Didaktik, Psychologie, Erziehung, Beratung und Sozialpädagogik.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten

FragenAll diejenigen, die sich im Rahmen einer Umschulung als pädagogische Fachkraft qualifizieren und so den Quereinstieg ins Erziehungswesen schaffen möchten, wollen selbstverständlich wissen, welche Rahmenbedingungen im Zuge dessen gelten. Die Voraussetzungen können grundsätzlich je nach Beruf variieren, aber in der Regel muss man keine einschlägige Vorbildung vorweisen können. Dass man eine gewisse Kommunikationsstärke an den Tag legen, Organisationsgeschick besitzen und Freude an der Arbeit mit Kindern haben sollte, sollte allerdings selbstverständlich sein.

Üblicherweise muss man dann für die Umschulung zur pädagogischen Fachkraft zwei bis drei Jahre einplanen. Ob und in welcher Höhe Kosten anfallen, lässt sich pauschal nicht sagen. Fakt ist aber, dass viele Umschüler/innen von einer Förderung durch das Arbeitsamt profitieren können. Dadurch werden die Lehrgangsgebühren übernommen, während gleichzeitig Hilfen zum Lebensunterhalt gewährt werden.

Welche Ausbildung führt zum Abschluss als pädagogische Fachkraft?

Eine Umschulung dient typischerweise als Zweitausbildung und soll Menschen, die zuvor einem anderen Beruf nachgegangen sind, die Gelegenheit geben, einen Berufsabschluss aus dem Bereich der Pädagogik nachzuholen. Um sich hier einen Überblick verschaffen zu können, sollte man die verschiedenen Berufsbilder kennen und wissen, dass vor allem die folgenden Ausbildungsberufe die Basis für eine Laufbahn als pädagogische Fachkraft schaffen:

  • Erzieher/in
  • Heilerziehungspfleger/in
  • Sozialassistent/in
  • Kinderpfleger/in
  • Sozialpädagogische/r Assistent/in

Wie geht es nach einer Umschulung zur pädagogischen Fachkraft weiter?

Wer im Rahmen einer Umschulung den Abschluss als pädagogische Fachkraft erlangt hat, verfügt über eine solide Basis für den Beruf. Nichtsdestotrotz lässt sich die Entwicklung zum lebenslangen Lernen nicht leugnen und sollte auch von erfolgreichen Umschülern wahrgenommen werden.

Mithilfe der einen oder anderen Weiterbildung können pädagogische Fachkräfte ihr Qualifikationsprofil schärfen und Zertifikate, Fortbildungsabschlüsse oder auch akademische Grade erlangen. Dafür sorgen Seminare, Fortbildungen und auch berufsbegleitende Studiengänge. Nach der Umschulungsmaßnahme ist somit kein Stillstand angesagt, schließlich ist das ganze Leben ein Lernprozess und vor allem das Erziehungswesen in einem stetigen Wandel.

Karrierechancen nach der Umschulung zur pädagogischen Fachkraft

Nach eingehender Auseinandersetzung mit der Umschulung zur pädagogischen Fachkraft kommt unweigerlich die Frage nach den beruflichen Perspektiven auf. Da Umschüler/innen diesbezüglich häufig kein Glück hatten und zuletzt beispielsweise arbeitslos waren, sind die Karrierechancen hier besonders wichtig, schließlich soll es endlich wieder aufwärts gehen.

Pädagogische Fachkräfte sind grundsätzlich sehr gefragt und können in den unterschiedlichsten Bereichen des Erziehungswesens Fuß fassen. In den folgenden Bereichen eröffnen sich pädagogischen Fachkräften somit vielversprechende Berufsaussichten:

  • Kindergärten
  • Horte
  • Familienberatung
  • Kinder- und Jugendheime
  • Kinderkrippen
  • Behinderteneinrichtungen
  • Ferienheime
  • Jugendämter

Verdienstmöglichkeiten als pädagogische Fachkraft

GehaltFür viele Menschen ist die pädagogische Arbeit mit Kindern vor allem eine Berufung, die sie als überaus sinnstiftend und erfüllend empfinden. Dennoch sollten die Verdienstmöglichkeiten berücksichtigt werden, denn auch als pädagogische Fachkraft muss man seinen Lebensunterhalt bestreiten und ist daher auf ein angemessenes Einkommen angewiesen.

