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Umschulung Vermessungstechniker

Die Umschulung zum Vermessungstechniker ebnet Menschen aus anderen Sparten den Weg in das vielseitige und aussichtsreiche Vermessungswesen. Dass man sich nach der Schule für eine Ausbildung entscheidet und bis zur Rente in dem Beruf arbeitet, entspricht längst nicht mehr der Realität und trifft auf die Lebensläufe vieler Menschen nicht mehr zu. Früher war dies noch anders, doch die Arbeitswelt befindet sich im Umbruch, was die Menschen in besonderem Maße fordert. Insbesondere dann, wenn man aufgrund einer Arbeitslosigkeit oder infolge einer Erwerbsminderung keine Zukunft mehr in seinem ursprünglich erlernten Beruf hat, bietet sich eine Umschulung an, um neue Perspektiven zu entwickeln. Für all diejenigen, die technisches Verständnis mitbringen und Interesse an einer Tätigkeit im Vermessungswesen haben, ist die Umschulung zum Vermessungstechniker eine Überlegung wert. Bevor man sich jedoch mit diesem Vorhaben an den zuständigen Sachbearbeiter beim Arbeitsamt beziehungsweise bei der Rentenversicherung wendet, ist Eigeninitiative gefordert. Um festzustellen, ob man mit einer Umschulung zum Vermessungstechniker die richtige Wahl trifft, bedarf es somit einer umfassenden Recherche.Umschulung

Berufsbild Vermessungstechniker/in

Unabhängig davon, ob es um eine normale Ausbildung oder eine Umschulung geht, ist eine Auseinandersetzung mit dem Berufsbild des Vermessungstechnikers stets ein absolutes Muss. Im Zuge dessen stellen Interessenten fest, dass Vermessungstechniker in erster Linie im Gelände tätig sind und dort Lage- und Höhenvermessungen vornehmen. Sie sind somit für die Erstellung von Messdaten verantwortlich und kümmern sich zudem um die Auswertung sowie Aktualisierung dieser. Dass diese Aufgaben in unterschiedlichen Bereichen von Bedeutung sind, zeigt schon allein die Tatsache, dass die dreijährige Ausbildung in dem anerkannten Beruf in den Fachrichtungen Vermessung und Bergvermessung stattfinden kann. Im Wesentlichen geht es im Zuge einer Tätigkeit als Vermessungstechniker/in aber stets um die Datengewinnung für verschiedene Anwendungsbereiche. Darunter fallen unter anderem:

  • Höhen- und Lagevermessungen für Geländeaufnahmen
  • Industrievermessungen
  • Bauvermessungen
  • Rohstoff-Lagerstätten
  • Katastervermessungen

Vermessungstechniker/innen sind somit im Maschinenbau, Bauwesen, Umweltschutz, Bergbau sowie in Vermessungs- und Ingenieurbüros gefordert. Darüber hinaus ergeben sich auch bei Kataster- und Vermessungsämtern, Behörden für Liegenschaften, Landesentwicklung und Geoinformation sowie bei Landesvermessungsämtern spannende Perspektiven für qualifizierte Vermessungstechniker.

Verdienstmöglichkeiten als Vermessungstechniker

GehaltFinanzielle Anreize sind neben den vielversprechenden Karrierechancen ein Grund dafür, sich für den Beruf des Vermessungstechnikers zu entscheiden. Die Verdienstmöglichkeiten stehen aus diesem Grund oftmals im Mittelpunkt des Interesses und erweisen sich zuweilen sogar als eines der entscheidenden Kriterien für die Berufswahl. Das durchschnittliche Gehalt lässt sich zwar auf rund 19.000 Euro bis 36.000 Euro brutto im Jahr beziffern, doch die Qualifikationen, Erfahrungen und genauen Tätigkeiten variieren von Fall zu Fall, woraus sich auch ein unterschiedlicher Verdienst ergibt.

Die Umschulung zur Vermessungstechnikerin

Vermessungstechniker sind einerseits vielfach im Gelände gefordert und sorgen dort für die Gewinnung der erforderlichen Geodaten, übernehmen andererseits aber auch verschiedene Aufgaben im Büro, wie zum Beispiel die Auswertung der Messdaten. Dementsprechend müssen Vermessungstechniker über weitreichende Kompetenzen verfügen, die durch die folgenden Inhalte vermittelt werden:

  • Geoinformation
  • Geodatenmanagement
  • Recht und Verwaltung
  • vermessungstechnische Methodik
  • Geoinformationssysteme

In diesem Zusammenhang spielt es keine Rolle, ob man eine duale Ausbildung oder eine Umschulung absolviert. Am Ende steht stets der Berufsabschluss als Vermessungstechniker/in, so dass das betreffende Know-How vorhanden sein muss. Anders als eine klassische Berufsausbildung kommt die Vermessungstechniker-Umschulung aber zumeist als außerbetriebliche Qualifizierungsmaßnahme daher und präsentiert sich folglich als Vollzeit-Lehrgang. Der Ablauf gestaltet sich bei Umschulungen somit etwas anders, weshalb es ratsam ist, sich ausführlich mit der Umschulung zur Vermessungstechnikerin zu befassen, bevor man diese tatsächlich aufnimmt.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Vermessungstechniker-Umschulung

FragenDie erste Hürde einer Umschulung zum Vermessungstechniker besteht in den Voraussetzungen, die für die Teilnahme an einer solchen Maßnahme gelten. In der Regel richten sich Umschulungen immer an Menschen mit abgeschlossener Erstausbildung. Fachlich relevante Vorkenntnisse aus dem Vermessungswesen sind dahingegen nicht erforderlich, um die Umschulung zum Vermessungstechniker in Angriff zu nehmen. Dabei sind zwei Jahre zu veranschlagen. Die Kosten können sich auf mehrere Tausend Euro belaufen, so dass eine Förderung seitens des Arbeitsamtes beziehungsweise der Rentenversicherung die finanzielle Grundlage für den Berufswechsel schafft.

Welche Perspektiven gibt es nach der Umschulung zur Vermessungstechnikerin?

Erfolgreiche Umschüler, die den Abschluss als Vermessungstechniker/in in der Tasche haben, kommen in den Genuss vielversprechender Karrierechancen und profitieren noch von vielen weiteren Perspektiven, die es in Verbindung mit einer Weiterbildung zu nutzen gilt. Vermessungstechniker können so eine Fortbildung zum staatlich geprüften Techniker für Geologietechnik absolvieren oder ein berufsbegleitendes Fernstudium Geoinformation, Vermessungstechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen aufnehmen.


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überhaupt nicht eher weniger soweit ok gut sehr gut
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