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Fernstudium Verwaltungsfachwirt

Das Fernstudium Verwaltungsfachwirt/in ist die richtige Wahl für all diejenigen, die im öffentlichen Dienst Karriere machen wollen. Ohne Unterbrechung der Berufstätigkeit können sie die betreffende Qualifikation als Verwaltungsfachwirt/in erlangen, indem sie sich im Fernlernen versuchen. Dass dies eine große Herausforderung und alles andere als ein Spaziergang ist, sollte allen Interessierten bewusst sein.

Das Verwaltungsfachwirt-Fernstudium bietet zwar umfassende Freiheiten, ist aber dennoch eine anspruchsvolle Weiterbildung. Aus diesem Grund muss man genau abwägen, ob man damit die richtige Wahl trifft. Um dies zu können, bedarf es einer eingehenden Recherche, die den Fernlehrgang analysiert und zugleich dem Berufsbild auf den Grund geht.

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Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten als Verwaltungsfachwirt/in

Als Verwaltungsfachwirt/in ist man typischerweise im öffentlichen Dienst beschäftigt und nimmt dort verantwortungsvolle Aufgaben wahr. Sämtliche Behörden und Ämter haben grundsätzlich Verwendung für Verwaltungsfachwirte, die auch in Ministerien Karriere machen können.

Da auch Unternehmen immer wieder mit der deutschen Bürokratie in Berührung kommen und mit der Verwaltung zu tun haben, kann auch die Wirtschaft ein spannendes Tätigkeitsfeld für Verwaltungsfachwirte sein.

Absolventen der Fortbildung zum Verwaltungsfachwirt kommen demnach in den Genuss diverser Karrierechancen und übernehmen typischerweise Führungspositionen in der Verwaltung.

GehaltWer als Verwaltungsfachwirt/in tätig wird, trägt im beruflichen Alltag viel Verantwortung und wird auch dementsprechend entlohnt.

Die genauen Verdienstmöglichkeiten ergeben sich natürlich aus der Vorbildung, Erfahrung, dem Einsatzbereich sowie der jeweiligen Position. Im Durchschnitt können Verwaltungsfachwirte jedoch von einem Gehalt von rund 36.000 Euro bis 50.000 Euro brutto im Jahr ausgehen.

Per Fernstudium Verwaltungsfachwirt/in werden

Menschen mit beruflichen und/oder privaten Verpflichtungen, die als Verwaltungsfachwirte Karriere machen möchten, nehmen vielfach enorme Belastungen auf sich, indem sie ein Fernstudium in Angriff nehmen. Streng genommen handelt es sich dabei allerdings um einen Fernlehrgang, denn der Abschluss als Verwaltungsfachwirt/in ist kein akademischer Grad, sondern ein beruflicher Fortbildungsabschluss nach dem Berufsbildungsgesetz.

Die Bezeichnung als Fernstudium kann somit als irreführend aufgefasst werden, soll jedoch auf das Konzept des Fernunterrichts verweisen. Anstelle regelmäßiger Präsenzen kommen dabei Skripte und E-Learning zum Einsatz, wodurch den Lernenden ein Höchstmaß an Flexibilität gewährleistet wird.

Schlussendlich ist die jeweilige Lehrgangsform zwar für den Ablauf zuständig, doch die Inhalte ergeben sich aus dem angestrebten Abschluss. Unabhängig davon, ob man sich per Fernstudium oder auf andere Art und Weise als Verwaltungsfachwirt/in qualifizieren möchte, steht eine Auseinandersetzung mit den folgenden Themen an:

  • Staatskunde
  • Politik
  • Recht
  • Finanzwesen
  • Rechnungswesen
  • Mitarbeiterführung
  • VWL
  • Verwaltungsrecht
  • Europarecht
  • Kommunalrecht
  • Beamtenrecht
  • Privatrecht
  • Sozialrecht
  • Arbeitsrecht
  • Kommunikation

Voraussetzungen, Dauer und Kosten

Verwaltungsfachwirt-Qualifizierungen erfolgen typischerweise als Präsenzlehrgänge, wobei ein Fernkurs nicht gänzlich ausgeschlossen ist. Dazu muss man allerdings besonders diszipliniert, motiviert und ehrgeizig sein. Zudem müssen die formalen Voraussetzungen Beachtung finden.

Grundsätzlich richtet sich die Aufstiegsfortbildung zum Verwaltungsfachwirt an Menschen, die einen der folgenden Abschlüsse sowie zusätzlich einschlägige Berufserfahrungen in der öffentlichen Verwaltung vorweisen können:

  • Verwaltungsfachangestellte/r
  • Kaufmann/-frau für Bürokommunikation
  • Fachangestellte/r für Bürokommunikation
  • Verwaltungslehrgang I
  • Laufbahnprüfung für den mittleren nichttechnischen Verwaltungsdienst

Je nach Lehrgangsform und Lernpensum liegt die Dauer dann bei etwa drei Jahren. Hinzu kommen noch Kosten, die bei rund 6.000 Euro liegen können. Auch in finanzieller Hinsicht kann das Verwaltungsfachwirt-Fernstudium somit zu einer nicht unerheblichen Belastung werden.

