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Umschulung Tätigkeit beim Ordnungsamt

Menschen, die eine Tätigkeit beim Ordnungsamt anstreben, aber über keine entsprechende Ausbildung verfügen, können sich über eine Umschulung qualifizieren und auf diese Art und Weise den Quereinstieg schaffen. Insbesondere Menschen, die in ihrem bisherigen Beruf keine Zukunft mehr sehen und noch einmal von vorne anfangen müssen oder möchten, wissen die Sicherheit des öffentlichen Dienstes in besonderem Maße zu schätzen.

Folglich liegt eine Umschulung für eine Tätigkeit beim Ordnungsamt in vielen Fällen recht nahe. Zugleich wirft sie aber auch einige Fragen auf, denn eine Umschulung für eine Tätigkeit beim Ordnungsamt erscheint noch recht vage. Aus diesem Grund ist es wichtig, das potentielle Umschüler vorab genau recherchieren, welche Umschulungsmöglichkeiten für einen Seiteneinstieg beim Ordnungsamt bestehen. Wer den damit verbundenen Rechercheaufwand nicht scheut, sondern ernst nimmt, kann die Weichen für eine rosige Zukunft im öffentlichen Dienst stellen.Umschulung

Berufliche Perspektiven beim Ordnungsamt

Das Ordnungsamt ist in Deutschland eine Behörde der Kommunalverwaltung, der verschiedene Aufgaben zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung obliegen. Je nach Kommune können die konkreten Aufgaben des Ordnungsamtes zwar variieren, doch im Allgemeinen widmet sich dieses unter anderem den folgenden Bereichen:

  • Marktwesen
  • Lärmschutz
  • Tierschutz
  • Bestattungswesen
  • Waffenwesen
  • Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten

Diese Liste ließe sich noch fortführen und macht mehr als deutlich, wie facettenreich die Aufgaben des Ordnungsamtes einer jeden Gemeinde sind. Dementsprechend besteht hier auch stets ein großer Personalbedarf, der zumindest teilweise durch Ausbildungen beim Ordnungsamt gedeckt wird.

Typischerweise absolvieren angehende Ordnungsamtsmitarbeiter somit eine Ausbildung zur/zum Verwaltungsfachangestellten. Externe und Seiteneinsteiger haben aufgrund der Bandbreite an Tätigkeiten aber ebenfalls gute Chancen auf einen Job beim Ordnungsamt.

Möglichkeiten beim Ordnungsamt für Quereinsteiger

All diejenigen, die als Quereinsteiger und somit ohne vorherige Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten eine Tätigkeit beim Ordnungsamt aufnehmen möchten, liebäugeln vielfach mit einer entsprechenden Umschulung. Dabei liegt es natürlich nahe, sich zum Verwaltungsfachangestellten umschulen zu lassen. Dies ist allerdings längst nicht immer notwendig, denn zuweilen reicht die berufliche Vorbildung vollkommen aus.

Nach einer gewissen Einarbeitung beim Ordnungsamt kann man dann seiner neuen Tätigkeit nachgehen und im öffentlichen Dienst Fuß fassen. In vielen Städten besteht aber auch die Möglichkeit, eine verkürzte Ausbildung zu absolvieren, um den Quereinstieg beim Ordnungsamt zu schaffen. Diese Variante kommt einer klassischen Umschulung schon recht nahe.

Verdienstmöglichkeiten beim Ordnungsamt

GehaltWenn es um eine Tätigkeit beim Ordnungsamt geht, sind vielen Menschen die Verdienstmöglichkeiten mindestens ebenso wichtig wie die konkreten Jobchancen. Wer einen beruflichen Neustart plant und dabei an einer Tätigkeit beim Ordnungsamt denkt, sollte bedenken, dass das Einkommen von Fall zu Fall variiert. Im Allgemeinen kann man hier aber von einem durchschnittlichen Gehalt zwischen rund 24.000 Euro und 40.000 Euro brutto im Jahr ausgehen.