Trotz gewisser Unterschiede von Beruf zu Beruf lässt sich das durchschnittliche Gehalt auf etwa 20.000 Euro bis 40.000 Euro brutto im Jahr beziffern.

Welche Alternativen gibt es zur Umschulung zur pädagogischen Fachkraft?

Obwohl die Umschulung zur pädagogischen Fachkraft in unterschiedlichen Varianten mit verschiedenen Berufszielen absolviert werden kann, lohnt es sich, weitere Alternativen zu berücksichtigen. Eine Qualifizierung als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in, Tagesmutter/-vater oder auch als Familienpfleger/in sind hier zu nennen.

Die Erzieher-Ausbildung

Als Alternative zu einer Umschulung zur pädagogischen Fachkraft bietet sich auch eine klassische Erzieher-Ausbildung an. Dabei handelt es sich typischerweise um einen schulischen Ausbildungsgang an einer Fachschule für Sozialpädagogik, der in Vollzeit oder Teilzeit absolviert werden kann. Ein einjähriges Praktikum in einem Kindergarten oder einer anderen einschlägigen Einrichtung sorgt für die erforderliche Praxis. Der Abschluss als staatlich anerkannte/r Erzieher/in ebnet schließlich den Weg für eine vielversprechende Laufbahn im Erziehungswesen.

Die Ausbildung zum/zur Erzieher/in steht nicht nur jungen Erwachsenen unmittelbar nach dem Schulabschluss offen, sondern wird von Menschen unterschiedlichen Alters absolviert. Es kommt daher regelmäßig vor, dass das Ganze als aussichtsreiche Umschulungsmaßnahme im Rahmen eines Berufswechsels oder beruflichen Einstiegs nach der Kindererziehung oder Pflege eines Angehörigen wahrgenommen wird.

Insbesondere das PiA-Modell bietet sich an, um sich zur Erzieherin umschulen zu lassen, denn dabei arbeiten die Teilnehmenden in einer pädagogischen Einrichtung und besuchen parallel Unterricht an einer Fachschule, um den Berufsabschluss zu erlangen.

Weiterbildung ErzieherDass es sich bei einer Qualifizierung zur pädagogischen Fachkraft durchaus um die klassische Erzieher-Ausbildung handeln kann, steht außer Frage. Interessierte sollten sich dessen bewusst sein und zudem die folgenden Ausbildungsinhalte kennen:

  • Grundlagen der Sozialpädagogik
  • Umweltpädagogik
  • Gesundheitspädagogik
  • Religionspädagogik
  • Konzepte und Strategien der Sozialpädagogik
  • Musik
  • Gestaltung
  • Spiel
  • Medien
  • Bewegung
  • Organisation
  • Praxis der Sozialpädagogik

Indem angehende Erzieher/innen diese Kenntnisse und Kompetenzen erlangen, werden sie zu versierten pädagogischen Fachkräften. So sind sie bestens gerüstet für die Arbeit mit Kindern.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Ausbildung zum/zur Erzieher/in

Die Rahmenbedingungen der Erzieher-Ausbildung sind für all diejenigen interessant, die sich auf diesem Wege umschulen lassen möchten. Zunächst geht es darum, unter welchen Voraussetzungen die Teilnahme an dem Ausbildungsgang möglich ist. Da es sich um eine schulische Qualifizierung handelt und die Schule Ländersache ist, kann es von Bundesland zu Bundesland Unterschiede geben.

Die folgenden Kriterien sind dennoch zentrale Orientierungspunkte und geben Aufschluss darüber, welche Voraussetzungen den Zugang regeln:

  • Mittlere Reife und abgeschlossene Ausbildung aus den Bereichen (Sozial-)Pädagogik, Sozialpflege oder Familienpflege oder mehrjährige einschlägige Tätigkeit
  • (Fach-)Hochschulreife in Verbindung mit einer einschlägigen Tätigkeit

Die Dauer lässt sich ebenfalls nicht verallgemeinern und ergibt sich aus dem jeweiligen Ausbildungsgang und der damit verbundenen Lehrgangsform. In Vollzeit sind typischerweise zwei Jahre für die schulische Ausbildung und anschließend ein Jahr für das Praktikum zu veranschlagen. Dementsprechend nimmt die Erzieher-Ausbildung drei Jahre in Anspruch. In Teilzeit sind dahingegen vier bis sechs Jahre zu veranschlagen. Im Falle einer praxisintegrierten Qualifizierung handelt es sich zwar um eine berufsbegleitende Maßnahme, aber schlussendlich dauert es ebenfalls nur drei Jahre, denn die parallele Berufstätigkeit ist einschlägig.

