Studienzentrum Gut Durchdacht
Unabhängiges Ratgeberportal

Umschulung Tischler

All diejenigen, die per Umschulung Tischler/in werden möchten, haben ein besonderes Faible für den natürlichen Werkstoff Holz und möchten im Zuge einer Neuorientierung einen Beruf ergreifen, der ihre Kreativität mit dem Handwerk verbindet. In Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Möbel zu einem großen Teil aus Holz bestehen und unter anderem auch Türen, Fenster und beispielsweise Holzspielzeuge aus Tischlereien stammen, zeigt sich die Vielfalt und Bedeutung dieses Berufs. Wer seinerzeit einen anderen Beruf erlernt hat und nun eine Umschulung in Angriff nehmen muss oder möchte, sollte den Tischler somit gegebenenfalls in Betracht ziehen. Zunächst sollten sich Interessenten an einer solchen Qualifizierungsmaßnahme allerdings eingehend informieren und Informationen sammeln, um feststellen zu können, ob die Tischler-Umschulung wirklich die richtige Wahl ist. Üblicherweise bietet sich zudem eine ausführliche Beratung bei der Arbeitsagentur an, denn nicht nur Jugendliche benötigen oftmals Unterstützung bei der Berufswahl.Umschulung

Berufsbild Tischler – Karrierechancen

Unabhängig davon, ob es um eine klassische Ausbildung oder eine Umschulungsmaßnahme geht, sollte man sich stets erst einmal ausführlich mit dem betreffenden Berufsbild befassen, um sich einen ersten Eindruck von der jeweiligen Tätigkeit zu verschaffen. Für angehende Tischler/innen ist dabei wichtig zu wissen, dass die zentrale Aufgabe Angehöriger dieses Berufes darin besteht, Möbel, Fenster und Türen aus Holz herzustellen. Darüber hinaus fallen auch Innenausbauten vielfach in das Aufgabengebiet der Tischlerei. Zusammenfassend lässt sich das Berufsbild des Tischlers dahingehend zusammenfassen, dass es dabei im Wesentlichen um die Verarbeitung und Oberflächenbehandlung von Holz sowie Holzwerkstoffen geht. Ebenfalls erwähnenswert ist die Tatsache, dass regional zuweilen auch vom Schreiner die Rede ist, womit aber keineswegs ein anderes Handwerk gemeint ist.

Holz wird vielfach eingesetzt, so dass Fachkräfte zur Be- und Verarbeitung des Werkstoffes ebenfalls vielfach benötigt werden. Interessante Karrierechancen ergeben sich für Tischler vor allem in kleinen Tischlereien, in der Möbelproduktion, in der Holzindustrie, in Möbelhäusern sowie in Bautischlereien.

Verdienstmöglichkeiten als Tischler

GehaltDie persönlichen Neigungen sowie die Beschäftigungsmöglichkeiten sind bei der Berufswahl stets ausschlaggebende Faktoren. Darüber hinaus spielen die Verdienstmöglichkeiten ebenfalls immer wieder aufs Neue eine zentrale Rolle. Wer sich mit der Berufswahl beschäftigt und beispielsweise über eine Umschulung zum Schreiner nachdenkt, will vorab auch wissen, wie es später finanziell aussieht. Der Beruf soll schließlich dem Broterwerb dienen und den Lebensunterhalt finanzieren. Allerdings darf man nie vergessen, dass das konkrete Einkommen von zahlreichen Faktoren abhängt und aus diesem Grund im Einzelfall stark variieren kann. Pauschale Angaben können somit lediglich der Orientierung dienen und einen ersten Eindruck von den Verdienstmöglichkeiten vermitteln. Im Durchschnitt können Schreiner mit einem Gehalt zwischen 18.000 Euro und 32.000 Euro brutto im Jahr rechnen.