Inhalte einer Ordnungsamt-Umschulung

Ordnungsamtsmitarbeiter sind oftmals vielfach gefordert und benötigen daher breit gefächerte Kompetenzen. Je nachdem, ob man eine Umschulung zum Verwaltungsfachangestellten, eine Kurzausbildung oder eine Einarbeitung absolviert, können sich die behandelten Inhalte natürlich erheblich voneinander unterscheiden. Je nach Bundesland, Stadt und Position ergeben sich demnach die Inhalte der Ordnungsamt-Umschulung. Im Allgemeinen stehen die folgenden Themen dabei aber immer auf dem Plan:

  • Staatsbürgerliche Bildung
  • Psychologie
  • Gefahrenabwehr
  • Recht
  • Erste Hilfe
  • Kommunikation

Voraussetzungen, Dauer und Kosten einer Umschulung fürs Ordnungsamt

Gut zu wissen!Die Unterschiedlichkeit der Umschulungen fürs Ordnungsamt setzt sich bei den Rahmenbedingungen der Maßnahme weiter fort. Grundsätzlich erfordert die Teilnahme an einer Umschulungsmaßnahme immer eine abgeschlossene Berufsausbildung, wobei auch hier Ausnahmen die Regel bestätigen.

Die Dauer kann ebenfalls variieren und zwischen ein paar Wochen bis hin zu drei Jahren reichen. Wer sich dabei aber ans örtliche Ordnungsamt wendet, muss mit keinen Kosten rechnen, was bei privaten Umschulungsanbietern dahingegen vollkommen anders aussehen kann.

Wo kann man sich fürs Ordnungsamt umschulen lassen?

Klassische Umschulungen speziell fürs Ordnungsamt gibt es nicht, weshalb sich auch die Frage nach geeigneten Anbietern nur schwer beantworten lässt. Zunächst sind hier Bildungseinrichtungen zu nennen, die auf Umschulungen spezialisiert sind und sich dem einen oder anderen relevanten Beruf widmen. Darüber hinaus darf man auch nicht vergessen, dass Lehrgänge und Einarbeitungen Quereinsteigern interessante Karrierechancen beim Ordnungsamt eröffnen können. Dementsprechend ist es sinnvoll und logisch, sich zuerst an das örtliche Ordnungsamt zu wenden und nach erforderlichen Qualifizierungen für einen erfolgreichen Seiteneinstieg zu erkundigen.

Wer sollte eine Ordnungsamt-Umschulung in Betracht ziehen?

Da unterschiedliche Tätigkeiten beim Ordnungsamt anfallen, lässt sich keine genaue Zielgruppe für die betreffende Umschulung definieren. Es ist allerdings immer wichtig, dass man für Recht und Ordnung einsteht sowie kommunikativ, belastbar und anpassungsfähig ist. Je nach Aufgabengebiet können die Anforderungen allerdings variieren, so dass eine individuell angepasste Recherche absolut unverzichtbar ist.

Welche Alternativen gibt es zu einer Umschulung fürs Ordnungsamt?

Eine Umschulung für eine Tätigkeit beim Ordnungsamt kann durchaus reizvoll sein, aber es ist zugleich empfehlenswert, dass Interessierte etwaige Alternativen nicht gänzlich außer Acht lassen. Potenzielle Umschüler/innen machen so nicht den Fehler, sich zu früh festzulegen. Stattdessen können sie sich einen Überblick über ihre Möglichkeiten verschaffen und von einer größtmöglichen Auswahl profitieren. Die Bandbreite an Umschulungsalternativen ist enorm, weshalb die Entscheidungsfindung die erste große Herausforderung sein kann, die angehende Umschüler/innen meistern müssen. Wer bislang vor allem auf das Ordnungsamt als Arbeitgeber fokussiert war, sollte seinen Horizont erweitern und auch die folgenden Tätigkeitsbereiche berücksichtigen:

  • Polizei
  • Kommunalverwaltung
  • Justizvollzugsdienst
  • Verfassungsschutz
  • Zolldienst
  • Objekt-, Werte- und Personenschutz

Anhand der Berufsfelder gelangt man zu unterschiedlichsten Berufen und hat schlussendlich die Qual der Wahl, wenn es darum geht, sich für die richtige Umschulung zu entscheiden.


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