Wie steht es um die Anerkennung des Verwaltungsfachwirt-Fernstudiums?

Gut zu wissen!Das Fernstudium zum Verwaltungsfachwirt verzichtet zwar größtenteils auf Präsenzen, kann aber dennoch voll anerkannt sein. Diesbezüglich sollten sich Interessierte vorab genau erkundigen und bei ihrem Dienstherrn gegebenenfalls noch einmal nachfragen.

Fakt ist allerdings, dass man keinen akademischen Grad erwarten darf. Stattdessen ist die Qualifikation als Verwaltungsfachwirt/in jedoch mit dem Meister vergleichbar. Zudem sollte man wissen, dass es sich um eine Aufstiegsfortbildung nach dem Berufsbildungsgesetz handelt.

Welche Alternativen gibt es zum Verwaltungsfachwirt-Fernstudium?

Der Verwaltungslehrgang II beziehungsweise die Fortbildung zum Verwaltungsfachwirt kann insbesondere per Fernstudium überaus verlockend sein. Entsprechende Fernkurse haben allerdings Seltenheitswert, so dass es Sinn macht, alternativ nach Präsenzlehrgängen in Vollzeit oder Teilzeit Ausschau zu halten.

Ansonsten kommen auch die folgenden Abschlüsse als Alternativen in Betracht:

  • Betriebswirt/in – Verwaltung
  • Betriebswirt/in – Kommunikation und Büromanagement
  • Sekretär/in
  • Betriebswirt/in – Recht

Wer nach einem echten Fernstudium für die Verwaltung sucht, wird an diversen Hochschulen ebenfalls fündig und kann dort unter anderem BWL, Rechtswissenschaft, Verwaltung oder Public Administration studieren.

Wo kann man einen Fernlehrgang zum Verwaltungsfachwirt absolvieren?

Die Durchführung der Fortbildung zum Verwaltungsfachwirt wird zuweilen auch als Verwaltungslehrgang II bezeichnet und typischerweise an Verwaltungsschulen beziehungsweise Studieninstituten durchgeführt.

Einzelne Anbieter ermöglichen dies in Form eines Fernkurses, der als Fernstudium Verwaltungsfachwirt zu finden ist. Da eine entsprechende Vorbildung und/oder Tätigkeit erforderlich ist, sollten Fachkräfte aus der Verwaltung bei ihrem Vorgesetzten nach entsprechenden Fortbildungsmöglichkeiten fragen.

In der Regel erhalten sie dann Adressen, an die sie sich wenden können, sofern die Fortbildung nicht ohnehin seitens des Dienstherrn organisiert wird.

Achtung! Zwei Tipps aus der Redaktion

Menschen mit dem Berufsziel Verwaltungsfachwirt/in können von Fernstudien enorm profitieren, müssen diese aber auch zu nutzen wissen. Dazu sind anbieterunabhängige Infos erforderlich. Außerdem können die folgenden Tipps aus unserer stzgd.de-Redaktion hilfreich sein.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Studienangebote aus dem Bereich Verwaltung!

Wer an einer Hochschule für öffentliche Verwaltung studiert, ist zugleich bereits im öffentlichen Dienst tätig oder absolviert eine duale Ausbildung in der Verwaltung. Eine echte Studienwahl besteht dann nicht, weil die Laufbahn mehr oder weniger vorgegeben ist. Anders sieht es dahingegen bei denjenigen aus, die sich auf eigene Faust um ein berufsbegleitendes Studium kümmern.

Diese sollten sich einen Überblick über die relevanten Studienangebote verschaffen und dabei vor allem die folgenden Disziplinen im Blick haben:

  • Verwaltungswissenschaften
  • Rechtswissenschaft
  • Public Management
  • Public Administration

Gleichzeitig sollte man sich mit den verschiedenen Hochschulen und Universitäten befassen, um schlussendlich die richtige Studienwahl treffen zu können.

Versuchen Sie sich an einem Quereinstieg in den öffentlichen Dienst!

Die Fortbildung zum/zur Verwaltungsfachwirt/in ist überaus reizvoll und bietet gute Aussichten, aber für viele Menschen ist dies dennoch keine Option. Wer als Quereinsteiger/in im öffentlichen Dienst einsteigen möchte, sollte berufsbegleitende Studien nutzen. Beispielsweise im Zuge eines Fernstudienganges kann man sich intensiv mit den Verwaltungswissenschaften befassen, einen akademischen Grad erlangen und sich dann für den öffentlichen Dienst bewerben.

Viele Kommunen und Behörden ermöglichen Bewerbern mit Studienerfahrung einen verkürzten Einstieg in den Verwaltungsdienst. Mitunter wird der akademische Grad auch komplett anerkannt und schafft die Basis für eine aussichtsreiche Karriere.


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