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Umschulung zum Integrationshelfer

Eine spezielle Umschulung zum Integrationshelfer existiert ebenso wenig wie eine anerkannte Ausbildung in diesem Beruf. Nichtsdestotrotz besteht im Sozialwesen sowie Bildungssektor ein großer Bedarf an entsprechenden Fachkräften. Die zentrale Aufgabe eines Integrationshelfers besteht darin, Kindern mit psychischen Störungen oder körperlichen oder geistigen Behinderungen im schulischen Alltag zu unterstützen, so dass diese eine allgemeine Schule besuchen können. Durch eine solche Eingliederungshilfe können betreffende Kinder am normalen Schulalltag teilhaben und auf diese Art und Weise vollends integriert werden. Gegebenenfalls kann auch Schülern an einer Förderschule ein Integrationshelfer zur Seite gestellt werden, sofern der Förderbedarf eine individuelle Betreuung erfordert.Umschulung

Beruf Integrationshelfer – Ausbildung und Aufgaben

Der Beruf Integrationshelfer ist für viele Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf von unschätzbarem Wert, da so die Basis zur Teilhabe am schulischen Leben geschaffen wird. Wer sich dazu berufen fühlt, genau in diesem Bereich tätig zu werden, sucht zunächst nach Ausbildungsmöglichkeiten. Dabei zeigt sich, dass keine geregelte Ausbildung für Integrationshelferinnen existiert. Je nach Bundesland und Träger können die Bedingungen für die Ausübung dieser Tätigkeit variieren. Die Ziele sind dahingegen klar definiert, denn im Rahmen der Integrationshilfe geht es darum, das betreffende Kind in seiner Selbständigkeit dahingehend zu fördern, so dass es auf lange Sicht ohne Assistenz auskommt. In den folgenden Fällen kann eine Integrationshilfe angezeigt sein:

  • Körperbehinderungen
  • Diskalkulie
  • ADHS
  • Down-Syndrom
  • Autismus
  • Sprachstörung
  • Schwerstbehinderung
  • Legasthenie

Für Kinder, die beispielsweise mit einer der obengenannten Einschränkungen leben, kann der Schulalltag zu einer großen Herausforderung werden. Dinge, die anderen Kindern keinerlei Probleme bereiten, können so zu scheinbar unüberwindbaren Hürden werden. Hier kommen dann Integrationshelfer als Schulbegleiter ins Spiel und sorgen für die notwendige Unterstützung. Die konkreten Aufgaben können dabei sehr vielfältig sein und sind stets den besonderen Bedürfnissen des zu betreuenden Kindes angepasst. Oftmals muss man als Integrationshelferin Hilfestellungen im Unterricht leisten und beispielsweise Wahrnehmungsübungen durchführen oder bei der Handführung unterstützend eingreifen. Darüber hinaus kann es notwendig sein, soziale und emotionale Unterstützung zu bieten. Insbesondere im Falle einer Körper- oder Schwerstbehinderung kann der Integrationshelfer ebenfalls als Pflegehilfe aktiv werden. Gegebenenfalls kann die Integrationshilfe auch Hausaufgabenhilfen umfassen, sofern dies im Einzelfall notwendig ist.

Als Integrationshelfer begleitet man einen Schüler mit besonderem Förderbedarf im schulischen Alltag und unterstützt diesen im Unterricht sowie mitunter auch bei der Bewältigung des Schulwegs. Integrationshelfer führen allerdings keineswegs den Unterricht durch oder fungieren als Hilfslehrer. Neben Schulen können auch Kindergärten und Horte Beschäftigungsmöglichkeiten bereithalten.

Das Gehalt als Integrationshelfer

GehaltDer Berufswunsch Integrationshelfer ist üblicherweise nicht finanziell motiviert, sondern beruht auf dem Wunsch, Kindern mit Einschränkungen unterstützend zur Seite zu stehen und so zu einer bestmöglichen Förderung beizutragen. Nichtsdestotrotz muss man auch als Integrationshelfer/in seinen Lebensunterhalt bestreiten. Da es keine geregelte Ausbildung gibt und die Qualifikationen recht unterschiedlich sind, existieren zum Teil enorme Unterschiede hinsichtlich des Einkommens. Auch der Umfang der Beschäftigung spielt eine entscheidende Rolle, denn viele Stellenangebote in der Integrationshilfe beziehen sich auf Teilzeit-Jobs. Aus diesem Grund reicht die Bandbreite des Gehalts von 10.000 Euro bis 30.000 Euro brutto im Jahr. Grundsätzlich ergeben sich für qualifizierte Fachkräfte aus dem Sozialwesen beziehungsweise der Pädagogik dabei bessere Verdienstmöglichkeiten.

