Studienzentrum Gut Durchdacht
Unabhängiges Ratgeberportal

Umschulung Demenzbetreuer

Eine Umschulung zum Demenzbetreuer, Alltagsbegleiter oder Betreuungsassistenten dient als grundlegende Qualifizierung für die Pflege für alle, die bislang in einem anderen Bereich tätig waren und nun als zusätzliche Betreuungskraft zur Verbesserung der allgemeinen Situation in der Pflege beitragen möchten. In den Medien wird immer wieder von einem akuten Fachkräftemangel und Pflegenotstand berichtet, der nicht nur Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen, sondern der gesamten Bevölkerung Sorgen bereiten sollte, schließlich kann jeder jederzeit auf professionelle Pflege angewiesen sein. Menschen, die sich dessen bewusst sind und zugleich nach neuen beruflichen Perspektiven suchen, können beide Aspekte miteinander verbinden, indem sie beispielsweise eine Umschulung zum Demenzbetreuer ins Auge fassen. Da dies aber keineswegs ein Job für jedermann ist, sollten sich Interessierte im Vorfeld einer solchen Zweitausbildung umfassend informieren. Zu diesem Zweck bietet es sich an, mit verschiedenen Anbietern in Kontakt zu treten und das kostenlose Informationsmaterial unverbindlich anzufordern. Weiterhin ist eine Online-Recherche ein probates Mittel, Informationen zu sammeln. Ein Besuch in einer Pflegeeinrichtung vor Ort kann ebenfalls nicht schaden und Interessierten einen guten Eindruck von der Tätigkeit verschaffen.Umschulung

Umschulung zum/zur Demenzbetreuer/in – Beruf und Gehalt in der Demenz-Pflege

Demenzbetreuer/innen sind anders als es die Bezeichnung vielleicht vermuten lässt, nicht nur für die Demenz-Pflege qualifiziert, sondern können auch in anderen Bereichen der Pflege eingesetzt werden. Dies wird nicht zuletzt anhand der Tatsache deutlich, dass vielfach auch von Betreuungsassistenten und Alltagsbegleitern die Rede ist. Die zentrale Aufgabe solcher Betreuungskräfte besteht darin, hilfs- und pflegebedürftige Menschen zu unterstützen. Im Falle der Betreuung einer dementen Person bedeutet dies, dass Demenzbetreuer/innen sie im alltäglichen Leben unterstützen. Dies fängt bei hauswirtschaftlichen Belangen an, geht über das Essen und reicht bis zur grundlegenden Körperpflege. Darüber hinaus umfasst die Demenzpflege ebenfalls Hilfestellungen bei der Gestaltung des Alltags hinsichtlich verschiedener Aktivitäten. Maßgebend ist stets die Situation der zu betreuenden Person. Demenzbetreuer beziehungsweise Alltagsbegleiter passen sich somit den Bedürfnissen an und können bei Bedarf unterschiedlichste Tätigkeiten ausführen. Mit diesen weitreichenden Kompetenzen sind sie immer wieder wichtige Kräfte in der Pflege und verfügen vor allem in den folgenden Bereichen über aussichtsreiche Karrierechancen:

  • Pflegeheime
  • Tagespflege
  • ambulante Pflegedienste
  • Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • Beratungsstellen
  • private Haushalte

GehaltWenn eine Umschulung zur Demenzbegleiterin im Raum steht, kommt es nicht ausschließlich auf die Beschäftigungsmöglichkeiten an, an denen es üblicherweise nicht mangelt. Wer beruflich noch einmal durchstarten und aus diesem Grund eine Umschulung zum Betreuungsassistenten in Angriff nehmen möchte, interessiert sich selbstverständlich auch für die Verdienstmöglichkeiten. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Arbeitssituationen in der Pflege kann es allerdings keine pauschalen Angaben zum durchschnittlichen Gehalt geben. Neben dem Einsatzbereich sind die vorhandenen Qualifikationen und Erfahrungen im jeweiligen Einzelfall ausschlaggebend.

Die Umschulung zum Demenzbetreuer

Die Diagnose Demenz verändert das gesamte Leben des Betroffenen sowie seiner Angehörigen, denn dabei handelt es sich um eine unheilbare und fortschreitende Erkrankung des Gehirns, die mit einer zunehmenden Behinderung einhergeht. Der aus dem Lateinischen stammende Begriff Demenz lässt sich im Deutschen mit dem Nachlassen der Verstandeskraft übersetzen und macht deutlich, dass Erkrankte nach und nach kognitive, soziale und emotionale Fähigkeiten verlieren. Die Betreuung und Pflege einer dementen Person ist folglich eine immense Herausforderung, der Laien ab einem bestimmten Punkt nicht mehr gewachsen sind. Dann bietet es sich an, einen Demenzbetreuer ergänzend hinzuzuziehen.

Nicht selten erkennen Menschen die Wichtigkeit einer professionellen Demenzpflege erst, wenn ein Angehöriger betroffen ist. Für so manche pflegende Angehörige liegt dann eine Qualifizierung als Demenzbegleiter/in nahe. Eine Demenzbegleiter-Umschulung kann zudem auch neue berufliche Perspektiven eröffnen. Unabhängig davon, warum man sich für eine Umschulung zum Demenzbetreuer entscheidet, sollte man wissen, dass es sich um keinen anerkannten Ausbildungsberuf handelt und folglich auch keine klassischen Umschulungsmaßnahmen existieren können. Stattdessen kommt die Qualifizierung als Alltagsbegleiter/in beziehungsweise Demenzbetreuer/in als Lehrgang beziehungsweise Kurs daher. Quereinsteiger können dies als Umschulung nutzen, während ausgebildete Pflegekräfte darin wohl eher eine Weiterbildung sehen dürften.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Demenzbetreuer-Umschulung

Gut zu wissen!Altenpflegeschulen, private Einrichtungen und auch die Kirche offerieren Umschulungen zum/zur Demenzbetreuer/in und stellen den Teilnehmern eine anerkannte Qualifizierung in Aussicht. Bestimmte Voraussetzungen müssen diese im Allgemeinen nicht erfüllen. Die Dauer variiert, doch grundsätzlich sind 160 Stunden theoretischer Unterricht, ein zweiwöchiges Praktikum sowie eine 40-stündige Hospitation abzuleisten. Je nachdem, ob man das Ganze in Voll- oder Teilzeit absolviert, kann die Dauer variieren. Auch die Kosten fallen je nach Anbieter recht unterschiedlich aus. Ein drei- bis vierstelliger Betrag kann allerdings schon zusammenkommen. Konkrete Informationen erhalten Interessierte von den jeweiligen Anbietern, die bereitwillig Auskunft geben.


Sie fanden diesen Beitrag hilfreich?
5/51 rating