Wie viel Zeit die Qualifizierung als staatlich anerkannte/r Erzieher/in in Anspruch nimmt, ergibt sich aus der Ausbildungsform. Die Kosten hängen dahingegen vom jeweiligen Anbieter ab. An staatlichen Fachschulen werden keine Gebühren erhoben, so dass die Qualifizierung kostenlos erfolgt. Private Umschulungsanbieter können im Gegensatz dazu Gebühren von ein paar Tausend Euro verlangen.

Zusätzlich muss auch der laufende Lebensunterhalt finanziert werden. Schüler-BAföG, ein Bildungsgutschein vom Arbeitsamt und andere Förderungen sind hier folglich sehr wichtig und sollten genutzt werden.

Darum geht es in der Pädagogik

Unabhängig davon, ob es um eine Ausbildung, eine Umschulung oder ein Studium geht, ist es wichtig zu wissen, worum es in der Pädagogik geht. Wer sich beruflich in diese Richtung orientieren möchte, sollte folglich der Pädagogik auf den Grund gehen. Die allgemeine Definition gibt Aufschluss und besagt, dass es sich um die Wissenschaft von der Erziehung und Bildung handelt.

Pädagoginnen und Pädagogen sind demnach Expertinnen und Experten für Bildungsfragen und Erziehungsangelegenheiten. Menschen, die Kinder mögen und Hilfe für Familien leisten möchten, sind hier in ihrem Element. Dies gilt auch für all diejenigen, die im Bildungssektor ihre berufliche Heimat finden möchten.

Wissenswert ist zudem, dass die Pädagogik nicht nur allgemein gefasst sein kann, sondern auch die eine oder andere Spezialisierung zulässt. Hier sind Disziplinen wie Sozialpädagogik, Heilpädagogik, Gesundheitspädagogik oder auch Medienpädagogik zu nennen.

Für wen ist die Umschulung zur pädagogischen Fachkraft besonders geeignet?

Formale Voraussetzungen gibt es für Umschulungen zur pädagogischen Fachkraft kaum. Dennoch handelt es sich um keine Qualifizierung für jedermann, Offenheit, Kommunikationsstärke und Freude am Umgang mit Kindern sind ebenso wie Einfühlungsvermögen, Geduld und Stressresistenz Eigenschaften idealer Umschüler/innen.

Achtung! Tipps aus der Redaktion

Die Umschulung zur pädagogischen Fachkraft bietet viele Chancen, erweist sich aber auch immer wieder als große Herausforderung. Damit man diese erfolgreich meistert, sollte man sich unter anderem auch die folgenden Tipps zu Herzen nehmen:

Ziehen Sie ein berufsbegleitendes Studium in Betracht!

Insbesondere im Umfeld des Erziehungswesens zeichnet sich bereits seit einigen Jahren eine zunehmende Akademisierung ab. Nach einer Umschulung zur pädagogischen Fachkraft scheitert der weitere Aufstieg daher nicht selten an einem fehlenden Hochschulabschluss. Dem kann man entgegenwirken, indem man beispielsweise ein berufsbegleitendes Studium ins Auge fasst. Beispielsweise per Abendstudium oder Fernstudium kann man Pädagogik, frühe Kindheit oder Sozialpädagogik studieren.

Sammeln Sie praktische Erfahrungen im pädagogischen Bereich!

Die Umschulung zur pädagogischen Fachkraft kommt sehr theoretisch daher. Damit man im Beruf Erfolg haben kann, bedarf es aber auch praktischer Kompetenzen. Parallele Tätigkeiten oder auch Praktika im Erziehungswesen sind daher mindestens ebenso wichtig wie die eigentliche Umschulungsmaßnahme und vervollständigen diese.


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