Gibt es eine Umschulung zum Integrationshelfer?

Wer sich vor Augen führt, dass es keine Ausbildung zum Integrationshelfer gibt, wird schnell erkennen, dass es auch keine entsprechende Umschulung geben kann. Umschulungen dienen schließlich dem Zweck, einen Ausbildungsberuf gewissermaßen auf Umwegen zu erlernen. Da es sich bei der Integrationshilfe um keine staatlich anerkannte Berufsausbildung handelt, fallen auch entsprechende Umschulungsmöglichkeiten weg.

Weiterbildung zum Integrationshelfer

WeiterbildungAuch wenn keine spezielle Qualifizierung für Integrationshelfer existiert, benötigen diese umfassende Fachkompetenz, um den hohen Anforderungen des beruflichen Alltags gerecht werden zu können. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich aufbauend auf den bereits vorhandenen Qualifikationen zum Integrationshelfer weiterzubilden. Solche Weiterbildungen richten sich in erster Linie an Angehörige der folgenden Berufe:

Indem man das eine oder andere Seminar besucht und sich unter anderem sozialpädagogisch fortbildet, kann man die Basis für eine interessante Laufbahn im Bereich der Integrationshilfe schaffen. Der hohe Bedarf an qualifizierten Fachkräften sorgt für vielversprechende Berufsaussichten. Während entsprechende Tätigkeiten früher mehrheitlich von Zivildienstleistenden übernommen wurden, etabliert sich der Beruf des Integrationshelfers allmählich. Auch für Akademiker, die beispielsweise den Bachelor oder Master in Sozialpädagogik, Psychologie, Pädagogik oder Heilpädagogik vorweisen können, kann eine Weiterbildung zum Integrationshelfer so durchaus von Interesse sein.

Wo kann man sich zum Integrationshelfer umschulen lassen?

Obgleich Integrationshelfer kein anerkannter Ausbildungsberuf ist, ist das Interesse an einer entsprechenden Umschulung recht groß. Angehende Integrationshelfer/innen sollten selbstverständlich nicht nur wissen, welche Karrierechancen anschließend bestehen, sondern zunächst nach geeigneten Anbietern suchen. Typischerweise kommen hier Weiterbildungsinstitute aus dem sozialen Bereich in Betracht. All diejenigen, die sich beruflich verändern möchten und eine Laufbahn in der Integrationshilfe beziehungsweise Schulbegleitung ins Auge fassen, tun somit gut daran, im Umkreis ihrer Wohnung nach adäquaten Bildungsinstituten Ausschau zu halten. Nach einer betrieblichen Umschulung beziehungsweise klassischen Umschulungsmaßnahme mit offiziellem Berufsabschluss sucht man allerdings vergeblich. Wer dies schon vorher weiß, erspart sich viel Ärger und kann die Recherche von Anfang an in die richtigen Bahnen lenken.

Kann die Umschulung zur Integrationshelferin berufsbegleitend erfolgen?

Gut zu wissen!Da es sich bei der Umschulung zum Integrationshelfer eigentlich um eine Weiterbildung handelt, ist eine Qualifizierung in Teilzeit durchaus möglich. Eine berufsbegleitende Umschulung zur Integrationshelferin ist demnach nicht nur theoretisch denkbar, sondern bei verschiedenen Instituten auch praktisch möglich. Unabhängig davon, ob man als Fachkraft aus dem pädagogischen Bereich eine zusätzliche Qualifikation anstrebt oder als Quereinsteiger im Sozialsektor Fuß fassen möchte, kann die Umschulung zur Integrationshelferin in berufsbegleitender Form sehr sinnvoll sein. Neben Abendkursen ist hier unter anderem auch ein Fernstudium möglich, obgleich die Bezeichnung etwas irreführend sein kann. Einen akademischen Grad als Integrationshelfer/in gibt es nämlich nicht, weshalb man korrekterweise eher von einem Fernlehrgang sprechen sollte.

Welche Alternativen gibt es zur Umschulung zum Integrationshelfer?

Die Integrationshelfer-Umschulung ist nicht die einzige Option, wenn es darum geht, sich für die Schulbegleitung beziehungsweise Flüchtlingshilfe zu qualifizieren. Für Menschen, die nicht bloß eine Weiterbildung absolvieren möchten, sondern einen Berufsabschluss anstreben, dürften unter anderem die folgenden Umschulungen von Interesse sein:

  • Kinderpfleger/in
  • Erzieher/in
  • Altenpfleger/in

Pädagogische und soziale Studiengänge sind ebenfalls nicht zu vergessen und können sich als Alternativen eignen.


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