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Umschulung Sicherheitsfachkraft

Arbeitssuchende, die zudem keine Zukunft in ihrem bisherigen Beruf haben, müssen sich keineswegs mit ihrer scheinbar ausweglosen Situation abfinden, sondern können beispielsweise eine Umschulung zur Sicherheitsfachkraft nutzen, um einen beruflichen Neustart zu schaffen. Sicherheitsfachkräfte werden in vielen Bereichen gebraucht und verfügen somit über gute Berufsaussichten.

Gleichzeitig ist die Qualifizierung auch bestens für Quereinsteiger geeignet. Als Sicherheitsfachkraft kann man somit selbst dann Karriere machen, wenn man keinen geradlinigen und perfekten Lebenslauf vorweisen kann.Umschulung

Die Umschulung zur Sicherheitsfachkraft

Wer mit einer Umschulung zur Sicherheitsfachkraft liebäugelt, sollte erst einmal wissen, dass Sicherheitsfachkraft keine offizielle Berufsbezeichnung ist. Wenn es dennoch eine Umschulung in einem anerkannten Ausbildungsberuf sein soll, kommen die folgenden Berufsbilder in Betracht:

  • Fachkraft für Arbeitssicherheit
  • Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Viele Umschulungen zur Sicherheitsfachkraft haben aber keine der genannten Qualifikationen zum Ziel. Stattdessen handelt es sich vielmehr um Weiterbildungen oder Lehrgänge, die bestenfalls mit einem IHK-Zertifikat abgeschlossen werden. Unabhängig vom jeweiligen Qualifikationsziel ist es entscheidend, welche Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt werden. Die folgenden Inhalte können in diesem Zusammenhang beispielhaft angeführt werden und vermitteln einen guten Eindruck von der Umschulung zur Sicherheitsfachkraft:

  • Sicherheitstechnik
  • Erste Hilfe
  • Sicherheitskonzepte
  • Gefahrenabwehr
  • Ermittlung
  • Aufklärung
  • Dokumentation
  • Recht
  • Arbeitsschutz
  • Brandschutz
  • Unfallverhütung
  • Betriebswirtschaftliche Grundlagen

Voraussetzungen, Dauer und Kosten

FragenAufgrund der teilweise sehr unterschiedlichen Umschulungsangebote zur Sicherheitsfachkraft sind Pauschalisierungen in Zusammenhang mit den Rahmenbedingungen mit Vorsicht zu genießen. Die Voraussetzungen können sehr unterschiedlich ausfallen, aber im Allgemeinen ist keine bestimmte Vorbildung vorgesehen. Fitness und Belastbarkeit sind dennoch zentrale Bedingungen für eine erfolgreiche Zukunft als Sicherheitsfachkraft.

Die Qualifizierung kann dann zwischen wenigen Wochen oder auch mehreren Jahren dauern, was sich auch auf die Kosten auswirkt. Ein mittlerer dreistelliger Betrag kann ebenso wie ein hoher vierstelliger Betrag fällig werden. Viele Umschüler/innen haben allerdings das Glück, dass das Arbeitsamt oder die Rentenversicherung die Förderung übernimmt.

Karrierechancen nach der Umschulung zur Sicherheitsfachkraft

Qualifizierte Sicherheitskräfte widmen sich typischerweise dem Personen- und/oder Objektschutz und sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Vor allem in den folgenden Bereichen erwarten auch Absolventen der Umschulung zur Sicherheitsfachkraft vielversprechende Karrierechancen:

  • Objektschutz
  • Werteschutz
  • Personenschutz
  • Wachdienste
  • Sicherheitsberatung
  • Flughäfen
  • Wach- und Sicherheitsabteilungen in Unternehmen aus der Industrie oder dem Energiesektor
  • Verkehrsgesellschaften
  • Banken

Verdienstmöglichkeiten als Sicherheitsfachkraft

GehaltSicherheit ist ein essenzielles Grundbedürfnis des Menschen, so dass die Tätigkeit als Sicherheitsfachkraft als sehr sinnstiftend und erfüllend empfunden werden kann. Dennoch dürfen die Verdienstmöglichkeiten nicht außer Acht gelassen werden.

Im Durchschnitt beläuft sich das jährliche Brutto-Gehalt auf rund 20.000 Euro bis 30.000 Euro. Damit haben angehende Sicherheitsfachkräfte zumindest einen Anhaltspunkt, was ihr späteres Einkommen betrifft.

Wer ist für die Umschulung zur Sicherheitsfachkraft besonders geeignet?

Physische und psychische Belastbarkeit darf angehenden Sicherheitsfachkräften auf keinen Fall fehlen. Zudem muss man zu Schichtarbeit bereit sein und darf auch keine Gefahrensituationen fürchten.

Mut, Anpassungsfähigkeit, eine gute Beobachtungsgabe und eine gewisse Menschenkenntnis sind weitere Eigenschaften, die die ideale Sicherheitsfachkraft beschreiben. Wer hier durchstarten möchte, sollte sich also fragen, ob er das Zeug zur Sicherheitsfachkraft mitbringt.

Welche Alternativen gibt es zur Umschulung zur Sicherheitsfachkraft?

Da die Umschulung zur Sicherheitsfachkraft eher den Weiterbildungslehrgängen zuzuordnen ist, bietet es sich an, etwaige Alternativen zu ergründen. In diesem Zusammenhang sind vor allem die folgenden Umschulungsmöglichkeiten zu nennen:

  • Fachkraft für Schutz und Sicherheit
  • Fachkraft für Arbeitssicherheit
  • Detektiv/in
  • Personenschützer/in
  • Pförtner/in
  • Luftsicherheitsbeauftragte/r
  • Sicherheitskontrolleur/in

Achtung! Tipps aus der Redaktion:

All diejenigen, die die Herausforderung der Umschulung zur Sicherheitsfachkraft meistern möchten, sollten sich eingehend informieren und mit dem Berufsbild befassen. Außerdem schadet es auch nicht, die folgenden Tipps aus unserer Redaktion zu beherzigen, um als Sicherheitsfachkraft so richtig durchzustarten.

Nutzen Sie nach der Sicherheitsfachkraft-Umschulung Ihre Weiterbildungsmöglichkeiten!

Weitere Qualifikationen sind immer hilfreich und können dem beruflichen Werdegang von Sicherheitsfachkräften von großem Nutzen sein. Unter anderem die folgenden Weiterbildungen sind hier zu nennen: 

  • Meister/in für Schutz und Sicherheit
  • Einbruchschutz
  • Diebstahlschutz
  • Geldtransporte
  • Pfortendienst

Vor allem in Verbindung mit einschlägiger Berufspraxis hat man dann beste Chancen auf eine verantwortungsvolle Position in der Einsatzleitung, Objektleitung oder Schichtleitung. Ein berufsbegleitendes Studium ist eine weitere Option und kann beispielsweise aus einem Fernstudium Sicherheitsmanagement oder Sicherheitstechnik bestehen.

Vergleichen Sie die Angebote im Bereich der Sicherheitsfachkraft-Umschulungen!

Vor allem wenn man sich für eine Umschulung zur Sicherheitsfachkraft entscheidet, die keinen offiziellen Berufsabschluss bietet, ist ein sorgfältiger Vergleich unabdingbar. In Ermangelung einheitlicher Standards kann es durchaus gravierende Unterschiede geben. Dies betrifft nicht nur den Ablauf, sondern auch den Inhalt, so dass es teilweise einen erheblichen Unterschied macht, welche Qualifizierung man in Angriff nimmt.


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