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Umschulung Pflegeberater – Pflegeberaterin

Per Umschulung Pflegeberater – Pflegeberaterin zu werden, erscheint vielen Menschen als vielversprechende Möglichkeit, sich beruflich neu zu orientieren und eine zweite Karriere zu beginnen. Insbesondere in Situationen, in denen eine Ausübung des ursprünglichen Berufs aufgrund der schwierigen Lage auf dem Arbeitsmarkt oder gesundheitlicher Einschränkungen keine Option ist, kommt die Pflegeberater-Umschulung mitunter wie gerufen. Angesichts des Pflegenotstandes und Fachkräftemangels im Gesundheitswesen ergeben sich in der Pflegeberatung vielversprechende Perspektiven. Dementsprechend liegt es zuweilen nahe, eine Umschulung zur Pflegeberaterin beziehungsweise zum Pflegeberater in Angriff zu nehmen. Es kann sich also durchaus lohnen, nach entsprechenden Qualifizierungsangeboten Ausschau zu halten. Im Vorfeld einer entsprechenden Entscheidung sollte allerdings eine umfassende Recherche stattfinden, damit der berufliche Neubeginn erfolgreich startet. Angehende Umschüler sollten daher beim Arbeitsamt vorstellig werden, bei diversen Umschulungsanbietern Informationsmaterial anfordern und zudem auf eigene Faust anbieterunabhängig recherchieren.Umschulung

Umschulung zum/zur Pflegeberater/in – Beruf und Gehalt

Wer sich einen ersten Eindruck von der Pflegeberater-Umschulung verschaffen möchte, sollte zuerst das Berufsbild ausführlich analysieren. Anhand dessen können Interessierte feststellen, ob der Job des Pflegeberaters zu ihren persönlichen Wünschen und Vorstellungen passt. Wichtig zu wissen ist dabei, dass die zentrale Aufgabe eines Pflegeberaters darin besteht, Pflegebedürftige sowie ihre Angehörige über Hilfsangebote und Sozialleistungen in Kenntnis zu setzen. Auf diese Art und Weise soll eine unabhängige Pflegeberatung geboten werden, die Pflegebedürftige und ihre Angehörige informiert und so zumindest indirekt entlastet. Im Falle einer Pflegebedürftigkeit wissen die Betroffenen oftmals nicht weiter und haben niemanden, an den sie sich wenden können. Hier kommen professionelle Pflegeberater/innen ins Spiel, denn diese kennen sich aus und können durch eine adäquate Beratung die Versorgungssituation von Pflegebedürftigen nachhaltig verbessern. Die Pflegeberatung bildet somit eine wichtige Ergänzung des Pflegesektors. Dementsprechend ergeben sich für Pflegeberater/innen vor allem in den folgenden Bereichen interessante Karrierechancen:

  • Sozialämter
  • Krankenkassen
  • Beratungsstellen
  • Krankenhäuser und Kliniken
  • Pflegedienste
  • Pflegeeinrichtungen

GehaltZugleich darf man nicht vergessen, dass viele Pflegeberater/innen auch auf selbständiger Basis tätig sind. Dies hat unter anderem auch Konsequenzen für die Verdienstmöglichkeiten, die zudem auch je nach Qualifikationen, Erfahrungen und Aufgaben variieren können. Im Allgemeinen kann man in der Pflegeberatung von einem durchschnittlichen Gehalt von 24.000 Euro bis 42.000 Euro brutto im Jahr ausgehen.

Die Umschulung zum Pflegeberater

All diejenigen, die Gefallen an dem Berufsbild des Pflegeberaters finden und eine entsprechende Karriere für sich selbst anstreben, sollten zunächst wissen, dass es sich dabei um keinen anerkannten Ausbildungsberuf handelt. Die Bezeichnung Pflegeberater/in ist noch nicht einmal gesetzlich geschützt, so dass sich jeder so bezeichnen kann, unabhängig von seiner Qualifikation. Wenn es um eine Umschulung zur Pflegeberaterin geht, sollte man dies stets bedenken, denn eine klassische Umschulung in Form einer zweiten Berufsausbildung kann es in der Pflegeberatung folglich nicht geben. Bei den verfügbaren Umschulungsmaßnahmen auf dem Gebiet der Pflegeberatung handelt es sich eigentlich um Weiterbildungen, die aber auch Quereinsteigern in die Pflege spannende Perspektiven bieten. Interessierte sollten dabei besonderen Wert auf die Anerkennung des Abschlusses legen und darauf achten, dass sie nach dem erfolgreichen Abschluss der Maßnahme als Pflegeberater/in nach § 7a SGB XI zertifiziert sind.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Pflegeberater-Umschulung

Gut zu wissen!Grundsätzlich steht eine Qualifizierung als Pflegeberater/in allen Interessierten offen und eignet sich somit durchaus als Umschulung für Quereinsteiger. Nichtsdestotrotz sollten Pflegeberater/innen über einige Kenntnisse und Erfahrungen aus dem Pflegebereich verfügen. Ausgebildete Gesundheits- und Krankenpfleger/innen sowie Altenpfleger/innen bringen dementsprechend beste Voraussetzungen mit. Diejenigen, die mit keiner solchen Praxiserfahrung aus der Pflege aufwarten können, sollten über ein Pflegepraktikum nachdenken und sich auf diese Art und Weise mit dem Pflegesektor vertraut machen.

Mindestens ebenso wichtig wie die Voraussetzungen der Pflegeberater-Weiterbildung ist auch die Dauer einer solchen Maßnahme. In der Regel kann die Qualifizierung in Voll- oder Teilzeit absolviert werden und nimmt dann beispielsweise 3 bis 6 Monate in Anspruch. Auch innerhalb dieser recht kurzen Zeit können sich die Lehrgangsgebühren summieren und durchaus ein paar Tausend Euro betragen. Abgesehen davon, dass oftmals eine Ratenzahlung möglich ist, lohnt es sich für angehende Pflegeberater/innen, die Agentur für Arbeit aufzusuchen und sich dort nach Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten zu erkundigen.

Je nach Lehrgang und Anbieter können die Rahmenbedingungen der Umschulung zum Pflegeberater stark variieren. Aus diesem Grund ist es für angehende Umschüler essentiell, sich einen Überblick über die entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen zu verschaffen. Neben einer anbieterunabhängigen Recherche beispielsweise über das Internet bietet sich eine Beratung bei der Arbeitsagentur an. Zudem lohnt es sich auch, mit möglichen Umschulungsanbietern in Kontakt zu treten und diese um die unverbindliche Zusendung des kostenlosen Informationsmaterials zu bitten.


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