Die Umschulung zum Schreiner beziehungsweise Tischler

Menschen, die Gefallen an dem Berufsbild des Schreiners finden und einen entsprechenden Jobwechsel vollziehen wollen, werden ohne entsprechende Ausbildung wohl kaum Fuß fassen können. Für gewöhnlich steht eine dreijährige Ausbildung am Anfang einer jeden Schreiner-Laufbahn. Für Erwachsene, die bereits mitten im Berufsleben standen, kommt eine klassische Berufsausbildung allerdings oftmals nicht mehr infrage. Hier kann eine Umschulung zum Tischler Abhilfe schaffen, denn dabei handelt es sich um eine spezielle Maßnahme für Erwachsene, die eine entsprechende Qualifizierung anstreben und den anerkannten Berufsabschluss als Tischler erreichen wollen. Dafür ist es folglich nie zu spät, wenn man eine Umschulung in Betracht zieht. Der Abschluss ist dem der Ausbildung gleichgestellt, so dass man diesbezüglich keine Kompromisse eingehen muss. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn derartige Qualifizierungen sind perfekt auf die Bedürfnisse Erwachsener abgestimmt, die sich in einer Phase der beruflichen Umorientierung befinden. Inhaltlich gibt es dahingegen keine Besonderheiten, schließlich müssen angehende Schreiner vor allem die folgenden Kompetenzen erlangen:

  • Be- und Verarbeitung von Holz
  • Herstellung von Systemmöbeln
  • Anfertigung von Einzelmöbeln
  • Herstellung und Montage von Einbaumöbeln
  • Innenausbau
  • Bauelemente
  • Wartung und Instandhaltung

Per Umschulung Schreiner oder Tischler werden – Worin besteht der Unterschied?

Worin der Unterschied besteht, ob man per Umschulung Schreiner oder Tischler wird, erschließt sich Außenstehenden mit Interesse an einer Qualifizierung für einen holzverarbeitenden Beruf zunächst nicht. Dies ist auch kein Wunder, denn es handelt sich um zwei Bezeichnungen für ein und dasselbe Berufsbild. In dem traditionellen Handwerk haben sich beide Bezeichnungen etabliert und zeugen von den regionalen Unterschieden. So ist der regionale Sprachgebrauch ausschlaggebend dafür, ob von einem Schreiner oder einem Tischler die Rede ist. In Nord-, West- und Ostdeutschland sowie in Südtirol und Österreich werden holzverarbeitende Betriebe als Tischlereien bezeichnet, so dass bei den entsprechenden Fachkräften von Tischlern die Rede ist. Im Gegensatz dazu hat sich die Bezeichnung Schreinerei in Hessen, im Ruhrgebiet, in Baden-Württemberg, im Saarland, in Bayern und in Rheinland-Pfalz sowie in Teilen Österreichs und der Schweiz etabliert. Wer in einer dieser Regionen lebt, wird auf der Suche nach einer Tischler-Umschulung somit eher nicht fündig und sollte sich eher auf eine Umschulung zum Schreiner fokussieren. Bundesweit ist allerdings eher der Tischler als Berufsbezeichnung gebräuchlich.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Tischler-Umschulung

FragenBesondere Voraussetzungen für die Umschulung zum Tischler existieren nicht, so dass es keine Rolle spielt, über welchen Bildungsabschluss man verfügt. Allerdings richten sich Umschulungen für gewöhnlich an Erwachsene, die bereits einen anderen Beruf erlernt haben und/oder über mehrjährige Berufserfahrung verfügen. Angehende Tischler sollten jedoch auf jeden Fall körperliche Belastbarkeit und handwerkliches Geschick mitbringen. Dann muss man für die Tischler-Umschulung in der Regel zwei Jahre einplanen und sollte beachten, dass es sich um keine duale Berufsausbildung, sondern einen Lehrgang in Vollzeit handelt. In den meisten Fällen finden diese Lehrgänge bei privaten Anbietern statt, wodurch zuweilen erhebliche Kosten von mehreren Tausend Euro entstehen können. Darüber hinaus können Umschüler ihren Lebensunterhalt nicht selbst erwirtschaften. Folglich ist eine Förderung durch die Arbeitsagentur oder gegebenenfalls die Rentenversicherung ein absolutes Muss, um die Umschulung zum Schreiner finanziell stemmen zu können.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Tischler

Tischler beziehungsweise Schreiner, die beruflich weiter vorankommen möchten, können sich auf unterschiedliche Art und Weise fortbilden. Im Zuge einer Weiterbildung kann man den Meister im Tischlerhandwerk machen oder auch Restaurator werden. Zudem bietet sich zuweilen ein akademisches Studium an, um sich aufbauend auf dem Schreiner als Architekt, Ingenieur, Innenarchitekt oder Holztechniker zu qualifizieren.


Sie fanden diesen Beitrag hilfreich?
  • 4/5
  • 10 ratings
10 ratingsX
überhaupt nicht eher weniger soweit ok gut sehr gut
0% 0% 0% 0% 0%